CD-Reviews T-V

VORGA – Striving Into Oblivion (2022)

(7.622) Patrick (9,0/10) Melodic Black Metal


Label: Transcending Obscurity Records
VÖ: 04.02.2022

Stil: Melodic Black Metal

 

Facebook | Web | Instagram | Spotify | Metal Archives | Kaufen


­

­

­

­

­Mit VORGA landet wieder mal eine mir bisher unbekannte Band auf meinem Plattenteller und vom recht spacigen Cover Artwork hätte ich die Truppe, rein aus visueller Sicht eher in der technischen Death Metal Ecke vermutet, doch ich sollte schon bald eines Besseren belehrt werden. Der Opener „Starless Sky“ startet dementsprechend auch gleich in die Vollen. Derbe Blastbeat Attacken, pechschwarze Atmosphäre und nicht zu verspielte, aber trotzdem hochmelodische Gitarrenwände lassen sofort sämtliche Einflüsse der Band aus Karlsruhe hindurchscheinen und stellen damit unmissverständlich klar, dass Jeder der auch nur im Geringsten etwas mit NAGLFAR, THE MOANING, UNANIMATED und derlei gearteten, zumeist schwedischen Kapellen anfangen kann, an VORGA nicht vorbeikommt.

Wo die großen Vorbilder aber oftmals auf Motive aus dem Death Metal zurückgreifen, überwiegt allerdings auf „Striving Towards Oblivion“ der Black Metal Anteil im Songwriting. Das allgemein vorherrschende Geschehen wird somit in einen noch wesentlich dunkleren Abgrund gerückt. Hier könnte man die ebenfalls aus Schweden stammenden WATAIN als Anhaltspunkt nennen, wobei VORGA bei all den genannten musikalischen Quellen immer noch genügend Eigenständigkeit besitzen, mit der sie ihre originellen Hassbatzen in die Weiten unserer Galaxie schmettern.

Entgegen meiner technischen Death Metal Erwartung, wurden mir jetzt erstmal auf recht rabiate Art und Weise sämtliche Locken aus dem Pelz geföhnt. Überraschung geglückt. Was für ein tiefschwarzer Diamant!

Highlights der Platte sind für mich das extrem abwechslungsreiche und z.T. hochmelodische „Disgust“, das überwiegend im Midtempo vorgetragene und ebenfalls mit einer teuflisch grandiosen Leadgitarre ausgestattete „Stars My Destination“, sowie das knüppelderbe und trotzdem wahnsinnig atmosphärisch dichte „Last Transmission“. Überhaupt sind es die kleinen und feinen Momente, die einem durch diese wahrhaft famos gespielte Leadgitarre des Öfteren das ein oder andere Härchen in die horizontale Position zu stellen vermögen und „Striving Into Oblivion“ zu einer kleinen Sternstunde im manchmal ja doch recht angestaubten Genre heranwachsen lässt. Hinzu gesellt sich ein präzises, überaus dynamisches Drumming und eine hasserfüllte und abgrundtief pechschwarze Stimme.

Bei der Produktion gibt’s an diesem Debütalbum ebenfalls absolut nichts zu meckern und somit bleibt mir nichts anderes übrig, als jedem Schwarzmetaller dem es bei melodischem, schwedisch angehauchtem und trotz allem immer noch schön räudigem und derben Black Metal feucht im Schritt wird, dieses künstlerisch nahezu vollkommene Gesamtpaket ans Herz zu legen! Ein wahnsinnig intensives, eindrucksvolles und nachhallendes Album! Unbedingt anchecken!

Anspieltipps: „Stars My Destination“ und „Last Transmission“


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Starless Sky
02. Comet
03. Disgust
04. Stars My Destination
05. Last Transmission
06. Fool´s Paradise
07. Taken
08. Death Manifesting



Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

VERLOSUNGEN

wo wir sind

P P P

Schrod's...

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Join the Army

Damit das klar ist

Unsere Partner