CD-Reviews Q-S

ROLO TOMASSI – Where myth becomes memory (2022)

(7.607) Olaf (10/10) Math- / Jazzcore


Label: MNRK
VÖ: 04.02.2022
Stil: Math- / Jazzcore

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Ich muss hier ehrlicherweise meine Unkenntnis bezüglich der hier reviewten Band zum Ausdruck bringen, denn bis vor kurzem hielt ich Rolo Tomassi für eine Rock Truppe aus Italien, anstatt mal näher reinzuhören um festzustellen, um was für eine abartig geile Band es sich hier handelt, die statt vom Stiefel am Mittelmeer aus der ehemaligen englischen Stahlhochburg Sheffield stammt und mich mit ihrem bereits sechsten Album „Where myth becomes memory“ komplett aus den Crocs geballert hat, denn solch eine Musik bekommt man selten zu hören.

Aber wie soll man das Gesamtkonstrukt am besten beschreiben? Gibt es überhaupt eine Kategorisierung für diese Art von Musik? Nein, definitiv nicht, denn es gibt verschiedene Jazz Elemente, gerade von Schlagzeuger Tom Pitts und so unfassbar viele Facetten der harten Musik, die hier zu einem komplett neuen Stil zusammengeschraubt werden. Kann man das alles greifen oder sogar begreifen?

Komischerweise ist dieses konstruierte Chaos zu jeder Zeit nachvollziehbar, lässt im Kopf Bilder entstehen, bei denen man herrlich abschalten oder sogar durchdrehen kann.

Hauptgrund hierfür ist Frontfrau Eva Spence, die auf der einen Seite so gefühlvoll singen kann wie die selige Dolores O’Riordan, so dass man in den dargebotenen Gefühlen ertrinken möchte, auf der anderen Seite so infernalisch keift, dass man die hübsche Britin jederzeit in einer brachialen Black Metal Band platzieren könnte. Krass? Ja, auf jeden Fall und das ist es, was Rolo Tomassi so unfassbar spannend macht.

Jeder Song steht für sich, zeichnet ein anderes Bild, bildet ein anderes Konstrukt und nimmt einen mit auf eine Reise durch die Weiten des Unterbewusstseins. Groove, Härte, Melancholie, Traurigkeit…alles auf einem Album vereint. So brachial, so zerstörend, so wunderschön und schon jetzt kaum mehr vom Platz Eins meine Jahrescharts zu verdrängen.

Rolo Tomassi haben mit diesem Album im Bereich der harten, experimentellen, tiefgreifenden und bewegenden Musik die mit Abstand dicksten Cojones im gesamten Business. Eva Spence möge mir diesen Begriff verzeihen…


Bewertung: 10 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Almost always
02. Cloaked
03. Mutual ruin
04. Labyrinthine
05. Closer
06. Drip
07. Prescience
08. Stumbling
09. To resist forgetting
10. The end of eternity



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