CD-Reviews K-M

LEAVES‘ EYES – The Last Viking (2021)

(7.387) Maik (8,7/10) Symphonic Metal


Label: AFM Records
VÖ: 17.09.2021

Stil: Symphonic Metal

 

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Nunja, da ich ja nicht so der Fan sinfonischen Metals bin, ist die in diesem Sektor tätige Band des ATROCITY- Masterminds Alexander Krull, LEAVES‘ EYES, bisher nicht in meinen Dunstkreis gesegelt.

Das Album kam ja ursprünglich schon 2020 heraus, und erblickt nun als aufwändiges Mediabook erneut das Licht der Laserabtaster.

Zugegebenermaßen hatte ich nicht besonders große Erwartungen, als ich das hier vorliegende Werk eingelegt habe. Werk trifft es nämlich schon mal genau. Denn die mir vorliegende Promo besteht aus nicht weniger als drei CDs. Die reguläre „The Last Viking“- Platte zum einen, und zum anderen gibt es auf der zweiten CD Instrumentalversinen aller Songs, bei denen, bis auf die Chöre, auf Gesang verzichtet wird.

Das klingt dem einen oder anderen vielleicht komisch, aber die Songs wirken so noch einmal völlig anders.

Als dritte CD gibt es noch Soundracks, die wohl mit der dreiteiligen YouTube- Doku „Viking Spirit“ zu tun haben.









Diese ist, nebenher gesehen, auch recht interessant. Ich wusste gar nicht, dass der Alex im Viking- Reenactment unterwegs ist. Man lernt eben immer noch dazu. Jedenfalls, wer Interesse hat, und sich das Mediabook von „The Last Viking“ zulegt - da ist diese Doku als DVD enthalten.

Gut, viel Geschwafel meinerseits, aber ich fand, es wäre angebracht, hier etwas weiter auszuholen. Denn da das Album ein Wikingerkonzept beinhaltet, sollte man darauf hinweisen, dass hier keine Klischees gepflegt werden, sondern echte historische Fakten zugrunde liegen.

„The Last Viking“ ist somit recht weit entfernt von MANOWARschem Fantasystoff, und dient sich auch nicht gewissen Fernsehserien an, in denen stylisch gekleidete „Wikinger“ mit Hipsterfrisuren und Augenmake-Up fröhliche Urständ feiern.

Natürlich beißt sich der Soprangesang ein wenig mit der Wikingerthematik, allerdings ist der Bombast recht episch, und einige Songs, wie eben „Chain Of The Golden Horn“, hat auch eine gewisse Folk-Metal-Note. Auf ständiges „Odin“ und „Thor“- Geschrei muss man ebenfalls verzichten, denn als Konzept liegt dem Album das Leben und der Tod des Wikingerkönigs Harald III. Hardråde zugrunde, der 1066 fiel, also zu einer Zeit, die gemeinhin als das Ende der Wikingerära angesehen wird, und in welcher die Nordmänner fast vollständig zum Christentum konvertiert waren.

Aber nun mal zur Musik. Die Arrangements sind großartig, und recht hymnisch angelegt, die Chöre wirken majestätisch und der Soprangesang harmoniert super mit den harten Gitarrenriffs und den Growleinsätzen von Alexander. Das ganze Album ist ziemlich vielschichtig und läßt Legionen anderer Epicmetaller weit hinter sich.

Die orchestralen Parts werden immer wieder von treibenden Riffs oder Folk- Elementen aufgelockert, was dem Album eine gewaltige Dichte verleiht. Das kommt vor allem auch bei Songs wie „For Victory“ zum Tragen, der mein persönlicher Favorit ist. Da, und auch bei anderen Tracks, werden dann schon mal traditionelle Instrumente in den Sound integriert, Die involvierten Musiker sind allesamt Meister ihres Faches, und die Sängerin weist jeden, dem nun das Wort „Trällerelsenmetal“ in den Sinn kommt, in seine Schranken.

Natürlich ist der operettenhafte Gesang nicht jedermanns Sache, und auch ich könnte mir sowas nicht ständig anhören, aber zumindest hat die Dame eine tragende Stimme und piepst nicht ziellos im Gelände herum.

Und da Herr Krull auch langjährige Erfahrung als Producer auf seinem Konto hat, muss wohl nicht explizit erwähnt werden, dass auch der Sound des Albums einen förmlich zusammenbügelt, und der Epik der Songs zusätzliche Wucht verleiht.

Wie gesagt, LEAVES‘ EYES werden wohl auch in Zukunft nicht in den vorderen Reihen meiner Playlist auftauchen, dafür ist mir das ganze Ding doch etwas zu bombastisch und opulent. Aber ich muss auf jeden Fall zugestehen, dass „The Last Viking“ ein gewaltig- großartiges Werk ist, welches in keiner Epic-Symphonic-Metal-Sammlung fehlen sollte. Zudem imponiert mir der historisch korrekte Ansatz, der dem Album-Konzept zugrunde liegt.

Anspieltipp:  „Chain Of The Golden Horn“ und „For Victory“


Bewertung: 8,7 von 10 Punkten


Tracklist:

CD1:
01. Death Of A King
02. Chain Of The Golden Horn
03. Dark Love Empress
04. Serpents And Dragons
05. Black Butterfly
06. War Of Kings
07. For Victory
08. Two Kings One Realm
09. Flames In The Sky
10. Serkland
11. Varangians
12. Night Of The Ravens
13. The Last Viking
14. Break Into The Sky Of Aeon

CD2:
01. Death Of A King (instr.)
02. Chain Of The Golden Horn (instr.)
03. Dark Love Empress (instr.)
04. Serpents And Dragons (instr.)
05. Black Butterfly (instr.)
06. War Of Kings (instr.)
07. For Victory (instr.)
08. Two Kings One Realm (instr.)
09. Flames In The Sky (instr.)
10. Serkland (instr.)
11. Varangians (instr.)
12. Night Of The Ravens (instr.)
13. The Last Viking (instr.)
14. Break Into The Sky Of Aeon (instr.)

CD3: (Soundtracks)
01. Await One’s Storm
02. Galeids Of The Væringjar
03. Dread Hand’s Fame
04. Into The Depths Of Hell
05. Chain Of The Golden Horn
06. Land Of The Rus
07. The Golden Secret
08. Past Wide Plains
09. Death Of A King
10. Blazing Waters




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