ICED EARTH | WARBRINGER | ELM STREET

11.02.2014 - Berlin @ Astra

Tja, manchmal kommt man zu einem Konzert wie die Jungfrau zum Kinde. Eigentlich stand Iced Earth gar nicht auf meinem Speiseplan und somit bemühte ich mich im Vorfeld auch gar nicht um eine Akkreditierung, doch durch einen komischen Zufall gewann ich zwei Karten für das am Abend im Astra stattfindende Ereignis, womit der Dienstagabend also dann doch verplant war. Das ich dafür mit einem akustischen Leckerli der Spitzenklasse versorgt werden würde, wusste ich bis Dato noch nicht. Also…Das Feierabend Pils noch schnell gekippt, Jacke an und ab Richtung Warschauer Str, wo ich (wie immer) von Nerd und Touri Massen erdrückt wurde. Ätzend!
Pünktlich angekommen legten dann auch gleich die Australier von Elm Street los, die ihren Thrash-lastigen Heavy Metal ziemlich gekonnt in die schon reichlich anwesende Masse schleuderte, mich aber nicht sonderlich begeistern konnten. Vielleicht lag es am extrem miesen Sound, vielleicht an der hüftsteifen Performance oder den einfach ziemlich langweiligen Songs, ich weiß es nicht, doch mehr als der obligatorische Höflichkeits Applaus war für die Combo aus Melbourne absolut nicht drin. Aber dennoch hatte ich danach etwas mehr Appetit…auf ein weiteres Pils und die nun folgenden Warbringer
Die ließen sich auch nicht lumpen und legten sofort und ohne Umschweife mit „Scars remain“ los und konnten mich (wie eigentlich immer) begeistern. Allerdings bin ich es gewohnt, bei einem Konzert der Kalifornischen Thrash Walze von den Moshpits erdrückt zu werden. Hier stand das Berliner Publikum ziemlich lahm herum, hier und da flogen ein paar Haare, das war’s dann aber auch schon. Der mickrige Circle Pit beim Übersong „Total war“ konnte da auch nichts mehr retten. Leider war auch der Sound nicht besonders prall und somit kamen Granaten wie „Future ages gone“ und das abschließende und sich immer mehr bei mir zum Lieblingssong entwickelnde „Hunter seeker“ etwas lahm rüber. Naja, aber meckern hilft nichts…ich fand Warbringer eigentlich geil wie immer und auch Frontmann John Kevill ist und bleibt einfach eine verdammt coole Sau. Vinyl eingepackt, unterschreiben lassen, ein weiteres Pils verpflanzt und ab vor die Bühne, wo nun der Headliner zum Tanze aufspielen sollte.

Setlist:
Scars remain
Iron city
Severed reality
Living weapon
Future ages gone
Total war
Living in a whirlwind
Towers of the serpent
Hunter seeker
Und nun wurde es auch etwas voller im Saal und die Stimmung war famos als die Powermetaller (die in einem Berliner Lokalsender als “Thrash Metal” angekündigt wurden…) mit dem Titeltrack ihres neuen Albums einstiegen…und ich muss sagen, ich war auf’s angenehmste überrascht! Das neue Album geht nicht ganz so in meinen Gehörgang, aber live kommen die Teile richtig gut! Dazu kommt auch, dass Jon Shaffer scheinbar mit Stu Black endlich den geeigneten Frontmann gefunden zu haben scheint (mal schauen für wie lange), denn der Junge ist eine verdammt coole Sau und steht seinem Mainman in nichts nach. Selbst Klassiker wie das überragende „Vengenace is mine“ lässt in meinen Augen fast Über-Vorgänger Matt Barlow fast verblassen (auch wenn ich dafür jetzt was auf den Deckel bekommen werde). Doch trotz der überragenden Setlist, einem enthusiastisch mitsingenden Publikum und einer Band in höchster Spiellaune, krankte es ziemlich am Sound, der vor der Bühne noch halbwegs vernünftig, im hinteren Bereich aber wie eine große Matschwand ankam. Schade, denn Kracher wie „Dystopia“ (OBERHAMMER!), „Watching over me“ (Gänsehaut) oder „My own savior“ brauchen einen vernünftigen Ton. Aber den meisten schien das eher wurscht zu sein und überhaupt muss erwähnt werden, wie textsicher fast jeder Song mitgesungen wurde. Starke Atmosphäre, die den ansonsten immer grimmig dreinblickenden Shaffer sogar einige Grinser abringen konnten. Letztendlich bleibt aber unterm Strich ein famoser Abend mit toller Musik, tollen Fans und noch einigen netten Gesprächen nach der Show…vor allem mit den durchgeknallten und komplett sympatischen Warbringer Jungs…

Setlist:
Plagues of Babylon
Democide
V
If I could see you
The hunter
Among the living dead
Burning times
Red Baron / Blue Max
Blessed are you
Vengeance is mine
Cthulhu
My own savior
The end?
A question of heaven
Dystopia
Watching over me
Iced Earth

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