CD-Reviews K-M

KING BAAL – Conjurements (2021)

(6.775) Olaf (3,5/10) Symphonic Doom Metal


Label: Wormholedeath Records
VÖ: 29.01.2021
Stil: Symphonic Doom Metal

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Ich bin immer verwundert, erstaunt und manchmal auch verärgert über die Nachlässigkeit einer Newcomer Band, im Internet ein paar Informationen bereitzustellen, damit man vielleicht in purer Vorfreude auf die Play-Taste drückt…oder wie im Falle von King Baal vor erschreckenden Spätfolgen gewarnt wird. Aber der Reihe nach.

Nach längerer Recherche fand ich heraus, dass die Symphonic Doom Metaller Portugal ihre Heimat nennen, dies das erste Album ist und nach dem einmaligen Durchhören unter Schmerzen auch hoffentlich das letzte sein wird. Ich muss allerdings ein wenig differenzieren, denn musikalisch haben die drei Männer richtig was auf der Pfanne, riffen richtig gut in die Botanik und haben ein gutes Gespür für Melodien, was beim instrumentalen Opener auch deutlich herauszuhören ist. Hätte die von Bandleader Narciso Monteiro selbst produzierte Scheibe ein wenig mehr Druck, wäre das richtig geil, was die Iberer hier anbieten. Doch bereits beim zweiten Song „The grand judgement“ offenbart sich das schiere Grauen, denn Joana Carvalho fängt an zu trällern, was so entsetzlich furchtbar ist, dass ich das Wort „entsetzlich“ dreimal neu schreiben musste, da es mich schüttelte und ich somit die korrekte Schreibweise ums Verrecken nicht hinbekam. Ja, ich habe generell was gegen Trällerlesen-Mucke, doch was diese Lerche hier abliefert, klingt mehr nach Nachtigall mit Keuchhusten oder überfahrenen Grottenolm.

Vollkommen neben der Spur, schief, nicht zur Musik passend scheint die Dame fälschlicherweise anzunehmen, sie könne singen, was ich hier mit Vehemenz ins Reich der Fabeln verweisen muss. Jeglicher Ansatz von guter Musik wird mit einem schiefen hohen-C Thanos-like zerschmettert. Ich muss zugeben, dass mein anfängliches Entsetzen irgendwann einem brutalen Lachanfall wich, denn das kann doch nie und nimmer ernst gemeint sein, oder? Wenn ja, ist King Baal eine äußerst kurze Bandgeschichte zu prognostizieren. Allerdings wäre mit einer vernünftigen Aktrice am Mikro durchaus noch was zu retten, denn wie bereits erwähnt können die Portugiesen musikalisch durchaus überzeugen…wenn da nur nicht der stimmliche Elefant wäre, der durch den akustischen Porzellanladen wütet und dabei randaliert, wie einst Mario Basler, dem man nach dem Spiel seine Fluppen weggenommen hat.


Bewertung: 3,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Pseudomonarchia Daemonum
02. The grand judgement
03. Fragments
04. Immortality
05. Solomon’s arrival
06. Let’s murder together
07. Touched by the kiss of Lucifer
08. Geradiel




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