A-D

DEAF AID – Hellgate (2023)

(8.370) Maik (8,2/10) Death Metal


Label: DIY
VÖ: 05.05.2023
Stil: Death Metal






Definitiv nichts für Hörgeschädigte ist das neue Album von DEAF AID, denn wenn die Ohrwatscheln nicht funzen, wäre das kontraproduktiv. Um dies zu verhindern, öffnen die Freiburger das Tor zur Hölle und präsentieren einen Strauss bunt schillernder Moderbatzen aus der Sparte räudig schleifender Death Metal. „Hellgate“ heisst das Gerät, und schon der erste Song lässt mich an fauliges NECRONY- Gemetzel denken, und im zweiten Gedanken winkt die brachiale Walze von BOLT THROWER aus dem Gebüsch.

Das bedeutet im Klartext, dass DEAF AID nicht im Geschwindigkeitsrausch durch den Sumpf preschen, sondern zumeist das Midtempo beackern. Zumeist, denn ab und zu wird schon mal das Gaspedal kurz durchgetreten und verbreitet eine wohlige Grindcore („Gutas“) - bis Thrash („Let The Infidel Rot“) - Atmosphäre. Doch in den meisten Fällen herrscht das die gemächlich marodierende Todeswalze.

Der dadurch erschaffene schleifend morbide Modersound wird noch durch den Gesang von Marc verstärkt, der ein wenig wie ein tiefergelegter Martin Matzak klingt. Regelrecht melodische Einschübe wirken eher verstärkend auf das Gewirk, und der insgesamt recht dichte Soundteppich wird einem regelrecht um die Ohren geflappt.

Textlich werden grösstenteils unerfreuliche Phänomene der menschlichen Gesellschaft aufgegriffen, wie in „Reign Of Retards“ oder „Harbinger Of Death“, welches u.a. die Pandemie, während der die meisten Songs entstanden sind, thematisiert. Doch auch Freunde gediegenen Horrors kommen beim Song „Inner Nightmare“ nicht zu kurz. Der Song zieht mit etwas schnellerer Ausrichtung zum Ende der Scheibe noch mal eine ordentliche Schneise. Böse sägende Gitarren, gelegentliches Uffta Uffta- Gebretter geben noch mal ordentlich Gas.

Das Album wurde in den Iguana Studios von Christoph Brandes gemastert, der dem Gerät einen ordentlich fetten Sound verpasst hat, der erdig und authentisch jklingt und den Gesamteindruck nicht durch Überproduktion verwässert.

Anspieltipp: „Inner Nightmare“ und „Let The Infidel Rot“


Bewertung: 8,2 von 10 Punkten


TRACKLIST:

01. Reign Of Retards
02. T.O.T.
03. Ausgeburt
04. Gutas
05. Let The Infidel Rot
06. Harbinger Of Death
07. Hellgate
08. Inner Nightmare



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