Wie nennt man die bei Euch? Panzerknacker?

Liebe Grüße vorab an Yasi, die Promoterin der norwegischen Kapelle Dunderbeist die nicht locker ließ und mir permanent die Vorzüge des Sextetts aus Hedmark predigte, bis ich mir erstmals das neue Album „Songs of the buried“ reinzog und daraufhin feststellte: Die Jungs sind mehr als unterhaltsam! Dieser manchmal etwas krude anmutende Mix aus so dermaßen verschiedenen Metal Spielarten macht die Skandinavier zu einem der momentan interessantesten Exporte aus dem nordischen Königreich, die dort mit insgesamt 6 CDs und einer EP in sage und schreiben gerade mal sechs Jahren schon jetzt zu einer der absoluten Stars gehören. Das Rest-Europa noch nicht den Jungs verfallen ist, soll sich nun auf der Fear Factory /Devin Townsend Tour ändern, bei der auch ich die Gelegenheit hatte, mit Sänger Torgrim und Gitarrist Ronny ein wenig zu plauschen.
Leute, bis vorletzte Woche hatte ich von Euch noch überhaupt nichts gehört, doch dank Eurer Promoterin bin ich jetzt bestens im Bilde. Dennoch würde ich Euch bitten, Euch mal für die Leute vorzustellen, die bislang noch nicht das Vergnügen mit Dunderbeist hatten…

Torgrim: Wir sind seit sechs Jahren zusammen, sind 6 Leute und „Songs of the buried“ ist unsere sechste Veröffentlichung…

666…The number of the Thunderbeast(Dunderbeist bedeutet Donner Biest-Olaf)

Torgrim: Hahaha, genau. Fällt mir auch grad auf. Cool. Wir haben die Band damals mit dem Anspruch gestartet, etwas völlig Neues zu machen und alle Stile, die wir selber gut finden, irgendwie in unsere eigene Musik einfließen zu lassen. Wir wollten einfach exakt das machen, was uns als Personen glücklich macht. Unser erstes Album „Second hand theft“ war ein versuch…und klang irgendwie merkwürdig und unausgereift, hahaha. Doch mit unserem aktuellen Album nähern wir uns dem, was wir erreichen wollen.

Ronny: Das Album ist eine Essenz aus all dem, was wir vorher versucht und aufgenommen haben. Allerdings ist da noch viel Luft nach oben. Wichtig ist für uns, immer metallisch zu bleiben und dabei nicht den Blick für das Melodiöse zu
Dann kann ich noch weniger verstehen, warum man Euch in vielen Reviews mit Euren Landsmännern von Turbonegro vergleicht…

Ronny: Bis auf das Make Up und die Tatsache, dass wir aus dem gleichen Land kommen, verbindet uns rein gar nichts. Diesen Vergleich hab ich auch schon öfter gelesen und gehört und ehrlich gesagt ärgert er mich ein wenig.

Wie würdet Ihr Eure Musik selbst am besten beschreiben?

(betretendes Schweigen) Ronny: A bucket full of rock…

Torgrim: Gemixt mit einem bucket full of metal (Gelächter). Es gibt so viele Genres die wir bedienen und daher ist es schwer, eine genaue Definition zu finden…


Ich las sogar was davon, dass Euch einige als „Stoner Rock Band“ bezeichneten…

Ronny: naja…Einflüsse sind schon vorhanden, doch eine Stoner Band sind wir definitiv nicht. Unsere Inspirationen beziehen wir angefangen vom Black Metal bis hin auch zum Stoner, machen aber unsere hauseigene Musik.

Torgrim: Ich finde es klasse, wenn man uns nicht so einfach kategorisieren kann, dass macht es doch erst spannend und abwechslungsreich. Allerdings verstehe ich auch das Bedürfnisse der Leute zu wissen, mit wem oder was sie es zu tun haben. Kommt zu unseren Shows, dann wisst Ihr Bescheid!
Wie ist es denn jetzt mit solch „Legenden“ wie Devin Townsend und Fear factory auf Tour zu sein?

Torgrim: Es ist eine tolle Zusammenstellung. Zwei komplett massive Bands und Musiker, die keine Gefangenen machen und dann wir dazu. Ein toller Kontrast. So was würde ich mir persönlich auch immer wieder live reinziehen. Ich sehe uns persönlich musikalisch eher zu Devin zugehörig. Gestern in Kopenhagen bei unserem Tourauftakt hatten wir zum Schluss 98% der Leute hinter uns, hehehe.

Ronny: Nach dem ersten Songs waren die Leute noch ziemlich skeptisch und wussten irgendwie nicht, wohin sie uns stecken sollten. Doch am Ende hatten wir sie gepackt und es war eine riesige Party. Das war extrem cool, vor allem weil wir auch eine Menge Merch verkauft haben. Ein klasse Auftakt!


