#6
Band: SORHIN
Album: Apokalypsens Ängel      
Erscheinungsjahr: 2000
Aktiv: 1993 – heute?

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Wohl keine andere Black Metal Platte hat mich jemals über die Jahre hinweg mehr begeistert und beeinflusst als SORHIN´s Zweitwerk „Apokalypsens Ängel“. Steht schon deren 97er Debütalbum „I Det Glimrande Mörkrets Djup“ bei mir unglaublich hoch im Kurs, so legten die schwedischen Satansbraten im Jahre 2000 noch einen entschiedenen Batzen Hass mehr ins Feuer.

Ein bedrohliches Intro bereitet auf den kommenden Sturm vor, der auch so bald mit „Livets Löfte“ losbricht. Erbarmungslose Härte, wohldosierte und feine Melodiebögen, hasserfüllte Vocals in Landessprache und eine megadicke Portion Heavy Metal. Ja, ihr habt richtig gelesen. SORHIN haben auf diesem Album….im Vergleich zum Vorgänger…..den traditionellen Heavy Metal für sich entdeckt, aber keine Angst…..das Ganze findet sehr weit entfernt von diversen bekannten Vertretern dieses Genres statt und ist meilenweit weg von glatt poliert, Kommerz oder gar von irgendwelchen Anbiederungsversuchen an diverse Trends. Vielmehr ist es das gnadenlos grandiose Riffing, welches immer absolut perfekt zwischen schwedischer Raserei, leicht eingestreuter Melodiearbeit und eben ganz viel dicken Eiern in Form von traditionellem Heavy Metal hin und her pendelt. Der dritte Song „Där Allt Svunnet Är, Där Ingenting Är Allt“ ist solch ein Paradebeispiel, ein definitiver Hit der Platte und aus meinen Black Metal Playlisten nicht wegzudenken! Wahnsinn.

Der absolute Oberkracher folgt allerdings später noch mit „Natt Utan Slut“. Was die Jungs hier in knapp 4 Minuten abreißen ist einfach unfassbar. Flirrendes Riffing, unbändiger Groove, immer wieder diese fein eingestreuten Heavy Metal Anleihen, ein Black Metal Refrain zum Niederknien und als wäre das nicht schon genug, kommt dann noch dieser wahnsinnige, fast epische Mittelteil. Was für eine gnadenlos schwarze Hymne. Definitiv einer der besten Black Metal Songs, die jemals geschrieben wurden. Ganz große Kunst!

Diese Platte ist in ihrer Art, ihrem Sound und in ihrem kompletten Wesen so dermaßen eigenständig, sodass überhaupt keinerlei Vergleiche zu ähnlich gelagerten Bands gemacht werden können. Hier herrscht Songwriting in absoluter Perfektion. Wer Black Metal immer als eintönig, langweilig und ideenlos abgetan hat, der wird mit „Apokalypsens Ängel“ definitiv eines Besseren belehrt!

Apropos Sound. „Apokalypsens Ängel“ wurde 1999 in den „Abyss Studios“ aufgenommen und bildet in einer Zeit, in der alle Produktionen aus diesem Hause nahezu identisch klangen, eine erfrischende Abwechslung und darf somit völlig zurecht von sich behaupten, wohl als einzige Tägtgren Produktion überhaupt nicht danach zu tönen. Der Klang der Platte ist dennoch enorm druckvoll ausgefallen, aber eben auch Black Metal typisch recht höhenlastig. Allein dieser unfassbar geniale Gitarrensound, der irgendwo zwischen Ultrafett, sehr komprimiert und Rasierapparat anzusiedeln ist, macht diese Scheibe zu einem absolut einzigartigen, völlig wertvollen und wunderbaren Juwel.

Diese Scheibe sollte in jeder halbwegs gut sortierten Black Metal Sammlung heimisch sein. Wenn nicht, dann ist dieser schwerwiegende Fehler unverzüglich auszubügeln! 

Anspieltipps: „Där Allt Svunnet Är, Där Ingenting Är Allt“ und „Natt Utan Slut“




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