Ein umtriebiger Gesell dieser Mat Sinner. Primal Fear, die Rock meets Classic Tourneen und sein Soloprojekt Sinner sind feste Bestandteile im Leben eines jeden Metallers in Deutschland. Das hinter all diesen Bands und Projekten ein Mensch steht, der richtig Ahnung von dem hat, was er tut, wird einem mit jeder Veröffentlichung oder Konzert einer seiner vielen Betätigungsfelder ziemlich schnell klar. Gerade die aktuelle Primal Fear CD „Unbreakable“ beweist einmal mehr, dass guter, ehrlicher und fetter Powermetal keine alleinige Domäne der Amis ist. Jedenfalls freute ich mich sehr, dass sich Mat bereit erklärte, ein paar meiner Fragen zu beantworten.
Mat, als allerstes meinen allerherzlichsten Glückwunsch zu diesem wirklich geilen Erfolg. Chartentries auf der ganzen Welt…da muss doch einem „alten“ Rocker wie Dir richtig das Herz aufgehen…

Auf jedenfall freut man sich, wenn man bei der Strategie für die neue CD nicht daneben lag und so umwerfendes Feedback bekommt. Das tut gut!

Mit “16.6: (Before The Devil Knows You're Dead” seid Ihr ja schon damals auf Platz 46 recht hoch in Deutschland eingestiegen. Nun also Platz 31. Welche Platzierung bedeutet Dir mehr und warum?Natürlich #31 – die höchste Platzierung in der Geschichte von Primal Fear in den deutschen Charts. Das gibt enorm Motivation für die kommenden Aufgaben und es freut uns sehr, dass so viele Fans die CD legal gekauft oder downloaded haben – alles prima und 1000 Dank an alle!

Erst die Sinner Platte „One bullet left“, dann die Rock meets Classic Tour und nun Primal fear. Hast Du auch nen Privatleben?

Na klar, mal mehr und mal weniger – aber ich bin gerade rundum zufrieden und ein glücklicher Mensch, versuche das auch zu geniessen, denn jeder weiss wie schnell so etwas sich ändern kann.
Irgendwie habe ich gar nicht mitbekommen, dass Du mit Primal Fear an einem neuem Album gearbeitet hast und plötzlich…schwupps…da war es. Und in meinen Augen klingt die Scheibe auch so: Ehrlich, gradlinig, spontan. Habt Ihr da im Geheimen dran gewerkelt?Ach so geheim war das nicht, aber nach der ewigen Tour für die 16.6 und die Live DVD/CD haben wir genau gewusst was für eine Platte wir machen wollten, waren bis in die Haarspitzen motiviert und dann gehen einem die Sachen etwas einfacher von der Hand. Der Entstehungsprozess von "Unbreakable" war sehr friedlich und kreativ!

Ist denn der Titel „Unbreakable“ autobiographisch?

Uns sind in unserer Karriere schon viele Dinge passiert, die wir gerne hätten konträr erlebt hätten. Aber dennoch den eisernen Willen hatten unser Ding trotz aller Problemen durchzuziehen. Im Endeffekt gibt es dafür das wunderbare schon oft zitierte englische Wort „Unbreakable“ und das passt eben wie die berühmte Faust aufs Auge!

Ich muss gestehen, dass ich „Unbreakable“ als eine der besten Melodic Metal Alben der letzten zwei Jahre ansehe. Wo rangiert Deiner Meinung nach das Album in Eurer Discographie und inwieweit überwiegt die Zufriedenheit?

Totale Zufriedenheit und sehr viel Power für die nächste Produktion, obwohl natürlich mind. 1 Jahr Tournee anstehen wird. Wir werden auch sehr viele Songs von Unbreakable auf unserer Tournee spielen – das ist immer ein Gradmesser wie die Band ihre neue Platte findet und danke für deine Meinung, gefällt mir (lacht).
Das hast Du denn Ralf in den Tee getan? Ich finde, dass er auf „Unbreakable“ seine stimmlich beste Leistung seit „Jaws of death“ vollbracht hat.

Ralf hat mittlerweile die nötige Reife und das Gespür wo er mit seinen Vocals ansetzt und es macht riesig Spass mit ihm zusammenzuarbeiten. Ausserdem hat er sehr viele gute Ideen zu dem Album beigetragen und sich richtig reingehängt!

Wo holt Ihr eigentlich immer solch Granatenrefrains wie „Metal is forever“ oder aktuell „Bad guys wear black“ her? Kalkül oder einfach Spaß an der Sache?

Das ist tatsächlich Spontanität – mal klappts, mal nicht – aber ehrlich gesagt planbar ist dies nicht!

Wann geht’s mit Primal Fear auf Tour?

Wir gehen Ende März los und erst mal Europa, dann haben wir 6-7 Festivals im Sommer zu spielen, planen dann Südamerika, schauen ob es diesmal mit Japan oder Australien klappt, machen auf jedenfall im Herbst eine zweite Rutsche durch Europa und warten auf den erneuten Ruf der Nord-Amerikaner!

Nächstes Jahr sind es bereits 15 Jahre nach Veröffentlichung des selbstbetitelten Debüts. Ist irgendetwas Spezielles zu diesem Anlass geplant?

Wow – stimmt, bis jetzt denken wir nur an die nächsten Aufgaben und nicht so weit im voraus!
Rock meets classic…mit solch großen Legenden auf Tour, ausverkaufte Hallen, eine Masse an Leuten. Was ist am meisten haften geblieben?

Die grossartige Musik, die geniale Zusammenarbeit zwischen Band und Orchester, nur positive Leute auf Tour und das bei 80 Leuten – war nicht immer so! Musikalisch ist es natürlich ein Hammer mit Steve Lukather auf der Bühne zu stehen und eine Freundschaft aufzubauen, mit Ian Gillan „Highway Star“ zu spielen, die grosse Überraschung war Chris Thompson – was für ein einmaliger Entertainer und Mensch, aber auch Jimi Jamison ist ein genialer Sänger mit tollen Songs. Robin Becks Stimme war jeden Abend eine Macht. Also nur gute und positive Erinnerungen und ich freue mich schon auf die Tournee im Januar 2013!Bekommt man bei einer solchen Veranstaltung mit solch gestanden
Rockgrößen eigentlich noch nasse Hände oder ist das mehr Business as usual?

Naja, ich bin für die Show verantwortlich und muss mich um 1000 Sachen kümmern, da merkt man manchmal erst spät, dass man neben Steve Lukather steht und Gänsehaut bei „I’ll Be Over You“ bekommt und wie herrlich die Kombination mit Orchester & Band funktioniert! Ich gebe schon zu, dass es mich stolz macht und ich da 100% in meinem Job aufgehe!

Eine etwas unorthodoxe Frage zum Schluss: Auf meiner Schulabschlussfeier (1988) zerriß ich mir bei einem David-Lee-Roth-artigen Sprung von der Bühne zu den Klängen von „Rebel yell“ von Deinem Album „Comin‘ out fighting“ die Hose. Ist da irgendeine Form der Entschädigung möglich? Die dämlichen Sprüche auf den After-Show Feierlichkeiten hatten damals ganz schön an meinem Selbstbewusstsein geknabbert...

Das ist nach meinem Empfinden verjährt, aber ich lade dich gern auf eine der nächsten
Sinner Shows ein diesen Sprung noch mal zu machen und dann schauen wir ob die Hose hält und trinken ein Bier zusammen (lacht).

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