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DRAGONBREED – Necrohedron (2022)

(7.794) Maik (8,4/10) Melodic Death Metal


Label: MDD Records
VÖ: 22.05.2022

Stil: Melodic Death Metal


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Was macht man, wenn einem beim Songwriting ein paar Lieder aus dem Handgelenk gerutscht sind, die die Band in eine völlig andere Richtung schieben würden, als eigentlich geplant? Und wenn diese Songs dann auch noch zu schade sind, um sie einfach in die Tonne zu treten? Richtig, man bringt die Geschichte unter einem anderen Monicker unter die Leute.

Dieses Selbiges ist dem Herrn Arkadius Antonik, Mastermind des Szeneurgesteins SUIDAKRA passiert. Und so hat er einige seiner Mannen und noch ein paar andere zusammengekarrt, den Sänger Stefan Fiori der italienischen GRAVEWORM rekrutiert, und mit dieser Truppe die Band DRAGONBREED gegründet, die nun mit „Necrohedron“ ihr erstes Album released.

Wer nun bei dem Bandnamen an epischen Power Metal denkt, liegt zunächst mal falsch. Eher wildert die Drachenbrut im Bereich des melodischen Death Metals, streift allerdings auch gern mal Sphären des Power Metals, insbesonders, was die Gitarrenläufe angeht. Auch kurze Ausflüge in die Sparte des Black Metals sind zu hören, und, gerade beim Titel „Dawn Of Calamity“ höre ich diesen typischen synkopierenden Viking/Folk Black Metal vom Schlage EINHERJER oder HELHEIM heraus. Die gesprochenen Passagen erinnern teilweise an die „Sol“- Scheiben von HELRUNAR.

Dann gibt es wieder ruhige Parts, die fast in die Sparte Gothic Doom greifen würden, und das alles manchmal in nur einem Song. Hier passiert also ständig etwas, die Platte läßt einem kaum Zeit, sich hörtechnisch auf ein Ruhekissen zu betten.

Das wechselt zwischen treibenden Riffs, wuchtigen Parts und Druck zu gefühlvollen Melodien und akkustischen Passagen und zurück. DRAGONBREED lassen sich stilistisch nicht einengen, oder gar kategorisieren. Nur durch den Gesang definiert sich die Mucke im Fahrwasser melodischen Death Metals.

Nun ist das ja nicht wirklich meine Hauptstoßrichtung, weshalb mir da auch etwas die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Allerdings gehen DRAGONBREED hier auch eher den Weg des früheren Melodeath, ohne die Schlagseite zum Metalcore, ohne den allzu auf Aggro getrimmten Gesang und natürlich, dankenswerterweise, auch ohne die schon arg ausgelutschten Klargesänge. Die Platte hat natürlich einen fetten, modernen Sound, allerdings ohne die übliche kalte Plastikatmosphäre und ohne übertriebenes Synthgedrösel.

Wer auf frühen Melodic Death steht und da eher die Verbindung harmonischer Melodien mit fetten Riffs und eher brutalem Gesang abfährt, der sich weitab vom Metalcore und modernen Trends aufhält, ist eingeladen, „Necrohedron“ ein Ohr zu leihen. Veredelt wurde das Album durch ein Coverartwork von Altmeister Kris Verwimp, der der Platte eine lovecraftsche Monstrosität verliehen hat.

Anspieltipp: „The Undying“ und „Curse Of The Forlorn“


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


Tracklist:

01. The Undying
02. Summoning The Arcane
03. The World Beyond
04. Sinister Omen
05. Dawn Of Calamity
06. Offerings From Yonder
07. Curse Of The Forlorn
08. A Reconstruction Of Aeons Obscure




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