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WOLF COUNSEL – Initivm (2022)

(8.007) Baka (7,0/10) Doom Metal


Label: Endless Winter
VÖ: 30.09.2022
Stil: Doom Metal

 

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Unglaublich! Klassischer kann eine Doom Metal Platte kaum klingen. Man kann sich getrost eine der älteren Lieblings Doomer aussuchen und diese stets mit WOLF COUNSEL vergleichen. In jeder Ecke lauert immer ein Vergleich oder Ähnlichkeit. Die Frage ist, ob das auch gut ist oder alles langweilig erscheinen lässt.

Diese Frage ist schnell beantwortet. Es ist hervorragend und nicht nur weil alles so vertraut vorkommt, sondern weil die Art der Musik trotzdem was Eigenes hat. Die Band überzeugt mit einer interessanten Frische. Es ist nicht die finsterste Art von Doom und auch nicht die langsamste. Der Metal dominiert hier über dem Doom.

Soundtechnisch kommt die Platte etwas dumpf rüber. Als fehle ein kleiner Schönheitsschliff. Die Musiker sind jedoch sehr gut positioniert. Man hört alles sehr klar raus. Auffallend sind die Lautstärkenverhältnisse. Drums, Bass und Gitarre stehen stark im Vordergrund. Die Vocals liegen im Hintergrund und gehen wirklich teilweise unter. Viel Hall ist beim Gesang hinterlegt worden. Was hervorragend zur Stimmfarbe passt.

Die Band spielt ihre Songs sehr episch und heroisch ein. Sie lassen teilweise aber auch mal die Instrumente sehr eigen abklingen. Ohne sauberes Ende, dass alle auf dem Punkt enden. Das erdet die Scheibe ungemein und zeigt auch, dass man sich in die Songs reinleben und die Außenwelt beiseiteschieben kann.

WOLF COUNSEL spielen nichts, was man nicht schon mal gehört hat, aber sie beweisen gute Songwriting Qualitäten. Kein Song ähnelt dem anderen, auch wenn der Aufbau der Titel ziemlich identisch ist. Es gibt wenig Ausnahmen. Dafür heben sie gewisse Passagen, wie einige Intro, besonders hervor. Dadurch wird dem kommenden Riff mehr Druck verliehen. Die Formel geht auf.

Im Laufe des Albums wirkt die Stimme etwas anstrengend und zu eintönig. Klar ist das ein kleiner Fluch des Genres. Für Doom Fans gar kein Thema und nicht erwähnenswert, aber andere Hörer könnten ihre Probleme bekommen.
Ansonsten geht die Platte runter wie Öl, mit interessanten Spielereien von der die Band sich gut von anderen unterscheiden lässt. Ein Versprechen dem Doom gegenüber wurde eingehalten, aber man erhält keinen Sonderling.

Anspieltipps:  „Torchbearer“ und „The Old Ways“  


Bewertung: 7,0 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Healer
02. Torchbearer
03. Ruins
04. Aeons
05. The Old Ways
06. Initivm
07. Raven Dawn
08. On Stranger Shores
09. Farewell



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