LYNYRD SKYNYRD | THE BREW

07.06.2012 - Berlin @ Zitadelle Spandau

Manchmal kommt man zu einem Konzert, wie die Jungfrau zum Kinde. Kurze Anfrage der Promotionagentur, ein ebensolch kurzes „Ja“ von mir und schwups fanden wir uns bei gemütlichen 20 Grad und kaltem Schultheiß vom Fass in der schönsten Location ganz Berlins wieder: Der Zitadelle Spandau, in der im Rahmen des „Citarocks“ an diesem Abend die Südstaaten wieder aufleben sollten. Lynyrd Skynyrd waren in der Stadt und tausende Leute wollten sich das nicht entgehen lassen. Bei allerdings exorbitanten Eintrittspreisen in Höhe von 60€ mehr als verwunderlich, denn das ist doch schon ziemlich dreist da man im Vorfeld eh schon weiß, wie die Setlist der Altmeister ausschauen wird. Dennoch…und vor allem wenn man sich das heutige Klientel mal vor Augen führte, konnte ich nachvollziehen, dass so viele diesem Ereignis heute beiwohnen wollten, denn bei Einigen hatte ich so das Gefühl, dass dies ihr letztes Mal Skynyrd sein könnte. Ehrlich, das Highlight war ein 75jähriger (gefragt) mit Rollator. Nicht das ich lästern würde, um Himmels Willen, vielmehr war ich von solch einem Enthusiasmus echt begeistert. That’s Rock’n’Roll!
Gegen 19 Uhr eröffneten The brewaus Großbritannien ihren Set, der mich so ein bisschen an Wolfmothererinnerte. Dennoch eine interessante Combo, bei der die Rhytmussektion aus Vater und Sohn besteht, wobei allerdings Papa auf der Bühne rumsprang, wie Jamie Jasta von Hatebreed. Die Gitarre von Fronter Jason Barwick klang klasse doch mit der Zeit wurde der Blues Rock des Trios doch etwas monoton. Das Schlagzeugsolo zum Ende des Gigs allerdings war dann schon wieder ein Wink in die richtige Richtung. The brew ernteten den obligatorischen Höflichkeitsapplaus, verließen die Bühne und waren auch schnell wieder vergessen. Was bei The brew schon mehr als negativ auffiel war die Drosselung des Sounds auf 75 Dezibel, damit die Anwohner in der näheren Umgebung nicht unnötig gestört werden sollten. Wie würde sich das allerdings bei der Blues Rock Legende aus Florida auswirken, die ja mit 3 Äxten angereist waren? Negativ, denn die Klampfen der Herren Matejka, Medlocke und Gründungsmitglied Gary Rossington waren leise und der Drumsound war kaum wahrnehmbar. Jedenfalls konnte man sich direkt vor der Bühne mehr als angeregt unterhalten, ohne brüllen zu müssen.
Dennoch starteten die Neun gegen 20:10 Uhr zwar etwas verspätet aber fulminant mit „Workin’ for MCA“ und die Meute war zufrieden. Johnny van Zant war gut bei Stimme und war wie immer die absolute Coolness in Person. Selbst als ein halbvoller Bierbecher haarscharf an seinem Haupthaar vorbeisegelte, performte der Frontmann souverän weiter. „Skynyrd nation“ von 2009er Album „God and guns“ war mein erstes persönliches Highlight, da ich die Scheibe immer noch klasse finde, gefolgt vom absoluten Klassiker „What’s your name“. Irgendwie hatte ich dann in der Folgezeit das Gefühl, dass die Lautstärke ein wenig angehoben wurde, denn grade „That smell“ (hervorragend!) knallte urplötzlich amtlich aus den Lautsprechern. „The needle and the spoon“, „Tuesday’s gone“, wo das halbe Gelände mitschunkelte, „Simple man“ und das unvermeidliche „Sweet home Alabama“, bei dem das schöne simple Backdrop gegen die Landesfahne des 30.amerikanischen Bundesstaates ausgetauscht wurde, sind natürlich gute Laune Granaten sondergleichen. Das als Abschluss selbstverständlich „Free bird“ mit einem des geilsten Gitarrensolo aller Zeiten gegeben wurde, war ja nun selbstverständlich. Schade nur, dass das Theater gegen 21:45 Uhr bereits sein Ende fand, denn die Anwohner müssen ja in die Heia. Dennoch, ein rundum netter, gemütlicher und gänzlich unaufgeregter Tag mit einer DER Musiklegenden schlechthin. Das nächste Mal aber bitte mit einem neuen Album im Gepäck…wird langsam mal wieder Zeit.
  • Workin' For MCA
  • I Ain't the One
  • Skynyrd Nation
  • What's Your Name?
  • Down South Jukin'
  • That Smell
  • I Know A Little
  • Saturday night special
  • Gimme Back My Bullets
  • Whiskey Rock-A-Roller
  • The Needle and the Spoon
  • Tuesday's Gone
  • Simple Man
  • Gimme Three Steps
  • Call Me the Breeze
  • Sweet Home Alabama
  • Free Bird

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