Auf die Augen!

Auch wenn der Classic Rock inzwischen dermaßen salonfähig wurde, dass es nahezu wöchentlich neue, aufstrebende Bands zu entdecken gilt, ragen nur selten Protagonisten dermaßen aus der Allgemeinheit empor wie die Amis Crobot.

Sänger Brandon Yeagley zeigte sich im Interview logischerweise hocherfreut über die Tatsache, dass die Jungs für ihr Debüt „Something supernatural“ hierzulande bislang ausnahmslos positive Resonanz einheimsen durften und brachte uns das Gerät selbst, wie auch die vierköpfige Formation aus Pottsville, Pennsylvania in einem nur ganz schwer zu bremsenden, euphorisierten Redeschwall näher.
Schon die übliche Einstiegsfrage nach dem bisherigen Verlauf der Karriere von Crobot scheint Brandons Mitteilungsbedürfnis sehr entgegengekommen zu sein, denn der Kerl, den wir in einem seiner Aussage nach eher bedenklich klapprigen Tourbus aufgabeln, mit dem die Vier-Bande der Staaten herumgurkt, legte wie aus der Pistole geschossen los:

I
ch kann gut nachvollziehen, dass man uns in Europa noch für Grünschnäbel hält, schließlich sind wir bei euch bis dato ja auch noch nicht wirklich in Erscheinung getreten. Weder auf Tonträger, noch live. Aber das wird sich ändern!

Momentan befinden wir zwar uns im Nirgendwo des US-amerikanischen Nordwestens, sind aber hoffentlich bald an unserem Ziel angelangt, der Stadt Spokane im Staate Washington. Wir befinden uns ohnehin nahezu ständig auf Achse, deshalb ist es wichtig die Übersicht nicht völlig zu verlieren, schließlich klingt es peinlich, wenn man als Band von der Bühne aus die Besucher in einem Club mit dem Namen der falschen Stadt willkommen heißt, haha.

Dieses ständige Touren ist für eine Truppe von unserem Status einfach das Wichtigste, denn nur dadurch schafft man es heutzutage stets präsent zu bleiben.

Wir haben zwar auch schon zwei EPs eingespielt und konnten damit auch durchaus einige Fans erreichen, dennoch ist die Bekanntheit von Crobot bislang vorwiegend auf unsere Gegend beschränkt.

Womit eigentlich klar festgelegt ist, was als nächstes bei Euch auf dem Programm steht, oder?
Logisch! Europa, wir kommen, hähä! Allerdings wird es wohl noch ein wenig dauern, bis wir uns bei Euch einen entsprechenden Status erarbeitet haben. Mit der Veröffentlichung von „Something Supernatural“ sollte aber zumindest der Startschuss dazu erfolgen können - nicht zuletzt deshalb, weil wir das Album bei einem Label herausbringen, das in Europa eines der wohl umtriebigsten und kompetentesten ist.

Korrekt. Wie aber kommt man als „No Name“-Truppe, wie Du es selbst formuliert hast, zu einem solchen „Riesen“ wie Nuclear Blast?

Diesbezüglich scheinen wir großes Glück gehabt zu haben: Bei einem unserer Gigs, die wir zusammen mit Anti-Mortem absolvierten, war nämlich unter anderem auch Monte Conner anwesend, der Boss von Nuclear Blast hier in den Staaten. Er zeigte sich von unserer Live-Show dermaßen begeistert, dass er sich persönlich für uns stark und die Zentrale auf Crobot aufmerksam machte. Dennoch würde ich es nicht nur auf den Faktor „Glück“ reduzieren, dass ausgerechnet wir eine solche Chance erhalten. Ich denke wir haben bisher wirklich sehr, sehr hart für die Band gearbeitet und können nun hoffentlich die Lorbeeren ernten.

Nach harter Arbeit klingt auch die aktuelle Tour. Es scheint als ob ihr mit eine mehr als nur gehörige Portion Eigeninitiative an den Tag legen würdet.
Oh ja, da hast du Recht! Uns - das heißt konkret, unserem Gitarristen Chris Bishop und mir - war von Anfang an bewusst, dass es in Zeiten wie diesen keine andere Möglichkeit gibt, um mit einer Band voranzukommen. Von daher dürfte es nachvollziehbar sein, dass wir schon kurz der Gründung der Band 2011 damit begannen, so viele Gigs wie nur geht zu spielen. Nachvollziehbar, dass wir uns seit damals mehr oder weniger permanent auf Achse befinden, oder?

