CD-Reviews T-V

THE THREE TREMORS – Guardians Of The Void (2021)

(7.505) Maik (9,0/10) Heavy Metal


Label: Steel Cartel Records
VÖ: 03.12.2021

Stil: Heavy Metal

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Ich möchte mich hier nicht über die Vorgeschichte dieses Projektes auslassen, das habe ich beim Review des Vorgängeralbums schon ausgiebig getan. Wer es dennoch noch mal lesen will, kann sich gern durch Klick auf unten stehenden Link informieren. Nun steht also das zweite Album der drei Gesangsakrobaten in den Regalen, und was soll ich sagen, hier brennt ordentlich der Bär.

Schon der Opener „Bone Breaker“ ist eine gewaltige Metalgranate, die nicht nur drei exzellente Sänger präsentiert, sondern auch Gitarrenriffs ins Gebälk nagelt, derer sich Axtlegenden wie Tipton/Downing nicht zu schämen bräuchten. Besonders, wenn der Ripper singt, fühlt man sich doch stark an PRIEST erinnert. Gut, für einen Opener sind über sechs Minuten vielleicht etwas ausufernd, aber das ist Meckern auf höchstem Niveau.

Mit dem nun folgenden Titelstück setzen die Knaben noch einen drauf. Ebenfalls gnadenlos treibendes Riffing, und die Vokalisten gehen hier allesamt over the top. Die eskalieren ja richtig. Das geht mit dem etwas entspannteren „Kryptonian Steel“ weiter, der zudem auch noch einen Ohrwurm-Chorus ins Ohr schraubt. Der Song klingt irgendwie wie eine Mischung aus JUDAS PRIEST und AGENT STEEL.

Mit diesem Anfangstrio haben die drei Tremoren schon mal ein Statement abgegeben. Nun kann man es etwas lockerer angehen, und so beginnt „Crucifier“ eher ruhig und getragen, entpuppt sich aber als veritable Metalhymne der klassischen Art. „I Can’t Be Stopped“ hat dann wieder veritable Speed-Qualitäten mit starkem PRIEST-Feeling, während „Frailty“ eher im Midtempobereich agiert. Der Song ist dann nicht ganz so überragend und wirkt etwas austauschbar.

Spätestens bei „Operation Neptune Spear“ fllt auf, dass es die drei Gesangsgötter mit den Falsett-Screams ein klein wenig übertreiben. Da hätten sich die Knaben vielleicht ein bisschen zurücknehmen sollen, denn dadurch werden die vielen geilen Riffs ein wenig in den Hintergrund geschoben. Aber auch dies ist, wie schon gesagt, Gemecker auf Ebene 666.

Teilweise recht doomig gebärdet sich „Chained To The Oar“, zumindest vom Riffing her, während der Strophengesang teilweise an IRON MAIDEN erinnert, mit einer kleinen Spur CANDLEMASS. Dafür beginnt „Catastrophe“ mit einem veritablen BLACK SABBATH- Riff. Auch hier wieder eine leichte MAIDEN- Parallele.

„Wickedness And Sin“ wirkt teilweise etwas zerfahren und chaotisch, dafür ist „Fall Of Rome“ wieder ein cooler Rocker, bei dem meine Rübe sich von alleine in Nickbewegungen begibt. „War Of Nations“, der Abschluss des Albums , schippert dann wieder stark im PRIEST- Fahrwasser.

Alles in allem geht hier ganz schön die Luzie ab, jedoch habe ich ein wenig den Eindruck, daß nach dem anfänglichen Hat-Trick ein wenig die Luft heraus war, und der Rest teilweise etwas absinkt. Durch die Vocals vom Ripper, und denen der ähnlich agierenden Kollegen Peck und Conklin sowie die Gitarrenarbeit sind natürlich starke Parallelen zu JUDAS PRIEST vorhanden, was mir persönlich natürlich reinläuft wie ein gutes Bier.

Andere, die den PRIESTern nicht ganz so hündisch ergeben sind wie ich, würden eventuell ein wenig Eigenständigkeit vermissen. Es braucht wohl nicht erwähnt zu werden, daß allein vom musikalischen Können hier absolute Spitzenware geklöppelt wird. Natürlich liegt das Hauptaugenmerk der Kompositionen auf den Gesangsleistungen der drei Tremoren, was zeitweise etwas penetrant wirkt. Manchmal hat man den Eindruck, die drei wollen sich gegenseitig übertrumpfen.

Das nimmt den Gitarren teilweise etwas Luft und somit muss ich hier, rein objektiv, ein paar Abstriche machen. Obgleich hier wirklich eine super Arbeit abgeliefert wurde, das muss man zugestehen. Wäre der Rest des Albums ebenso stark wie die drei ersten Songs, würde ich die Höchstnote zücken.

Anspieltipp: „Guardians Of The Void“ und „Kryptonian Steel“ 


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Bone Breaker
02. Guardians Of The Void
03. Kryptonian Steel
04. Crucifier
05. I Can’t Be Stopped
06. Frailty
07. Operation Neptune Spear
08. Chained To The Oar
09. Catastrophe
10. Wickedness And Sin
11. Fall Of Rome
12. War Of Nations



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