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AUTOPSY – Live In Chicago (2020)

(6.591) Maik (8,2/10) Death Metal


Label: Peaceville
VÖ: 30.10.2020
Stil: Death Metal

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Eine der ältesten Ikonen des Death Metal ist definitiv Chris Reiferts Abriss Birne AUTOPSY. Diese Band ist nun auch schon drei Dekaden unterwegs, und hat zu diesem Anlass nun auch mal ein Live-Album herausgebracht. Der erste offizielle Konzertmitschnitt dieser Combo bietet dann auch alles, was das Deather-Herz begehrt. Schlicht „Live In Chicago“ betitelt, anstatt mit schwülstigen Wortkonstruktionen wie „Killogy“ oder „Livemassacre“ herumzuposen, schreddern die alten Schlachtrösser auf selbiger Schepperkachel ihre spezielle Art des Todesmetalls ebenso schnörkelfrei in die Wände des Reggie’s Rock Club.

AUTOPSY waren ja immer etwas anders als andere Death Metal-Bands. Was vor allem auch am Sound lag, der stets brutal knochentrocken rüberkam. Das wiederum gründete in der Tatsache, dass Schlagwerker Chris auch für die Vokills zuständig war und ist, und das ergibt nun mal einen rohen, aber nichtsdestotrotz mitreißenden Sound. Die Mucke war, trotz technischen Könnens der Musiker, auch immer recht räudig und morbide angelegt. Also, wo Bands wie CANNIBAL CORPSE mit chirurgischer Präzision die Skalpelle flitzen ließen, haben AUTOPSY mit dem groben Fleischhacker operiert. Und das hat den Charme der Band immer ausgemacht. Gut, 30 Jahre sind eine Hausnummer, wenngleich die Hälfte der Zeit die Band in irgendeiner Gruft vor sich hingammelte, und gehört ordentlich gefeiert. Zum Beispiel eben mit einer Live-Scheibe.

Den Einstieg bieten sie auch gleich mit dem Titeltrack ihres Debutalbums  „Severed Survival“, und sofort fällt auf, dass der Livesound den Charakter der Mucke recht gut herüberbringt. Da ist kein Soundmatsch und keine Lautstärkeschwankung zu hören. Als zweites kommt dann auch gleich „Twisted Mass Of Burnt Decay“ daher, und präsentiert die Band in ihrer schleifend-morbiden Variante. Gleichwohl haben AUTOPSY ja immer treibende Riffgewitter, Uffta Uffta- Parts und langsame, schleppende Fleischwölfe zu einem besonderen Sound zusammengemixt. Und diese Mischung kommt auf diesem Livealbum sehr gut zum Tragen. Das Konzert fand am siebten März 2020 statt, also echt kurz vor Lockdown, womit die Band ein grandioses Timing bewies. Okay, natürlich war da auch Glück im Spiel. Aber das kann man ja eh immer gebrauchen.

Nun, abschließend muss ich sagen, obwohl ich nicht so der große Freund von Livealben bin, ist den Krachmaten von AUTOPSY hier ein recht feines Metzelscheibchen gelungen, welches das Schaffen der Band gebührend würdigt, und auch produktionstechnisch nichts zu meckern bietet. Die Band offenbart Spielfreude und wirkt auch sonst recht frisch, sind also keineswegs „Ridden With Disease“, obwohl selbiger Song recht prophetisch in der Setlist enthalten ist. Und da Livemusik dieses Jahr wohl eh größtenteils als Streaming oder eben als Veröffentlichung von Liveplatten möglich ist, dürfte „Live In Chicago“ eine nette Zwischenmahlzeit für die Deathmetaller darstellen, zumindest, bis AUTOPSY ihren nächsten Longplayer in die Metzgertheke stellen.

Die Scheibe kommt als CD, als Gatefold-Doppel-LP und in digitaler Form passend zu Halloween heraus, also Scheibe auflegen, Mett(zel)brötchen und Bier servieren, und die Matte kreisen lassen!

Anspieltipp: „In The Grip Of Winter“ und „Gasping For Air“


Bewertung: 8,2 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Severed Survival
02. Twisted Mass Of Burnt Decay
03. Disembowled
04. Ridden With Disease
05. In The Grip Of Winter
06. Arch Cadaver
07. Fleshcrawl
08. Torn From The Womb
09. Embalmed
10. Gasping For Air
11. Voices
12. Maggots In The Mirror
13. Burial
14. Critical Madness
15. Service For A Vacant Coffin
16. Pagan Saviour
17. Charred Remains
18. Fuck You




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