CD-Reviews T-V

THE VERY END – Zeitgeist (2021)

(7.069) Olaf (9,0/10) Heavy Metal


Label: Apostasy Records
VÖ: 14.05.2021
Stil: Heavy Metal

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Vielleicht ist einigen unter Euch der Name The very end noch ein Begriff, war der Ruhrpott Express doch zwischen 2008 bis 2012 äußerst aktiv und hat in der zeit 3 mächtig starke Alben auf den Markt gebracht, wobei ich bis heute denke, dass, wenn man den eingeschlagenen Weg auf „Turn off the world“ konsequent weitergegangen wäre, heute international ein stabiles Standing und vor allem Erfolg hätte. Stattdessen verkrümelte man sich von der Bildfläche, um jetzt, frisch dem Jungbrunnen entstiegen, mit „Zeitgeist“ ein Album auf die Menschheit loszulassen, welches den Vergleich zu den Großen der Szene nicht zu scheuen braucht. Im Gegenteil, denn dieses vierte Album klingt so, als hätte die Truppe aus Essen 9 Jahre lang tief Luft geholt, um jetzt zum finalen Hammer anzusetzen.

Was Frontmann Björn Gooßes, der in der Zwischenzeit seinen bereits veritablen Namen als Artwork Künstler weiter ausgebaut hat, nebst seinen Mannen hier eingetütet hat, ist grandioser Shit! Groovend, hart, speedy, gnadenlos brutal produziert und komplett mitreißend ballert sich der Fünfer scheinbar den Frust aus neun Jahren Stillstand von der Seele und hinterlässt dabei hektarweise verbranntes Ackerland. Dabei halten sich die Jungs, bei denen Jerome Reil zeigt, dass nicht nur Papa Ventor ein Tier hinter den Kesseln ist, an keine bestimmten Stile, sondern vermischen viele verschiedene Einflüsse zu ihrem eigenen Süppchen, welches durchweg köstlich mundet. Beispiele?

Würden The very end aus LA oder New York kommen, sie würden mit einem Song wie „On parole“ wochenlang sämtliche Hard und Heavy Charts anführen. Doch nicht nur das, für eine akustische Atombombe wie „Short cuts deep wounds“ würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Tompa Lindberg nebst seiner At the gates Spießgesellen ihre Seelen dem Leibhaftigen zur Verfügung stellen, auch wenn deren neues Album scheinbar wieder back tot he roots geht. Aber ich schweife ab.

Was mir bei vielen Bands im Genre Groove/Melodic Death Metal komplett abgeht ist der Umstand, dass es bei den meisten Veröffentlichungen einfach an Abwechslung fehlt. Nicht so auf „Zeitgeist“, auf dem massig grandiose Ideen verarbeitet wurden, die gebündelt ein Album ergeben, welches nunmehr seit gut 2 Wochen fast täglich seine Runden in meinem Player dreht. Es wäre The very end zu wünschen, dass sie mit diesem großartigen Album den Ballast der vergangenen Jahre abschütteln und nun richtig durchstarten. Das Rüstzeug ist jedenfalls mehr als vorhanden.


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Teratoma
02. Light the lows
03. On parole
04. Zeitgeist
05. Truth & tremor
06. Short cuts deep wounds
07. Brave new blood
08. Anechoic
09. The day it all went black
10. Sorrow no more
11. From boon to bane
12. Until there’s nothing left




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