Nachdem Ihr ja in Eurer Heimat schon sehr erfolgreich seid, hierzulande aber noch als „Newcomer“ angesehen werdet kann ich mir vorstellen, dass dies nun die Chance für Euch ist, Resteuropa im Sturm zu erobern…

Torgrim: Auf jeden Fall…Sorry Ronny, das ich soviel quatsche (Gelächter)

Ronny: Unser vorheriges Album „Black arts and crooked tails“ war unsere erste Veröffentlichung in ganz Europa und daher ist die Bezeichnung „Newcomer“ ja gar nicht so verkehrt. Doch nun konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, auch außerhalb Norwegens Fuß zu fassen und bekannter zu werden.

Torgrim: Definitiv! Das letzte Album haben wir gar nicht so viel betourt und daher ist es jetzt umso wichtiger, flächendeckend das Feld von hinten aufzuräumen und dich Chancen stehen nicht schlecht.


Wie vorhin schon angesprochen habt Ihr in gerade mal sechs Jahren 5 Alben und eine EP veröffentlicht. Sehr arbeitseifrig und kreativ…

Ronny: Wir haben ein eigenes Studio dort wo wir wohnen und da bietet sich diese Arbeitsweise einfach an. Wir lieben Musik und spielen, komponieren und zocken so viel und so oft wir können. Auch im Bus, auf Reisen, auf Tourneen. Überall.

Torgrim: Und dennoch sind die Liveauftritte das Salz in der Suppe für uns. Der spaßigste Teil an der ganzen Geschichte. Witzig ist allerdings, dass ich direkt nach dem Fertigstellen des Artworks für die neue Scheibe bereits an dem für die nächste gearbeitet habe (lacht).
Was war überhaupt der Grund dafür, dass Ihr Eure letzten beiden Alben in einem Jahr veröffentlicht habt? Sehr unüblich heutzutage…

Ronny: Das haben die großen Bands in den Siebzigern auch gemacht…

Aber in Zeiten von Facebook, Spotify oder Filesharing dennoch ein ziemlich gewagtes Unterfangen, was höchstens für Gruppen der Größenordnung Stone sour oder Green day rentabel zu sein scheint.

Torgrim: Mir ist das eigentlich ziemlich egal. Wir wollten das einfach so machen und wenn eine meiner Lieblingsbands in so einem kurzen Abstand zwei Alben veröffentlichen würden, wäre ich auch hocherfreut (lacht).

Warum das Make up? Ist es nicht wichtiger, Eure Musik für Euch sprechen zu lassen?

Torgrim: Auf jeden Fall, doch die Bemalung gehört von Anfang an zuDunderbeist und spiegelt einfach unsere Einstellung wieder. Ich gebe Dir komplett Recht, dass eigentlich die Musik im Vordergrund stehen sollte, doch wir haben das halt schon immer so gemacht und so wird es auch bleiben. Der visuelle und theatralische Effekt gehört einfach dazu und hilft zuweilen auch, die Nachhaltigkeit bei den Leuten und potentiellen Fans zu fördern. Das ist einfach das Dunderbeist Universum.

Habt Ihr zu oft „Clockwork orange“ gesehen?

Torgrim: Hahaha, nee. Die Idee kam mehr von den „Beagle boys“. Den Typen, die Onkel Dagobert immer die Kohle rauben wollen…

Den „Panzerknackern“?

Torgrim: Das ist ja mal ein richtig geiles Wort…PANZERKNACKER. Das werde ich gleich heute auf der Bühne ausprobieren (was er auch tat-Olaf) naja, so richtig war das doch eher dem Black Metal entnommen, das Witzige kam erst später.

War es eigentlich von Anfang geplant, mit zwei Sängern zu arbeiten?

Ronny: Åsmund, unser zweiter Sänger, war früher unser Gitarrenroadie und hat immer im Hintergrund gearbeitet und live am Bühnenrand gestanden.

Torgrim: Ich habe früher schon oft und gerne mit ihm zusammen gesungen und irgendwann hab ich ihn dann einfach dazu gezwungen. Seine ersten Auftritte absolvierte er versteckt hinter den Gitarren Amps, hahaha. Er war anfänglich sehr schüchtern. Eigentlich könnten vier von uns in der Band den Part des Sängers übernehmen, was uns im Umkehrschluss eine größere Entfaltungsmöglichkeit in der Musik gibt. Dadurch wird es in vielen Teilen auch melodischer.


In einem Stück verwurstet Ihr den amerikanischen Kindersong „Row your boat“…

Torgrim: Hahaha, er hat’s erkannt, Bravo! (Gelächter) Das Ende des Lieds hatte es uns einfach angetan: Life is but a dream. Das passte. Wir haben tatsächlich den Song so ein bisschen drum herum geschrieben. Ein starkes Teil…

Wie geht es zukünftig weiter?

Ronny: jedes Jahr mindestens eine Platte (großes Gelächter). Erstmal wollen wir soviel wie nur möglich touren und uns den Leuten präsentieren, die von uns, so wie Du, noch nichts gehört haben. Das ist das Wichtigste.

Torgrim: Platten veröffentlichen ist schon geil, aber auf der Bühne…das ist unsere Welt! Wir sind glücklich darüber das tun zu können, was wir tun. Es ist ein Privileg und ein Geschenk…

Ronny: Und ein großer Spaß, niemals Routine. Das ist wichtig.

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