Ein bisserl rumkotzen!

Liebe geneigte Leser, es tut mir leid, aber ich muss gleich am Anfang mal n bissl rumkotzen. Wer auch da war wird es verstehen, aber lest selbst meine kleine Anekdote:

Die Organisation des Festivalablaufes war total reibungslos. Band kommt, spielt, Applaus, fertig, Umbau, next Band please. Da hatte jemand seine Hausaufgaben gemacht, doch die Einlasssituation war total grottig. Da ist man super pünktlich da und stellt fest, dass der Eingang, der immerhin auf dem Ticket steht, gar kein Eingang ist. Also begann ein ewig anmutender Wandertag um einen Eingang zu finden, der nicht ausgeschildert war. Ich war schon am zweifeln an mir selbst, doch der Menschentross, mit dem ich mitlief, bestätigte mich in meiner immer größer werdenden Missstimmung in meiner Bauchgegend. Nach ewigem Gelaufe um den Großmarkt von Hamburg, kamen wir dann an einen Hintereingang, der letztes Jahr als Ausgang genutzt wurde. Wir fragten dort den Pförtner, wo denn der Festivaleingang wäre und er gab uns ne kleine Wegbeschreibung.

Soooo...wir hatten also den Eingang zum Festivalgelände gefunden. Nun hieß es anstellen...und warten...und warten...und warten. Was auch immer die Leute aufgehalten hat, es dauerte nochmal ewig die Kontrollen zu passieren und sein Bändchen zu bekommen. Einige Leute durften sich sogar zweimal anstellen, weil‘s so schön war. Leute mit ausgedrucktem Ticket haben sich angestellt, wurden dann aber wieder an die Seite geschickt, weil sie dort ihr E-Ticket in ein richtiges umtauschen mussten, um sich dann wieder hinten in der Menschenmasse anzustellen, um dann das Ticket zu zeigen, ihr Bändchen zu bekommen und damit war das Ticket nicht mehr wichtig. Sooon quatsch ey. Wer hat sich denn das bitte einfallen lassen?

Anyway...ich hatte das "Glück" mich nur einmal in der Menge anstellen zu dürfen. Also wartete ich...und wartete...und wartete. Irgendwann war ich dann endlich auch mal an der Reihe mich begrabbeln zu lassen, Bändchen ums zarte Ärmchen und los sollte es gehen. Naja...hätte es denn können. By the way...die Flyer mit der aktuellen Running Order wurden auch nicht verteilt, sondern lagen aufgestapelt zu Füßen der Bändchenverteiler. Die wurden echt umsonst gedruckt. Naja...jedenfalls hieß es dann den Weg, den wir zuvor außen um den Großmarkt herum zurücklegen mussten, dann auch intern wieder zurück zum Festivalgelände zu schreiten...Wandertag Nummer zwei. Als ich dann endlich einen Fuß auf das eigentliche Festivalgelände setzen konnte, hatte die zweite Band (August Burns Red) ihren letzten Song angesagt. Ich hatte also tatsächlich die erste Band (Wovenwar) total verpasst und die zweite quasi auch. Ich war nur am kotzen...und hatte eigentlich schon keinen Bock mehr. Ihr seht, da ist mächtig was schief gegangen und ich habe mich mit vielen Leuten unterhalten...es ging hochgerechnet ca. 2/3 der Leute so.
Liebes Orgateam: Ich finde es ja toll, dass es ein Festival in ner Stadt gibt, ohne diese Zeltbuckelei etc, aber an der Einlassprozedur muss was geändert werden!

Um den Ärger runter zu spülen mussten erstmal n paar Bierchen herhalten. Das Becherhalten war dann und wann etwas schwierig, da man den Regenponcho überstreifen musste, aber keine Bange, ich hab keinen einzigen Biertropfen verschwendet. Aber nun zur Musik...das ist ja auch viel erfreulicher

Das Line Up war dieses Jahr etwas diverser. Ich bin ja in der Position das wirklich beurteilen zu können, da ich ja schon letztes Jahr da war. Da war es ja doch sehr konsequent metalcorelastig, doch dieses Jahr gab es Metalcore, Rock, Progressive Metal, gepflegten alten Heavy Metal, Viking Metal und zu guter Letzt absolut großartigen Thrash...es war also für jeden etwas dabei.

