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DEAD HEAD – Slave Driver (2022)

(7.764) Maik (8,0/10) Thrash Metal


Label: Hammerheart Records
VÖ: 29.04.2022
Stil: Thrash Metal






Wenn es darum geht, europäische Thrash Bands der Achtziger aufzuzählen, kommt definitiv nur bei den eingefleischtesten Szenemogulen der Name DEAD HEAD ganz oben in die Rankings. Und dabei ist das niederländische Krachorchester schon seit 1989 unterwegs und hat auch schon einiges an Veröffentlichungen vorzuweisen.

Gut, dass Anfang der Neunziger alles nur noch nach Death Metal gegiert hat, dürfte ein Grund dafür sein, dass der Band die Anerkennung versagt wurde, die Bands wie KREATOR oder DESTRUCTION mit der linken Hand einsackten. DEAD HEAD haben zwar immer leichte Death-Anleihen verbraten, aber die Hauptangriffsfläche stellte und stellt eben immer der Thrash dar. Vielleicht lag es auch an der nicht wirklich holperfrei zu nennenden Bandgeschichte, einschließlich diverser Besetzungswechsel, dass die Band nie so richtig in die vorderen Linien rückte.

Doch all das hat die Knaben nicht dazu bringen können, die Flinte in die Tulpen zu werfen und fürderhin Holzschuhe zu schnitzen. Demzufolge beglücken DEAD HEAD nun mit „Slave driver“, dem siebten Album der Bandgeschichte, die dem Genickmuskeltraining frönenden Thrasher. Und da geht es ziemlich ab.

Und wer der Meinung ist, KREATOR würden ihrem einstigen Status nur noch hinterherlaufen, oder wer den einstmals unerreichbaren SLAYER nachtrauert, sollte mal seine Lauschlappen in Richtung DEAD HEAD justieren.

Denn teilweise klingt das fast so, als wäre Mille (zu „Extreme Aggression“- Zeiten) mal eben bei SLAYER eingestiegen. Vielleicht noch eine Schippe SADUS obendrauf, und das Ganze im klassischen Thrashmodus gehalten. Das heißt, es gibt entweder heftig rasend auf die Zwölf oder wuchtig groovig im Midtempobereich in die Magengrube. Dazu werden, außer den gewaltigen Riffs auch immer wieder gnadenlose Soli aus den Elektroäxten hervorgezaubert, deren sich das King/Hannemann-Gespann nicht zu schämen bräuchte.

Gut, teilweise wirkt die Sache etwas hektisch, wie der Song „Fear Scraper“, der mit ein paar unnachvollziehbaren Breaks einherkommt, aber insgesamt haben die holländischen Totenschädel ein sauberes Stück traditionellen Thrash Metals in die Fußmatte gebrannt, der zumeist echt davonpreschend unterwegs ist, aber nicht in bloße Raserei ausartet. Das verhindern schon die zahlreichen Midtempoparts, die es dem Mosher gestatten, ab und an einen Schluck vom isotonischen Hopfensmoothie zu nehmen, um die verlorenen Elektrolyte wieder aufzutanken.

Wer im klassischem Thrash der Marke KREATOR, SLAYER und ähnlich getakteten Thrashflegeln sein musikalisches Mekka sieht, sollte dem neuen Album „Slave driver“ der niederländischen DEAD HEAD unbedingt sein Ohr leihen.

Anspieltipp: „Acolyte“ und „Parabellum“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Acolyte
02. Grim Side Valley
03. Frequency Illusion
04. Southfork
05. Drawn Into The Wire
06. Polar Vortex
07. Grooves Of Envy
08. Parabellum
09. Fear Scraper
10. Horror Of Hades



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