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Live on Stage Report: CANNIBAL CORPSE | DARK FUNERAL | INGESTED | STORMRULER

02.04.2023 - Berlin @ Huxleys




Ehrlich, ich hasse das Huxleys! Warum? Einlass 18, Beginn 19 Uhr. Schade nur, dass als wir um 18:50 den Neuköllner Kultladen betraten die amerikanischen Blackies von Stormruler ihre beiden letzten Songs zum Besten gaben. Was soll die Scheiße?

Da half auch nicht der Umstand, dass ich mir gleich zu Beginn drei geile Shirts aneignete, meine Laune deutlich zu verbessern. Denn leider war das, was ich von den Jungs aus St.Louis richtiggehend stark und vor allem der Sound briet einem so richtig eins über. Ich werde mir dringendst nochmal "Sacred rites & Black magick", um das Verpasste zumindest auf Konserve noch einmal zu rekapitulieren.


Ok, um 19 :15 Uhr begannen dann zumindest Ingested pünktlich und ja, ich freute mich tierisch auf die Briten, die bereits bei "Shadows in time" mit der ersten Wall of death für Tango sorgten. Cool war der Kollege, der im Rollstuhl sitzend in ebenjene einbezogen wurde und von seinem Kumpel direkt ins Getümmel geschoben wurde. Der Sound war anfänglich etwas dünn, wurde aber stetig nachgebessert, so daß Geschosse wie "Invidious" oder das abschließende "Echoes of hate" über einem hinweg donnerten. Ich persönlich rastete bei "I despoiler" komplett aus und mir wurde bewusst, dass sich meine Vorfreude mehr als gelohnt hatte. Nur sollte Frontmann Jason Evans etwas weniger labern, dann wäre vielleicht ein Song mehr als die hier gezockten 7 an der Zahl dringewesen. Abriss!

Ich bin nicht der große Black Metal Fan, doch Dark Funeral gehen komischerweise immer...und vor allem dann, wenn man mit "We are the apocalypse" und vor allem dem überragenden "The arrival of Satan's empire" fulminant loslegt. Was für eine Präzision, was für eine rabenschwarze Präsens und Frontmann Andreas Vingbäck ist kein normaler Frontmann, der das Publikum bespannt, sondern vielmehr ein schwarzer Zeremonienmeister, der Hof hält. Was für eine Ausstrahlung!

Die kam dann beim schleppenden 'My funeral" noch deutlicher zur Geltung und das für vornehme Zurückhaltung bekannte Berliner Publikum fraß den Schweden aus der Klaue. Einer meiner Favoriten neben dem danach folgenden "The secrets of the black arts" der ebenfalls wie ein schwarzer Sturm durch die Halle fegte. Überhaupt eine Setlist vom feinsten und eine Band in überragender Verfassung und ansteckender Spiellaune. Nur Hits, bei denen dann noch zusätzlich "Nail them to the cross" und das abschließende "Where shadows forever reign" herausstachen. Klar würden das Corpse noch toppen, aber das war schonmal ganz heißer Scheiß!

Aus der einstigen Hassbeziehung zu Cannibal Corpse wurde in den letzten Jahrzehnten pure Liebe und wenn man bedenkt, dass ich den Fünfer 1991 erstmals an exakt gleicher Stelle wie heute gesehen habe, schließt sich nach 32 Jahren irgendwie ein Kreis. Kacke, ich werde alt. Das legte sich aber schnell, als die Bande, einmal mehr ohne jeglichen Schnickschnack die Bühne betraten und mit "Scourge of iron" ihre todesbleiernde Vormachtstellung untermauerten. Was für eine soundtechnische Urgewalt, die sich mit dem folgenden "Time to kill is now" noch mehr manifestierte.

Was für eine unfassbare Macht und das pickepackevolle Huxleys rastete nun komplett aus. Alleine "Code of slashers" war eine Machtdemonstration sondergleichen, wonach sich alle Nachahmer die Finger lecken. Selbstverständlich gab es für die vom Corpsegrinder persönlich gezählten 50 Frauen im Publikum die herzzerreißenden Liebeslieder "Fucked with a knife" und "I cum blood", dem sich nahtlos einer meiner Favoriten "Evisceration Plague" anschloss. Solch ein gigantisches Niveau haben nicht viele Bands in der Szene.

Ehrlich, was soll man zu den einzelnen Songs noch groß schreiben? Diese Legende kann sich auch mit Harmonium und Gurke auf die Bühne stellen und es würde immer noch mehr bei rauskommen, als bei so vielen Nachahmern, die dem Original in tausend Jahren nicht das kühle Nass reichen können. Das zum Ende das Publikum bei "Stripped, raped and strangled" und natürlich "Hammer smashed face" komplett die Kontrolle verloren, versteht sich fast von selbst.

Für mich eines der besten Hallenkonzerte seit Ewigkeiten und aufgrund meines Dauergrinsens der ultimative Beweis: Death Metal macht glücklich. Was für ein fulminanter und großartiger Abend!




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