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GRABUNHOLD – Heldentod (2021)

(6.791) Maik (8,0/10) Black Metal


Label: Iron Bonehead Records
VÖ: 22.01.2021
Stil: Black Metal

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Wenn sich eine Black Metal Band GRABUNHOLD nennt, zimmert das Uneingeweihten sicher zuerst einmal ein hämisches Grinsen auf die Visage. Wenn man dann aber sieht, dass sich besagte Band als lyrisches Thema „Herr Der Ringe“ erwählt hat, macht die ganze Sache plötzlich Sinn. Nun hat das Tolkiensche Epos ja schon einige Bands inspiriert, jedoch hat es bei vielen auch nur für den Bandnamen gereicht. GRABUNHOLD jedoch widmen sich dem Werk auch in den Texten.

Das Album beginnt mit einem Wolkenbruch. Nämlich dem „Wolkenbruch Über Amon Sul“. Gewitterklänge und Regen lassen einen zunächst an ein Intro denken, doch schon bald brettert schwarzmetallisches Riffing durch Mittelerde und ein typisch harscher Gesang krächzt seine Lyrics in den Schlund von Moria. Das kommt schon mal ganz gut, wenngleich ich den Klargesangspart nicht ganz so gelungen finde. Die „Hügelgräberhöhen“ werden durch gruselige Stimmen der uralten Toten eingeleitet, bevor der Black Metal recht melodisch, aber nicht weniger gruselig einherscheppert. Dazu der kurz vorm Überkippen scheinende Gesang, der sich gut zur Gesamtatmosphäre addiert.

„Trommeln in der Tiefe“ ist eher ein Zwischenstück mit Sprechgesang, düsteren Bläsertönen und, ja, eben Trommeln. Da fühlt man sich irgendwie, als wäre man selbst in Moria, und gleich würden Horden von Orks und Höhlentrollen auf einen einstürmen. Das geschieht dann in Form von „Flammen und Schatten“, der allerdings etwas abfällt, meiner Meinung nach. „Morgenröte am Pelennor“ wartet mit epischen Chören über nicht weniger epischem Riffing auf, und „Fangorns Erwachen“ kommt für Ent-Verhältnisse recht hastig einher. Und nachdem die Band „In Tiefen Verliesen“ geschmachtet hat, geht sie mit „Der Einsamkeit letzter Streiter“ zurück in die Schlacht. Man sieht, dass GRABUNHOLD sich eher den dunklen Aspekten des „Herrn der Ringe“ widmet, was für Black Metal allerdings auch in Ordnung ist.

Musikalisch wird klassischer Black Metal gezockt, mit allen notwendigen Trademarks. Ohne Synthieorgien, ohne Schnörkel, einfach dreckig und voll auf die Zwölf, jedoch nicht ohne dem Werk angemessene epische Melodien einzupassen. Die Songs wirken teilweise etwas in die Länge gezogen, aber das Tolkiensche Werk ergeht sich ja auch nicht in schnelllebiger Kurzweil. Der in deutscher Sprache gehaltene Gesang fügt sich in den Gesamtsound recht gut ein, mir scheint auch, dass da etwas Hall unterlegt ist.

Man kann nicht sagen, dass sich hier ein Meilenstein des Schwarzmetalls entwickelt hat, jedoch ist es heutzutage doch recht fein, wenn sich eine Band an den Wurzeln dieser Musik orientiert, ohne sich in bombastische Gefilde zu begeben, oder den unseligen Post Black Metal zu zelebrieren. Natürlich ist hier noch nicht alles ganz rund, und es gibt die eine oder andere Ecke, die nicht ganz so fett reinläuft, aber für ein Debut- Album geht der Silberling allemal in Ordnung.

Anspieltipp: „Wolkenbruch Über Amon Sul“ und „Morgenröte Am Pelennor“


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Wolkenbruch über Amon Sul
02. Hügelgräberhöhen
03. Trommeln in der Tiefe
04. Flammen und Schatten
05. Morgenröte am Pelennor
06. Fangorns Erwachen
07. In tiefen Verliesen
08. Der Einsamkeit letzter Streiter




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