CD-Reviews T-V

VICTORY – Gods of tomorrow (2021)

(7.440) Olaf (6,0/10) Hard Rock


Label: AFM Records
VÖ: 29.11.2021
Stil: Hard Rock

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Ach wat, die jibbet noch? Das war der Grundtenor bekennender Unterstützer der ursprünglich aus Hannover stammenden teutonischen Hardrock Institution, doch man muss einschränken, denn die Victory anno 2021 haben sowas von gar nichts mehr mit denen gemeinsam, die 2011 mit „Don’t talk science“ ihr vermeintlich letztes Lebenszeichen von sich gaben. Kein Tommy Newton, kein Fritz Randow und vor allem kein „Fargo“ Peter Knorn, der sich seinerzeit sogar zur Wahl als Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt stellte und sowieso Kultcharakter besaß. Wer oder was sind denn aber nun Victory heuer?

Hauptsächlich Herman Frank, der seit nunmehr 1984 die Fahne hochhält, scheinbar mit seinem Solo-Dasein nicht ausgelastet ist und eben seine ursprüngliche Hauptformation in meinen Augen künstlich wiederbeleben musste. Versteht mich aber bitte nicht falsch, denn die Musik die auf „Gods of tomorrow“ präsentiert wird, ist durchaus gut und für gemütliche Abende mit ein bis zehn Töppen durchaus geeignet, hätte aber definitiv unter einem anderen Banner veröffentlicht werden müssen, um den Vorwurf von „Sell out“ im Keim zu ersticken.

Also nochmal, das Material auf dem Album ist definitiv nicht von schlechten Eltern, reicht von getragenen Rockern („My own desire“), speedigen Mitgehnummern („Rising force“) über cheesige und durchaus verzichtbare Halbballaden („Dying in your arms“) bis hin zu fetten Midtempo Stampfern („Hold on me“ oder „Love & hate“) und dennoch ist das Album ziemlich vorhersehbar und ohne jegliche Spannungselemente ausgestattet.

Das finde ich ein wenig schade, denn die Truppe um Saitenhexer Frank hat durchaus mehr auf dem Kasten als diesen teilweise recht belanglosen Heavy Metal vom Reißbrett, der allerdings mit The Order Röhre Giani Pontillo einen bärenstarken Frontmann hinterm Mikro aufweisen kann. Auch die Soli sind solide, doch das alles geht irgendwie in einem mit 14 Songs völlig überfrachteten Scheibchen komplett unter. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen.

In meinen Augen sind diese 2021er Victory eine Mogelpackung und nicht einmal ansatzweise mit dem vergleichbar, was man in der Vergangenheit von dieser grandiosen Band zu hören bekommen hat. Doch Herman Frank scheint zu viel überschüssiges Material aus seinen Soloalben übrigbehalten zu haben, was „Gods of tomorrow“ logisch erklären würde. Manchmal ist es besser, die Totenruhe nicht zu stören und eine Legende in Würde zu Grabe zu tragen und dort zu belassen.


Bewertung: 6,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Intro
02. Love & hate
03. Gods of tomorrow
04. Cut to the bone
05. Dying in your arms
06. Hold on me
07. Into the lght
08. Mad
09. Unconditional love
10. My own desire
11. On fire
12. Rising force
13. In rock we trust
14. Leave you alone (Bonus)



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