Ein Ende ist aber längst nicht in Sicht, denn in erster Linie macht uns Musik Riesenspaß! Dass wir dadurch hier in den Staaten auch viele gute Kontakte knüpfen konnten, wie unter anderem jenen zu unserem US-Label, das hervorragende Arbeit für uns leistete und uns seinerseits eine Unzahl an Auftrittsmöglichkeiten bescherte, war eine mehr als nur nette „Nebenerscheinung“. Auch dass wir inzwischen mit Clutch touren und mit Kill Devil Hill auftreten konnten ist auf unser nimmermüdes Werken zurückzuführen. So etwas macht uns stolz, noch viel mehr aber, dass wir sogar schon auf renommierten Festivals hierzulande präsent sein konnten, wie beispielsweise auf dem „SXSW“ in Austin, Texas.

Deine Euphorie veranlasst mich nachzubohren, um mir eure Musik von Dir quasi „schmackhaft“ machen zu lassen und erklärt zu bekommen. Ich persönlich kann in eurem Sound sehr wohl vorwiegend die 70er heraushören, aber auch spätere Epochen, allen voran die viel gescholtenen 90er.

Keine Widerrede! Die siebziger Jahre sind mit Sicherheit der wichtigste Einfluss auf uns gewesen. Egal, ob wir uns über Led Zeppellin, Black Sabbath oder auch Deep Purple unterhalten. Alle diese Acts hinterließen nachhaltig Eindruck auf uns, und tun das immer noch. Ich finde nämlich auch die letzten Scheiben von Sabbath und Purple sehr gelungen!

Dadurch ist es auch nachvollziehbar, dass man uns sehr häufig in einem Atemzug mit Witchcraft oder Graveyard erwähnt, die ja auch in diese Ecke tendieren. Ich muss dir außerdem insofern Recht geben, dass man bei uns selbstverständlich und mit voller Absicht auch zeitgemäße Inspirationen heraushören kann. Ist wohl auch klar, denn beispielsweise Monster Magent oder auch Soundgarden verehren alle Bandmitglieder. Und dass mein Gesang dabei an den von Chris Cornell erinnert, empfinde ich als große Ehre, denn ich bin ein riesiger Fan von ihm. Also, Danke!

Aufgefallen ist mir auf Anhieb auch, dass die Scheibe nicht nur ins Ohr geht, sondern ebenso ins Auge sticht. Ist wohl auch als „Eye-Catcher“ gedacht das Teil, oder?
Absolut! Es tut gut, mitzubekommen, dass all die Mühen, die wir dafür auf uns nahmen, auch honoriert wird. Das Cover ist für mich immer schon ein ganz wichtiger Bestandteil einer Veröffentlichung gewesen. Ein Album ohne das entsprechende Artwork erregt doch nur halb so viel Interesse! In meiner Jugend kaufte ich viel lieber Vinyl als CDs. Zum einen, weil ich finde, dass Vinyl einfach besser klingt als alles andere, und eben auch, weil das Artwork aufgrund der Größe besser zur Geltung kommt. Dass wir für unser Debüt besonderes Augenmerk darauf gelegt haben, scheint gut anzukommen. Die Lorbeeren dafür gebühren unserem Gitarristen Chris, denn die Geschichte ist auf seinem Mist gewachsen. Der Kerl legte sich dermaßen ins Zeug, dass wir nun für jeden einzelnen Song ein gesondertes Artwork haben, das wir in einer Special-Edition auch unseren Fans anbieten werden.

Ich würde das Album als Box auflegen, die jeden Song einzeln als Single mit dem entsprechenden Artwork im Aufgebot führt, was hältst Du denn davon?

This is a fuckin‘ great idea, man! Genau so muss die ultimative Ausgabe von „Something Supernatural“ aussehen! Sorry, ich muss jetzt Schluss machen, weil ich mal ganz dringend unser Label anrufen muss, hähähä! Danke für das Interview und für diese Idee!

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