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EMERALD SUN – Kinggdom of gods (2022)

(7.601) Maik (8,0/10) Power Metal


Label: El Puerto Records
VÖ: 28.01.2022
Stil: Power Metal

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Auch schon über zwei Jahrzehnte lang treiben die griechischen Power Metaller EMERALD SUN ihr (Un)wesen in der rockenden Gemeinde. Allerdings ist mir die Band, die mit „Kingdom Of Gods“ heuer ihr bereits sechstes Studioalbum raushaut, bisher noch nicht vor den Trichter gerutscht.

Klassischer, episch angesetzter Power Metal: das ist die Spielwiese, auf der sich die fünf Hellenen tummeln. Und das bedeutet, auf musikalischer Seite heroisch anmutende Vocals und Chöre, während es textlich einmal mehr um Götter, Helden und epische Schlachten geht. Gut, so wirklich neu ist das Konzept ja nicht, allerdings muss man EMERALD SUN zugestehen, diese ganze Geschichte recht glaubhaft musikalisch zu untermauern. Auf allzu übertriebenen Bombast wird nicht gebaut, eher lassen die Kollegen Melodien sprechen, die sofort ins Ohr gehen und mitreißen.

Natürlich rutscht beim Thema epischer Power Metal der Name MANOWAR recht schnell in die Denkmurmel, wobei allzu starke Parallelen vermieden werden. Der ruhige Part im Mittelteil von Heroes On The Rise, das galoppierende Riffing/Drumming und der doch recht gut hörbare Bass in Verbindung mit den hymnischen Gesängen lassen zwar erkennen, dass die Bande um Joey DeMaio einflusstechnisch nicht ganz außen vor waren, allerdings sehe ich teilweise eher Parallelen zu teutonischen Bands wie HELLOWEEN. Auch starke Anklänge traditioneller Metallurgie sind zu erkennen, wie eben in „Hellbound“, dessen Chorus etwas an RUNNING WILD erinnert, aber auch Spuren der NWOBHM offenbart.

Epische Chöre, die an diverse Genrekollegen aus Italien erinnern, offenbart „Legion Of Doom“, allerdings ohne den zu erwartenden Synthesizeroverkill. Klar, irgendwo im Hintergrund hört mal die Tastenklapparatur, aber eben im Hintergrund, und nicht permanent in der ersten Reihe.

Natürlich erklimmen die Hellenen keinen neuen Gipfel des metallischen Olymps und setzen ihren Sound eher aus altbekannten Elementen zusammen. Das kommt dann alles auch noch in recht entspannter Weise, und lässt ein wenig die Hits vermissen, die einen sofort am Kragen packen. Gerade das Stück „Gaia (The End Of Innocence)“ und auch der Titelsong kommen doch recht bieder daher. Dafür bricht „Raise Hell“ etwas aus der Gesamtschiene aus und präsentiert sich auf recht rockige Weise, obwohl der Sänger da wohl ein wenig an seine Grenzen stößt.

Insgesamt ein recht nettes Power Metal-Album, welches sich traditioneller Machart befleißigt, ganz gut ins Ohr rutscht und für gute Laune sorgt. Mangelnde Originalität wird durch gutes Gespür für eingängige Songs und Spielfreude ausgeglichen. Für meinen Geschmack dürfte es ab und an etwas stärker auf die Glocke geben, das ist in einigen Aspekten etwas zu glattgebügelt. Besonders das abschließende „Where Warriors Belong“ könnte ein wenig mehr Druck vertragen. Dennoch müssen sich EMERALD SUN keineswegs hinter anderen Epigonen des episch/hymnischen Power Metals verstecken.

Anspieltipp: „Legion Of Doom“ und „Raise Hell“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Book of Genesis
02. Heroes of the rise
03. Hellbound
04. Legions of doom
05. Gaia (The end of innocence)
06. Kingdom of gods
07. Raise hell
08. The hunter
09. We will die on our feet
10. Where warriors belong



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