Meine Fresse....was war das für ein Monat! Wir hätten gut und gerne im September eine Top 25 draus machen können, denn wo der August doch etwas mau erschien, gab es in diesem Monat einen solchen Haufen an qualitativ großartigem Material, bei dem die Wahl einer Top 15 (zuzüglich dem Restmüll...) ziemlich schwer erschien. Dennoch ist es uns gelungen, ganz im Geiste unseres Magazins einen repräsentativen Querschnitt unseres Musikgeschmacks zusammenzufassen.

Alteingesessene teilen sich die Positionen mit Newcomern oder Bands, die wir bislang überhaupt nicht auf dem Schirm hatten. Musikalisch ganz großes Niveau, filigrane Musik teilt sich die Plätze mit beinhartem Material, Bandnamen, die maximal Insidern vorbehalten waren zusammen mit klangvollen Gruppen, sie seit jeher für grandiose Musik stehen...so ist der Mix im September ausgefallen, den wir Euch gerne heute präsentieren und vielleicht entdeckt auch Ihr ein paar Perlen für Eure Sammlung. Wir lesen uns im Oktober wieder.

THRESHOLD – Legends of the shires (2017) - 10 Punkte

Für solch eine überragende Band wie Threshold eine ist, die sich selbst im 24.Jahr ihres Bestehens noch neu erfinden kann und mit „Legends of the shire“ ein Album in die Umlaufbahn schießt, die ohne Übertreibung zum Besten gehört, was der progressive Metal seit seiner Erfindung zu bieten hat, wurde die Höchstnote bei uns eingeführt. Ein sicherer Anwärter auf meine persönliche Jahres Top 3, wenn nicht sogar auf DAS Album des Jahres. Eine Veröffentlichung, für die ein neues Synonym erschaffen werden müsste…thresholdig vielleicht? (Olaf)

DISCREATION – End Of Days (2017) - 10 Punkte

Okay, man merkt mir wohl an, wie begeistert ich bin, daher brauch ich mich nicht noch einmal selbst zitieren und sage stattdessen einfach nur: Zuschlagen! Egal ob Veteran oder Neuling - stehst du auf Death Metal, führt hier kein Weg dran vorbei. Old School, New School, DISCREATION! (Schaacki)

SEPTICFLESH - Codex Omega (2017) - 9,6 Punkte

Und dieses Zitat aus der Pressinfo kann ich nur unterstreichen: „Obwohl das biblische Omega das Ende markiert, erreichen Septicflesh im Gegenteil ihren aktuellen Gipfel mit "Codex Omega", ein Album, das deutlich macht, dass die griechischen Visionäre in jeder Hinsicht zur Reife und fachmännischen Handwerkskunst gekommen sind. Septicflesh sind die unbestreitbaren Meister des symphonischen Death Metal und „Codex Omega“ ist der perfekte Beweis für diese kühne Aussage.“ (Siggi)

NATIONAL SUICIDE – Massacre elite (2017) - 9,5 Punkte

Massacre elite“ kratzt echt am Nimbus von Harlott beim Kampf um DAS Thrash Metal Album des Jahres und beweist eindrucksvoll, dass ich alter Sack doch noch überrascht werden kann. Jeder der auch nur einen Funken Thrash in seinem Blut hat, muss sich dieses unfassbar geile Album in seine Sammlung packen, alles andere wäre ein ebensolcher Frevel wie das neue Eskimo Callboy Album. Amen. (Olaf)

THE NEW ROSES - One More For The Road (2017) - 9,5 Punkte

Was soll ich sagen, One More For The Road ist bis jetzt für mich unter den TOP 3 der Neuveröffentlichungen in diesem Jahr! Geradliniger Rock N Roll, der gute Laune verbreitet! Die Jungs sind auch super sympathisch und geben alles auf der Bühne, passt also von A bis Z! (Mescho]

USNEA – Portals Into Futility (2017) - 9,5 Punkte

Abgrundtiefe Schwere und pechschwarze zähfließende Lavaströme werden auf Usenas neuem Geniestreich „Portals Into Futility“ feinsinnig zu einem Koloss aus depressiven Soundkollagen und Krachorgasmen vereint. Der Sound kommt hierbei derart wuchtig, druckvoll und dennoch transparent aus den Lautsprechern gefeuert, dass der Zuhörer sich gemeinsam mit der Truppe auf der Bühne wähnt. (Bünne)

INFECTED CHAOS – Killing Creator (2017) - 9,3 Punkte

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich sehr positiv von diesem Album überrascht wurde. Wo es zu Anfang noch schnell und stellenweise rasend unterwegs war und ich eher geneigt war, „Killing Creator“ als oberes Mittelmaß einzustufen, legt das Album bereits im Mittelmaß merkbar zu und steigert sich zum Schluss schon fast auf, in meinen Ohren, musikalische Perfektion. Dabei funktioniert die Musik von Infected Chaos auch nur beim nebenbei Hören, was aber gerade im letzteren Teil des Album schon fast als Verschwendung gelten könnte bzw. müsste. Also gibt es eine deutliche Empfehlung meinerseits hier fokussiert rein und vor allem zuzuhören. (Ingmar)