Also mein Elb Riot fing erst so richtig mit Of Mice&Men an. Da sage ich nur fett zu. Ordentliche core burner. Mich hatte die musikalische Live - Qualität doch sehr positiv überrascht. Dafür das se eigentlich schon abgesagt hatten und auch bereits eine Ersatzband gesucht und gefunden wurde, war ich zwar etwas überrascht sie dann doch auf der Bühne zu sehen, aber hey...why not. Graveyard war wiederum eine Band die innerhalb der Running Order nicht so ganz in das Konzept gepasst hatte. Die rockigen Klänge taten bestimmt denen gut, die bereits die ersten drei Bands sehen konnten (es waren bestimmt nicht viele) und dienten denen als kleine Ruhepause, aber für den Gro der Leute sollte das Festival jetzt erst richtig losgehen und da kommt dann so ne Pussimucke. Wers mag, ok...ich höre dat lieber auf m Sonntag nachmittag bei Kaffee und Kuchen mit Mutti.

Mein Herz schlug besonders für Life Of Agony. Auf eine Transsexuellendiskussion gehe ich hier nicht ein. Das muss ja bitteschön jeder Mensch individuell für sich entscheiden. Klar war die Stimme etwas höher als man es von den Alben gewohnt war, aber dennoch war sie unverkennbar und für mich war dieser Auftritt das absolute Highlight. Es wurden überwiegend Stücke vom Best Off Album gespielt. Also quasi die Sahnetörtchen und da ich Süßes liebe, habe ich jeden Song genossen. Leider haben se nicht "Lets Pretend" gespielt, da wäre mir ja schon n bissl einer abgegangen, aber es kam leider nicht dazu.
Airbourne hingegen haben mich persönlich nicht sonderlich überzeugt. Ich kam mir die ganze Zeit vor wie bei einer AC/DC-Coverband...und selbst AC/DC wäre nicht meins gewesen. Augen zu und durch. Da konnte ich wenigstens mal in Ruhe den Weg zum Jacky-Stand antreten, mich an den headbangenden Metallern und den ersten Alkoholleichen erfreuen und mich mal mit n paar anderen Leuten unterhalten.

Die nächste Band, die mein Herz wieder höher schlagen ließ war Amon Amarth. Die legen einfach mal ne satte Show hin und zeigen sehr gut was einen guten Wikinger ausmacht. Hach..ich liebe die Jungs. Klar wurde überwiegend das aktuelle Album "Deceiver Of The Gods" besungen, aber das Perlchen "Pursuit Of Vikings"wurde natürlich auch gespielt. Der fette Sound der schwedischen Wikinger wurde mit viel Feuer und aus den Maul nebelnden Drachen noch beeindruckender. Manchmal hatte man das Gefühl, der Typ der die Nebelmaschine bedient ist auf dem Knopf eingenickt, so neblig war die Bühne, aber es war ja auch windig...also alles halb so schlimm.

Bei Machine Head sind dann eigentlich sogut wie alle ausgerastet. Es wurde mit den Haaren geschüttelt und die Stimmung war echt goil...da geht die Band nach 5 Songs von der Bühne und wünscht allen noch n schönen Abend.
Aaaaalsoooo...liebe Bandmitglieder von Machine Head...es gibt bei einem Festival eine festgelegte Running Order mit Zeiten, diese wird sogar manchmal an die Besucher verteilt...was erwartet ihr, wenn ihr nach 5 Songs von der Bühne geht??? Ich hoffe doch keine stürmischen Rufe nach Zugabe!!! Und wenn ihr dann doch wieder auf die Bühne kommt, dann spielt einfach den nächsten Song und quatscht nicht erstmal 10 Minuten über Gott und die Welt...Zeit ist verdammt noch mal Musik und Bier auf einem Festival. Das hat mir, und bestimmt auch mindestens einigen anderen 1000 Menschen, nicht so gefallen. Irgendwann nach m rumseiern wurde dann aber "Davidian" angespielt und die Welt war wieder in Ordnung. Alle feierten und machten mächtig Party. Ich persönlich hätte Amon Amarth als krönenden Abschluss spielen lassen, aber gut...

Es war mal wieder herrlich. Was die Freude zum Schluss wieder etwas trübte, war der lange Marsch den man wieder antreten musste, aber darauf konnte ich mich diesmal ja seelisch und moralisch vorbereiten.

Letztes Jahr war das Elb Riot mit seinem Windelarsch in die Welt getreten, dieses Jahr hat es laufen gelernt, nächstes Jahr dürfte es dann also die Kinderkrankheiten durchgestanden haben und aus dem Gröbsten raus sein...hoffe ich mal. FAZIT: Voll jewesen, toll jewesen. Rock on folks!

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