KUTTENFEST V

NECRONOMICON | SCREAMER | DELIRIUM TREMENS | FIRST AID | METALL | CRASHHAMMER

02.04.2016 - Dresden @ Skullcrusher

Wurde im Vorfeld noch von Szene-Urgestein Enni und seiner Crew befürchtet, es würden sich nicht genug Musikbegeisterte an diesem herrlich warmen Tag im legendären Skullcrusher einfinden, wurden diese Bedenken bereits kurz nach Öffnen der Pforten zerstreut. Aber der Reihe nach…

Am frühen Nachmittag in Berlin gestartet und in unserer Unterkunft bereits kräftig angeglüht ging es via Öffis in Richtung des Sächsischen Kulttempels und bereits in der S-Bahn trafen wir einen Haufen lustiger Leute, die ebenfalls diesem tollen Event beiwohnen wollten und als mir dann auch noch Panzerkreuzer Drummer Gaga und sein musikalischer Partner Markus in die Arme liefen, konnte der Abend beginnen. Und wie bereits eingangs erwähnt tummelten sich bereits eine gute halbe Stunde vor der ersten Band genügend Kuttenträger auf dem Vorplatz, so dass der Abend einen würdigen Rahmen erhalten würde.
Die Idee, keine Running Order im Vorfeld zu veröffentlichen, um somit jeder Band die größtmögliche Aufmerksamkeit zu garantieren, finde ich generell klasse und somit ließ ich mich überraschen, wer denn den abendlichen Hartwurstreigen eröffnen würde. Die Wahl fiel auf die Lokalmatadore von Chrashhammer, die mit ihrem herrlich oldschooligen Chrash…äääh…Thrashmetal die Herzen der vor der Bühne befindlichen Headbanger im Sturm eroberten. Das war ein granatenstarkes Riffgewitter, welches durchaus das Potential zu höheren Weihen in sich verbirgt. Einzig die Tatsache, dass viele Besucher draußen vor dem Skull die Restsonne und diverse Kaltgetränke genossen, fand ich ein wenig schade, denn der Vierer, der seine Sache mehr als ordentlich machte, hätte durchaus eine volle Hütte verdient gehabt. Die, die aber die 45 Minuten, die jeder Band ausnahmslos zur Verfügung stand, vor der Bühne feierten, sahen einen mehr als energetischen Gig, der nach einer satten Wiederholung schreit. Klasse Auftakt!
Nun begannen die Berliner Festsspiele, die Halford Chef Sven Rappoldt und seinen Kollegen Metall mit ihren 45 Minuten einläuteten und die mich diesmal echt mitnahmen. Den ersten Gig der dienstältesten Band des Abends als Support der letzten Postmortem Record Release Party fand ich ja noch nicht sooo dolle, doch mittlerweile scheinen sich die Jungs richtig aufeinander eingespielt zu haben und konnten mit ihrem traditionellen Hartstahl vollends überzeugen. Das fanden auch die Leute vor den Brettern, die zünftig die Fäuste gen Himmel streckten und die Nackenmuskulatur aufs äußerste beanspruchten. Das merkte Basser Sven, der sich zu einigen Hatebreed-mäßigen Bounce Einlagen hinreißen ließ und dabei fast einmal den Boden knutschte. Die Berlin Fraktion im Publikum spendete natürlich ebenso Applaus wie der Rest der kuttentragenden Gemeinde und verabschiedete Metall nach einer dreiviertel Stunde mit standesgemäßen Handgeklapper.
Auf die zweite hauptstädtische Combo freute ich mich mit am meisten, denn mein letzter First Aid Gig liegt viel zu lange zurück und da ich mit Frontbemme Keksgrinder und Drummer Max recht gut befreundet bin, wollte ich hier besonders kritisch beäugen, was die Jungs da zu bieten haben würden, um nicht den Verdacht der Bevorteilung aufkommen zu lassen. Doch egal wie ich mich drehte und wendete...die Jungs lieferten einen unfassbar geilen Gig ab und nun waren auch die Letzten vom Hof in die heiligen Räume gekommen und moshten, was das Zeug hielt. Selbst meine Potsdamer Begleiterin lies sich vom durchdrehenden Volk anstecken, konnte es aber dann nicht unterlassen, den Bühnenrand auf Festigkeit zu überprüfen, was einen fette Eisbeutel und eine grün/bläulich schimmernde Schulter zur Folge hatte. Der Sound war fett und der "Ekliche" rockte die Massen in Grund und Boden. Keks ist halt ein Unikat und ein fetter Frontmann, was nun nicht auf seine Leibesfülle bezogen ist. So hat Thrash zu klingen...Schluss, Ende.
Der Bamberger Vierer von Delirium Tremens war nun an der Reihe und führte den Reigen famoser Darbietungen nahtlos fort. Riffs, Riffs und nochmal Riffs und dabei wurde jeder Millimeter der kleinen Bühne berackert so dass man Angst haben musste, dass die beiden noch folgenden Combos nicht mehr auftreten werden konnten. Doch Entwarnung, denn trotz eines fulminanten Schauspiels blieb die Bühne heile und die Thrasher hatten sich ein paar Freunde und Fans mehr erspielt. Granatenstark und ebenfalls einer baldigen Wiederholung wert.
Bereits vor Betreten der Bühne machten sich die Schweden von Screamer bei mir äußerst beliebt, staubte ich doch für meine Kutte einen wunderbaren Shape Patch ab, den ich mir eigentlich sofort nach dem Gig der Jungs vor Ort hätte aufnähen müssen, denn was die Mannen aus Ljungby hier auf die Bühne zauberte, steht in keinster Weise den großen Bands in irgendetwas nach. Im Gegenteil. Es ist mir ein Rätsel, warum die Truppe nicht einen weitaus höheren Status inne hat, denn das hier Dargebotene war einfach nur brillant. Gradliniger Heavy Metal mit dopelläufigen Gitarrenleads, einem großartigen Sänger und einer energiegeladenen Performance, die wirklich jeden im Laden komplett die Schlüpper wegriss. In diesem Fall war ich wirklich enttäuscht, dass nach 45 Minuten der Budenzauber vorbei war und ich weiß definitiv, dass ich die Mannen bei einem der nächsten Gastspiele in meiner Nähe mit einem Besuch beehren werde. P.S. Der Patch kam am nächsten Tag sofort einen Ehrenplatz auf meiner Kutte...
Mein Akku meiner Kameras war dann bei Necronomicon genauso leer, wie ich voll war. Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, diese Legende endlich mal live zu erleben...und es ward gut. Besser noch, denn die Jungs zeigten sich tierisch agil und brieten ein enorm fettes Thrash Steak, welches so herrlich oldschoolig war, dass es den Altvorderen den Vokuhila nach hinten fönte. Eine enorme Breitseite an geballter Energie und das Obwohl Fronter Freddy etwas unter Zeitdruck stand, sich dies aber nicht anmerken ließ und die ausufernde Meute aufs angenehmste unterhielt. Überhaupt waren Necronomicon die geeignetste Band, um diesen famosen Abend zu beschließen und in mir die Entscheidung reifen zu lassen, beim Kuttenfest VI erneut in die sächsische Landeshauptstadt zu fahren. Ein großartiger Abend mit vielen Freunden und brutalst guter Mucke...so muss das sein!!!

P.S. Nie wieder Marillen Schnapps...

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