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INTRANCED – Muerte Y Metal (2024)

(8.978) Maik (8,2/10) Heavy Metal


Label: High Roller Records
VÖ: 07.06.2024
Stil: Heavy Metal






Tod und Metal. Das ist die Übersetzung des Titels „Muerte Y Metal“ der kalifornischen Metaller von INTRANCED. Das klingt zunächst recht düster und morbide. Doch hört man sich die Mucke auf dem Debütalbum der erst seit 2022 bestehenden Combo an, wird man gleich von einer Welle der Lebensfreude überrollt, auf der INTRANCED auch gleich passend zu ihrer Herkunft lossurfen.

Ein flottes, lockeres Scheibchen in der Schnittmenge von Heavy Metal und Hard Rock. Bei den spanisch gesungenen Songs wird man ein wenig an die Iberer von BARON ROJO erinnert, ansonsten gibt es eine ordentliche Mischung aus US- Metal der Marke MALICE, QUIET RIOT oder TT QUICK und NWOBHM, gepaart mit einem ordentlichen Schwapp aus der klassischen Hardrock- Kanne der Marke DEEP PURPLE, URIAH HEEP und Co.

Bei „Passionate Pretender“ fühle ich mich an frühe JUDAS PRIEST erinnert, zu Zeiten zwischen „Sin After Sin“ und „Stained Class“.

Das sonnige Gemüt von an der kalifornischen Küste herumlungernder Typen und Typinnen klingt aus fast jeder Note, die aus dem alten Kassettenrecorder strömt, um die Popper zu vergraulen. Dabei wird es mal entspannt, aber auch mal ruppig, wie im Song „Fantasy“.

INTRANCED bemühen sich nicht um aufgesetzte Innovation, moderne Einflüsse gehen ihnen meilenweit am Surfbrett vorbei und die Originalität hat der Hai gefressen. Doch macht gerade diese unbeschwerte Art, Metal zu zocken, den Charme dieser Platte aus. Bei der Mucke keine gute Laune zu bekommen, ist schier unmöglich, und selbst suizidgefährdete Personen halten inne, um zumindest die Scheibe zu Ende zu hören.

Und wer bei Partyhits wie „I Dunno Nothin‘“ ohne irgendeine Regung stumpf brütend dahockt, sollte sich eh mal auf noch vorhandene Vitalfunktionen checken lassen. Und wer es auch mal getragener möchte, dem sei der Titelsong ans Herz gelegt, der sich so zwischen Powerballade und Midtempostampfer durchschlängelt.

Gut, diesem einminütigen Gewitter namens „Entra La Tormenta“ einen eigenen Titel zu spendieren, ist eine etwas merkwürdige Idee. Den hätte man auch in das folgende „Lady Lightning“ integrieren können, was zumindest thematisch naheliegt. Die obligatorische Ballade stellt „See You On The Other Side“ dar, bei der man auch ein wenig sentimental vor sich hinträumen kann, während die Sonne über dem Meer untergeht, und einem eine neue Pina Colada gereicht wird. Vielleicht ein bisschen lang geraten, das Rührstück, aber nicht unnett.

Insgesamt macht das Album aber mordsmäßig Laune. Die involvierten Musiker verstehen ihr Handwerk, und auch der Sänger, der sich ein wenig als ALICE COOPER- Lookalike versucht, verleiht der Mucke eine kräftige, vielseitige Stimme. Wer noch eine geeignete Beschallung für die nächste sommerliche Grillparty sucht, kann mit dieser Scheibe nix falsch machen.

Anspieltipp: „Switchblade“ und „Fantasy“


Bewertung 8,2 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Reyes De Las Tinieblas
02. Switchblade
03. Fantasy
04. I Dunno Nothin‘
05. Muerte Y Metal
06. Entra La Tormenta
07. Lady Lightning
08. Pulse
09. Passionate Pretender
10. See You On The Other Side



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