TESTAMENT | DEW-SCENTED | BLEED FROM WITHIN

28.03.2013 - Berlin @ Huxley's

Ich habe wirklich lange überlegt, ob ich von diesem Ereignis berichte, doch in einer ruhigen Minute und nach verdauen der an diesem Abend erfolgten Katastrophen entschied ich mich doch, ein paar Zeilen niederzuschreiben. So viel vorab: Das Konzert war eine ziemliche Enttäuschung und der nach diesem Event erfolgte Unfall mit Totalschaden an meinem Auto setzte diesem Desaster noch die Krone auf. Zum zweiten Thema äußere ich mich nicht mehr, zum Konzert folgt jetzt meine Aufarbeitung.

Was als Erstes auffiel war, dass im Huxley’s bei einer solchen Götterband wie Testament vielleicht nur 50% der Halle ausgelastet war, was einer Besucherzahl von ca. 800 entsprechen dürfte (manche munkeln was von vielleicht 600), was natürlich dem Stading der Bay Area Legende in keinster Weise gerecht wird…doch ob die Ferngebliebenen wussten was, sie hier geboten bekommen würden, bleibt mal dahingestellt. Auf jeden Fall fand ich Shirtpreise in Höhe von 25 € für ein paar wirklich lieblos bedruckte Lappen eine ziemliche Frechheit. Das haben Kreator oder allen voran Hatebreed mit fanfreundlichen Preisen und einem riesigen Haufen an qualitativ hochwertigerem Merch weitaus besser gemacht.

Das nächste Ärgernis bestand in den Opener vonBleed from within, denn die Waliser waren so dermaßen deplatziert, wie eine Currywurst in einem 3 Sterne Restaurant. Wenn ixch auf ein zünftiges Thrash Konzert gehe, muss ich keine herumhopsenden Jungspunde dabei beobachten, wie sie ihre Gerätschaften würgen und dabei und halbgaren Brei erzeugen. Der völlig übersteuerte Sound tat sein Übriges und als Frontmann Scott Kennedy den letzten Song ankündigte, wurde mir sofort wohler ums Herz und den vielleicht bis dato 150 Leuten im weitem Rund in der Hasenheide ebenso.

Mich hätte im Vorfeld schon interessiert, wie es Dew-Scented geschafft hatten, doch wieder auf den Tourzug zu springen, von dem sie ja aufgrund der Konzertabsage im letzten Herbst abspringen mussten und stattdessen eigentlich Shadows fall vorgesehen waren…sei’s drum, denn ich freute mich tierisch auf einen satten Thrashtritt in die Fresse, der mit „Sworn to obey“ auch zünftig eingeleitet wurde. Allerdings war auch hier der Sound beschissen, matschig, kaum erkennbare Gitarren, was bei einer so rifforientierten Band wie DS einem Todesurteil gleichkommt. Hatte da der Headliner eventuell die Vorbands mit miesen Bedingungen abgespeist? Dazu kam dann auch noch die berühmte Berliner Lethargie, die ich so dermaßen hasse und in keinster Weise dem sichtlichen Bemühen des aufopferungsvoll spielenden Fünfers gerechtfertigt war. Ein mickriger Höflichkeitsapplaus bei Granaten wie „That’s what I depise you“, „Never to return“ oder einem meiner Lieblingssongs „Thrown to the lions“…zum kotzen. Leute, nehmt mal zukünftig den Finger aus dem Arsch und feiert auch mal die Vorband ab, denn Dew-Scented waren, bis auf den erwähnten Kacksound…megabombe!!!

Setlist:

Sworn To Obey
Turn To Ash
Soul Poison
Cities Of The Dead
That's Why I Despise You
Storm Within
Never To Return
Thrown To The Lions
Acts Of Rage

Nun jedenfalls freute ich mich auf meine alten Helden, die sich allerdings mächtig Zeit mit dem Umbau, doch auch eine großartige Show hoffen ließen. Als dann die Protagonisten die Bühne betraten, klappte mir allerdings die Kinnlade herunter…nein…Testament hatte es den Vorbands nicht schwer gemacht…der Sound war tatsächlich saubeschissen!!! Bahnbrechende Songs wie „More than meets the eye“, „True american hate“ oder „Into the pit“ waren ein einziger Brei. Es kreischte, krachte und nichts…wirklich GAR NICHTS konnte dem Original Sound dieser Legende gerecht werden. Chuck Billy war dennoch gut in Form, brüllte sich durch die recht ausgewogene Setlist, doch gerade die brillanten Soli von Alex Skolnick waren kaum erkennbar. Unfassbar und eine mehr als herbe Enttäuschung. Dementsprechend war auch die Stimmung nicht so, wie ich sie sonst auf Konzerten der Thrasher erleben durfte und als dann nach dem Rausschmeißer „The formation of damnation“ die Lichter angingen, war ich bitterlich enttäuscht. Und das was danach kam, enttäuschte und schockierte mich noch viel mehr…aber was hilft da alles jammern…

Setlist Rise Up
More Than Meets the Eye
Burnt Offerings
Native Blood
True American Hate
Dark Roots of Earth
Into the Pit
Practice What You Preach
Riding the Snake
Eyes of Wrath
Over the Wall
The Haunting
The New Order
D.N.R. (Do Not Resuscitate)
3 Days in Darkness
The Formation of Damnation

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