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Live on Stage: DESERTFEST

Berlin, 19.05-21.05.2023 @ Columbiahalle



Da ich im letzten Jahr schon die große Ehre hatte das DESERTFEST zu besuchen, wollte ich es dieses Jahr unbedingt wieder machen. Letztes Jahr gaben sich schon einige exzellente Bands die Ehre und dieses Jahr sollte das Line Up noch besser ausfallen. Täglich mit dem Zug hin und her reisen sollte kein Problem darstellen und Freitag den 19.5.23 sollte es dann auch schon so weit sein.


TAG 1
Nach einer reibungslosen Fahrt, hieß es erst einmal ankommen und organisieren. Die Bändchen waren schnell geholt und die Running Order wurde auch gleich studiert. Als ich die Sicherheitskontrolle passiert hatte, verschaffte ich mir erst einmal einen Überblick. Das Columbia Theater und die C-Halle wurden gebucht und zwischen den Hallen befand sich das eigentliche Festival Gelände. Von der Organisation her war das eine kluge Idee, da es sich alles gut verlaufen hatte und man nirgends Engpässe erlebt hat. Beim Essen anzustehen war das einzige wo man warten musste und selbst das ging zügig.

Drei Foodtrucks reichten ihre Waren mit allerhand unterschiedlichen Angeboten bis hin zu veganem Essen. Sowohl draußen, als auch in den Hallen war so gut wie jeder Ausschank offen. Im VIP Bereich gab es extra eine Bar.

Dieses Mal war auch wesentlich mehr Merch im Angebot als voriges Jahr. Diese haben sich in den Außenbereichen aufgehalten und die Kommunikation belief sich dadurch nicht auf Anschreien. Aber nun zum wichtigsten Part: die Musik! Und Cash war King! Diesmal musste man sein Geld nicht in lästige Tokens eintauschen!

CHURCH OF MISERY
Für mich persönlich war diese Band absolute Pflicht! Sie durften auch gleich in der Columbiahalle spielen und man merkte anhand des Publikums, dass diese Band sehr beliebt ist unter den doomigen Freunden. Der Gig sprach für sich selbst. Church haben es geschafft, die Masse für sich einzunehmen und hatten eine Setlist, die unglaublich gut funktioniert hat. Soundtechnisch dominierte, wie auch fast überall, der Bass. Dieser hang beim Musiker so dermaßen tief, dass ein Gurt schon fast überflüssig erschien. Locker auf dem Boden schleifend riss er einige satte Riffs ab. Leider war die Gitarre durch den Basssound etwas weniger gut zu hören. Wenn man die Songs kennt war das kein Problem, aber als Neuentdecker, sollte es schwieriger ausgefallen sein. Was die Vocals betrifft war dies ähnlich, aber etwas klarer zu filtern. Licht, Show und Animation waren gut aufeinander abgestimmt und man hatte schon früh eine klasse Band erlebt. Die geilen Breaks und groovigen Parts haben für sich gesprochen.

GODSLEEP
Nach diesem unglaublichen Einstieg, wollte ich mir eine Band gönnen, die ich noch nicht kannte und mich live überzeugen lassen. GODSLEEP spielten im C-Theater und rissen ihr Set runter. Auch dieses Konzert war gut besucht. Da jede Band, zeitlich gesehen, in die andere herein spielt, fehlten mir leider einige Minuten. Wenn man zwei Lieblingsbands hintereinander sehen wollte, musste man sich leider entscheiden, ob man den Anfang verpasst oder das Ende der anderen Band. Nichtsdestotrotz versprühte die Band eine gute Energie und wusste wie man mit einem Publikum umzugehen hat. Ihr sehr eigener Stil kam mit einem sehr guten abgemischten Sound perfekt zur Geltung. Die Musik wirkte wie eine Mischung aus Rock n´Roll, Stoner und einer Prise 90´s Crossover Attitüde. Zum großen Lob gehören die gut arrangierten Songs und die sehr ins Ohr gehenden Wah-Wah Soli. Der Gitarrist überzeugte sowieso mit einer sehr eigenen Schiene.

DOZER
Das war die letzte Band, die ich an diesem Tage sah und ich wurde ebenfalls nicht enttäuscht. Ich wollte diese Review nutzen um nicht immer die großen Super Bands zu pushen, da dort allbekannt meist alles rund läuft und man ehrlich gesagt immer wieder die gleiche Phrasen von sich gibt.

