CD-Reviews T-V

VELVET VIPER – Cosmic healer (2021)

(7.061) Olaf (7,9/10) Heavy Metal


Label: Massacre Records
VÖ: 23.04.2021
Stil: Heavy Metal

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Ja, es gibt Doro, die Metal-Queen. Wie sollte man da Jutta Weinhold einordnen? Vielleicht als Metal Hohepriesterin, denn etwas Schamanen-haftiges hat die Grand Dame der gitarrenorientierten Unterhaltungsmusik schon an sich, vor allem wenn sie ihre Stimmbänder anschwellen lässt und mit ihren Mitstreitern unter dem Banner Velvet Viper auf Kundenfang geht. Und auch, wenn man es eigentlich nicht erwähnen sollte: zeigt mir bitte eine andere 73jährige, die noch so heavy unterwegs ist und dabei besser klingt als all die Trällerelsen, die durchaus ihre Enkellinnen sein könnten. Sorry Jutta, das ist keineswegs despektierlich, sondern bewundernd gemeint.

Cosmic healer“ nennt sich also die dritte Scheibe nach der Reunion im Jahr 2017, dabei klammere ich mal die beiden Zed Yago Re-Releases aus, auf der einmal mehr theatralischer Heavy Metal in Reinkultur geboten wird, der durchaus etwas Operettenhaftes an sich hat, was nicht Jedermanns Geschmack sein dürfte und auch bei mir normalerweise ein wenig auf taube Ohren stößt. Bei Velvet Viper ist und war das schon immer ein wenig anders, da ich auch die Frühwerke wie das selbstbetitelte Debüt von 1992 und dessen Nachfolger „The 4th quest for fantasy“ heute noch gerne mal auflege und mich immer wieder darüber freue, wenn was Neues aus dem Hause Weinhold und Co. veröffentlicht wird.

Die Band bleibt sich treu, bietet schönen klassischen Heavy Metal, der zuweilen mehr als interessante Tempiwechsel innehat und definitiv heftiger rüberkommt als auf dem letzten Album „The pale man is holding a broken heart“. Man höre allein nur den Titelrack, der trotz seiner recht kurzen Spieldauer von knapp 4 Minuten einer kleinen Oper nahekommt oder „Osiris“, der an manchen Stellen wie Sanctuary’sBattle angels“ klingt. Will heißen, modernen Schnickschnack sucht man auf diesem Album vergebens und auch wenn an manchen Stellen vielleicht ein wenig musikalisch übertrieben wurde, so bietet „Cosmic healer“ einen schönen Querschnitt durch die akustische Welt der „harten“ Jutta Weinhold, die einmal mehr alles gibt und einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der deutschen Metal Landschaft unter Beweis stellt.


Bewertung: 7,9 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Sword sister
02. Let metal be your master
03. Cosmic healer
04. Holy snake mother
05. Voice of an antichrist
06. Sassenach
07. Osiris
08. On the prowl
09. Long shadows
10. Darkness of senses
11. Götterdämmerung (Acoustic)




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