CD-Reviews N-P

POWERTRYP – Midnight Marauder (2022)

(7.611) Maik (7,9/10) Heavy Metal


Label: Rafchild Records
VÖ: 01.02.2022
Stil: Heavy Metal

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Schon seit 2010 sind POWERTRYP aus Erlangen in der Stromgitarrenbranche unterwegs, haben es jedoch erst jetzt zu den Ehren eines Longplayers geschafft. Scheinbar hatte es die Band wohl auch nicht so eilig, die Welt mit von ihnen bespieltem Polycarbonat zu beglücken, denn einige der Songs auf diesem Album dürften schon etwas älter sein, gibt es doch beispielsweise vom Song „Bastet“ ein Live-Video auf YouTube, der schon sieben Jahre alt ist.

Der Fünfer aus Bavaria (Ja, in Bavaria, wo die Schafe selten Brillen tragen) zockt eine coole Melange aus traditionellem Heavy Metal. Und wenn ich traditionell sage, geht das ganz weit zurück in die Zeiten des NWOBHM und den ersten diesbezüglichen Wortmeldungen aus Germoney. Dabei allerdings eher Bands wie NOT FRAGILE als GRAVE DIGGER oder RUNNING WILD.

Einen guten Kontrast stellen dabei das harte Riffing und der doch zumeist entspannte melodische Gesang dar, der die Härtegrade von „Midnight Marauder“ im angenehmen Mittelfeld dieser Musiziersparte einreiht. Damit möchte ich allerdings keineswegs gesagt haben, dass die Mucke durchschnittlich wäre. Gut, einige Songs weisen ab und an gewisse Längen auf, insgesamt bietet die Band aber ein abwechslungsreiches Repertoire.

Sei es das hymnisch treibende „Here’s Control“, oder das mit düsteren Chören episch angehauchte „Chapel Of Steel“, dem eine gewisse Doom-Komponente innewohnt, oder eben das rockige „Hotter Than Hellfire“ mit den fast Melodic-Thrash-kompatiblen Riffs. Gerade die härteren Songs lassen mich öfter an METAL INQUISITOR denken, vor allem, weil der Gesang von Johannes Korda doch ab und an El Rojo erinnert, obwohl er bei den höheren Tonlagen ab und an eine kleine Spur danebenzuliegen scheint.

Aber das macht ja auch ein wenig den traditionellen Charakter solcher Mucke aus. Nun, da die Songs wohl in einer größeren Zeitspanne entstanden sind, sollte man das Debütalbum von POWERTRYP wohl eher als eine Art Best Of des bisherigen Musikschaffens betrachten, mit dem die Band schon mal auf sich aufmerksam machen möchte. Dies ist den Erlangern zunächst einmal recht gut gelungen, wenngleich dem Album doch ein wenig die Hits fehlen, und einige Songs nicht so hundertprozentig aus den Puschen kommen. Da fehlt teilweise noch etwas der Druck.

Für ein erstes Lebenszeichen also ganz ordentlich, aber es ist eben noch etwas Luft nach oben, was die Arrangements angeht. Auch könnte noch etwas Dampf hinter den Vocals der Band noch etwas Vortrieb geben, um ordentlich durchzustarten. Jedenfalls werde ich die Combo im Auge behalten, und mal schauen, was kommende Alben so bringen.

Anspieltipp: „Here’s Control“ und „Brothers In Speed“


Bewertung: 7,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Brothers In Speed
02. Doors Are Locked Now
03. By My Hand
04. Bastet
05. Here’s Control
06. Chapel Of Steel
07. Hotter Than Hellfire
08. Out Of Ashes
09. No Pride
10. Nail Your Prophet (Bonus)



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