AUDREY HORNE | 77 | PET THE PREACHER

10.12.2014 - Berlin @ Magnet

Was für eine konzertechnische Marathon Woche! Tags zuvor im Huxleys dem Thrash / Death Metal gefrönt, war heute Hard Rock deluxe angesagt und wer die Norweger von Audrey Horne schon mal live gesehen hat weiß genau, was ihn erwartet: Eine schweißtreibende Show mit unfassbar vielen Hits und Ohrwürmern. Die Jungs sind einfach nur mega sympathisch und zeigen das auch auf der Bühne. Vor dem Gig sprach ich noch mit Frontmann Toschi und werde die Tage dieses mehr als informative und witzige Gespräch online stellen. Doch zurück zum Wesentlichen.
Im Gegensatz zum Vorabend konnte man diesmal sogar noch in Ruhe die Tagesschau gucken, um sich dann gemächlich in einen der gemütlichsten Clubs der Hauptstadt zu begeben, wo pünktlich gegen 20:30 Uhr die Dänen von Pet the preacher die Bühne enterten, um mit ihrem Blues durchtränkten Stoner Rock der doch beachtlichen Menge vor der Bühne mächtig einzuheizen. Anfangs empfand ich den trockenen Sound des Trios doch etwas nichtssagend und langweilig, doch als die Jungs dann ein klein wenig an der Geschwindigkeitsschraube drehten, wurde es richtig interessant, was auch die durchaus ansprechenden Zuschauerreaktionen unterstrichen. Die Mucke brummte richtig gut und von daher störte es auch wenig, dass der Aktionsradius der 3 Dänen ziemlich limitiert war. Ich jedenfalls besorgte mir umgehend das letzte Vinyl der Jungs und kann abschließend nur sagen: Daumen hoch!
Eine weitere Band, die ich namentlich noch nicht auf meinem Zettel hatte waren die Spanier von 77, die mich allerdings vom ersten Takt an komplett umnieteten. Zugegeben, die Originalität hat der Vierer nicht gerade mit Löffeln gefressen, denn AC/DC Nachahmer gibt es viele…doch keine, die solch energiegeladen performen und die Bühne komplett zerlegen, wie die Jungs aus Barcelona. Die Brüder Valeta als alte Haudegen flankiert von dem etwas nach Boyband ausschauenden Drummer Dolphin und dem ebenfalls noch recht jung erscheinenden Basser Raw schredderten ihre ureigene Interpretation des berühmten Young-Sounds in die nun komplett durchdrehenden Zuschauer, denen zum Teil vor Begeisterung die Kinnladen herunter klappten. Begeisterung pur, denn allein die Energie der band reichte aus, um eine Kleinstadt einen Monat mit Strom zu versorgen. Unfassbar geil und unbedingt weiter empfehlenswert, denn wer braucht schon das sich langsam totnudelnde Original oder Airbourne, wenn es 77 gibt? Richtig…Niemand!!!!!
Bei den Norwegern von Audrey Horne weiß man exakt was man bekommt: Feinsten Rock mit hohem Unterhaltungswert, was gleich der Opener „Wolf in my heart“ eindrucksvoll unterstrich. Toschi, elegant wie immer gekleidet, machte Druck, lachte unentwegt, verbreitete gute Laune und erneut stellte sich mir die Frage, warum diese unfassbar großartige Band immer noch durch kleine Clubs tingeln muss, statt große Arenen zu füllen. Neue Ohrwürmer wie „Holy roller“, „Volcano girl“, das überragende „Out of the city“ oder „Waiting for the night“ wechselten sich mit den bekannten Gassenhauern a’la „Redemption blues“, „Pretty little sunshine“ oder das immer noch alles überstrahlende „Youngblood“ ab und so langsam muss man echt befürchten, bald alle Songs der Nordmänner komplett und fehlerfrei mitsingen zu können. Die Leute tanzten, lachten, sangen und feierten die so göttliche Band nach allen Regeln der Kunst ab und man traute sich kaum pissen zu gehen, um bloß nichts zu verpassen. Audrey Horne sind einfach ein Garant für unfassbar gute Musik und hohen Unterhaltungswert und werden selbst nach dem drölffzigsten Male nicht langweilig. Famos!

Wolf in my heart
Holy roller
Youngblood
There goes a lady
Volcano girl
Out of the city
Tales from the crypt
Pretty little sunshine
Into the wild
Show & tell
Blaze of ashes
Straight into your grave
Redemption blues
Waiting for the night
This ends here

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