SATYRICON – Deep Calleth Upon Deep (2017) - 9,2 Punkte

Das neue Satyricon-Album ist mit Spannung erwartet worden und wie immer gab es im Vorfeld lebhafte Diskussionen, wie gut oder schlecht es wohl werden könnte. Die Sorte Fans, die gern eine Fortsetzung von „Dark Medieval Times“ oder „The Shadowthrone“ hören wollen, werden wieder einmal enttäuscht sein, aber das wussten sie schon vorher. Das Schöne (oder auch Schwierige) an Satyricon ist, dass sie nicht auf Nummer sicher gehen und ein gutklassiges „business as usual“-Album abliefern, sondern dass die Musik, die sie erschaffen, aus tiefstem Herzen kommt. (Jezebel)

BELPHEGOR – Totenritual (2017) - 9,1 Punkte

Meiner Meinung nach für jeden BELPHEGOR-Fan ein muss. Es wurde eine ordentliche Schippe an Qualität rauf gepackt und auch das Cover finde ich sehr gelungen. Man kann es mit der letzten Scheibe „Conjuring the Dead“ vergleichen aber die Jungs von BELPHEGOR haben in manchen ihrer Songs ihren alten Stil beibehalten, welchen ich in der „Walpurgis Rites: Hexenwahn“ unglaublich finde. Holt es euch und überzeugt euch selbst (Lucas)

INFEST – Addicted To Flesh (2017) - 8,9 Punkte

Ein wirklich musikalischer Abriss mit frischen Sound, welcher nicht zu sehr abgerundet und Hoch gezüchtet wurde, sodass die Ecken und Kanten der Musik und des Stils überzeugend durch die Boxen drönen können. Es muss eben nicht alles hoch modern und dem neusten technischen Standart entsprechen. Der Sound muss zur Band und der Musik passen. Ein Beispiel dafür ist eben diese Platte. Großartig was hier in 31 Minuten erklingt. (Clemens)

PARADISE LOST – Medusa (2017) - 8,7 Punkte

Natürlich leben die Songs erneut von Nick Holmes meist death-growlingen Gesang, den er nur selten mal melodisch-melancholisch, wie in früheren Tagen, erklingen lässt. Aber auch die Riffs des Gitarrenduos Mackintosh/Aedy lassen erneut aufhorchen und geben den Songs diesen zwingend nihilistischen Charakter. Bitterderbe Riffs, im vorrangig doomigen Gewandt, mutieren zu dramatischen Songs, die einen förmlich in den Bann ziehen. (Marky)

ACEPHALIX – Decreation (2017) - 8,5 Punkte

Das ist feinster Old School Death Metal und gar nicht mal so hirnbefreit, wie sie gerne tun. Als Referenz würde ich die Frühwerke von Bolt ThrowerCarcass und ein wenig Masternennen, die Töne bewegen sich hauptsächlich im tieffrequenten Bereich und das Tempo ist eher gemütlich. Somit ist das die perfekte Mucke, wenn man mal ganz entspannt das Hirn baumeln lassen und ohne groß nachzudenken mitwippen möchte. (Jezebel)

DIABLO BLVD – Zero Hour (2017) - 8,5 Punkte

Belgiens derzeit wohl angesagteste Combo innerhalb dieses Genres haben sich mit „Zero Hour“ jedoch keineswegs auf etwas Spezielles festgelegt. Klar, die ganze Sache lebt von einem absolut mächtigen Metal-Groove, bin mir aber sicher, dass hier nicht nur reine Metalfans Gefallen dran finden werden. Die Bezeichnung Kommerziell trifft den Nagel vielleicht nicht ganz auf den Kopf, auf dem Album sind jedoch Songs enthalten, die sicher auch mal den ein oder anderen Radiosender, der nicht ausschließlich die Metalfamilie bedient, passieren könnten. Man darf da gespannt sein. (Peter)

DEMON EYE - Prophecies and Lies (2017) - 8,5 Punkte

DEMON EYE bieten mit „Prophecies and Lies“ ein Gesamtkonzept an, in dem alles bis ins Detail passt. Wenn ich schon nach 70‘s klingen will, dann bitte in allen Parametern. Diese Aufgabe ist der Band mit diesem modernen Klassiker zweifellos gelungen. (Stefan)

RUNESPELL – Unhallowed Blood Oath (2017) - 8,0 Punkte

Wie gesagt, Angriffsfläche gibt es reichlich, aber verdammt ist das gut! Da ist so viel schroffe Schönheit, sogar Anmut in der Musik, dass ich ganz verzaubert bin. Trotz des Grottensounds (wortwörtlich, wie live aus der Tropfsteinhöhle) kann man die Harmonien verfolgen und die Gedanken auf Reisen schicken. Wildes Gepolter wechselt sich mit verspielten Klimpereien ab und es stört kein bischen, dass zwei von sieben Stücken Instrumentals sind (Jezebel)

Restmüll des Monats


BLIND SEER – Apocalypse 2.0 (2017) - 0,5 Punkte

Wenn die Apokalyptischen Reiter (die aus der Bibel, nicht die Band) dieses Machwerk anhören müssten, würden sie gleich wieder kehrtmachen. Ich habe jetzt auch keine Lust die anderen Songs noch weiter zu beschreiben. Zwar habe ich es mittlerweile doch geschafft alles anzuhören, aber nichts davon ist relevant oder „gut“ genug auch nur weiter erwähnt zu werden. (Rene)



Monthly Warfare September 2017 - Playlist

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