Die Band spielte in der C-Halle und diesmal konnte ich die volle Zeit genießen. DOZER hatten einen sehr gut abgestimmten Sound und einen extrem guten Vibe. Da ich nicht all zu viel der Band kannte, konnten sie mich mit ihrer Musik und Bühnendarbietung überzeugen. Das erste Mal ging das Publikum immens ab. Augenscheinlich eine sehr beliebte Band unter den Besuchern. Die Band war sehr fit und prägnant. Das war für die Songs genau das Richtige. Leider waren die Vocals etwas daneben und drifteten ins Ungewisse ab, was aber keiner Menschenseele gestört hat. Hier ist aber auch anzumerken, dass der Ort wichtig ist, wo man gestanden hat. Das Problem der Halle ist manchmal der Bruch des Gesamtsounds und verbindet sich mit diesen Problemen. 

TAG 2

Ich habe mit ein paar Leuten gesprochen um deren Empfinden der Bands niederzuschreiben. Viele waren sehr begeistert von KING BUFFFALO und natürlich THE OBSESSED. Diese Bands schlossen den Freitag Abend ab und alle hatten eine gute Zeit gehabt. Deutlich voller wurde es dann am Samstag. Das ist auch kein Wunder, da hier bandtechnisch der stärkste Tag stattgefunden hat.

Auf dem Außengelände wurde eine kleinere Bühne aufgebaut und man bekam noch „kleinere“ Bands zu sehen. Den Anfang machten INDIAN NIGHTMARE.

Die Luft war schön trocken, aber Wind peitschte etwas und drängte den Sound in alle Richtungen. Das war aber komplett egal, da die Band die Masse im Griff hatte und das Bier gleich besser schmeckte. Ich wollte mir zu dem Zeitpunkt VALLEY OF THE SUN geben, aber  INDIAN NIGHTMARE haben einfach zu viel Spaß gemacht. Um doch noch etwas von  VALLEY OF THE SUN zu erhaschen, ging ich schnellstmöglich zum Theater und hatte leider Pech. Es wurde keiner mehr herein gelassen und ich musste passen. Dennoch kamen mir gegen Ende sehr zufriedene Gesichter entgegen.

CORROSION OF CONFIRMITY
An diesem Abend gleich zwei Mitglieder der frühen DOWN zu sehen, war natürlich ein Highlight. Man hatte gehofft einen Song dieser Band zu hören aber dass das nicht passierte war anzunehmen. Keenan, der vor dem Gig sich draußen noch schnell ein Bier holte und keinem das interessierte, ließ für einer kurze Begrüßung den guten Kirk kurz auf die Bühne. Der Sound von Corrosion war genau so wie er sein sollte, auch wenn man immer mehr möchte natürlich. Jeder Song kam perfekt zur Geltung und die Setlist war schön durchwachsen. Selbst Songs die ich nicht kannte reihten sich in den guten Gig ein. Man merkte schon dass die Stimme etwas älter geworden ist, aber das war nichts negatives. Die Soli waren außerordentlich gut und brachten einen in die richtige Stimmung. Man spürte jedes Vibrato und die Hammer On / Pull Offs schepperten richtig.

CROWBAR
Down Kollege Nummer zwei legte später am Abend mit seiner Band ein gutes Brett hin. Auch hier war die Stelist genau richtig und rund. Ein TYPE O NEGATIVE Vibe schwang spieltechnisch immer mit und bot den brutalsten Groove des Festival. Man hat der Band die wahre Spielfreude angesehen und erfuhr sie sympathisch und ehrlich. Die Drums stachen hier gut hervor und die Spielweise ließ mich an Danzig erinnern. Hätte der gute Mann diesen Drummer, würde er sich nahtlos einfügen. Das zusammen mit den Riffs kreierte einen unverwechselbaren Sound und ließ die Nummer Einzigartig erscheinen.

Die Headliner des Abends sollten MANTAR sein und wie zu erwarten war die Band ihren Ruf gerecht. Persönlich war es das dritte Mal diese Band sehen zu dürfen und die aktuellsten Songs kamen sehr gut zur Geltung und reihten sich hervorragend in das Set ein.

TAG 3

Für mich war es der schwierigste Tag des Festivals, da ich zeitlich knapp angebunden war und nicht all zu viel sehen konnte. Gerade der Headliner UNCLE ACID & THE DEADBEATS hat es mir angetan und wäre eine weitere Band auf meiner Liste, die ich hätte abhaken können. Aber es sollte nicht sein. Viele Bands kannste ich gar nicht und wollte mich von denen überzeugen lassen. Zufriedene Gesichter sah man überall, aber da es recht voll war und man keinen guten Stehplatz hatte, wo sich der Sound entfalten konnte, fiel der dritte Tag etwas enttäuschend aus und ich kann nicht wirklich über die Bands urteilen.

Abschließend ist zu sagen, dass das Festival ein großer Erfolg war und ein schon legendäres Line Up zu sehen war. Die Organisation war gut durchdacht und egal was man vor hatte, es verlief reibungslos. Jedes Jahr gerne wieder!!!




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