BEHEMOTH | ABBATH | ENTOMBED A.D. | INQUISITION

03.02.2016 - Berlin @ Astra

39 Fieber und heftiger Schüttelfrost konnten mich an diesem saukalten Abend nicht davon abhalten, dem ersten richtig fetten Konzerthighlight des Jahres beizuwohnen, denn wenn Behemoth bereits im Vorfeld ankündigen, dass überragende „The satanist“ Album im Gänze zu kredenzen, besteht redaktionelle Anwesenheitspflicht, dem Steppo, Siggi, Schrod, Clemens, Morten, Jano und meine Wenigkeit selbstverständlich nachkamen. Wer allerdings dieser geschminkte Mensch auf dem Bild neben Schrod ist, entzieht sich leider gänzlich meiner Kenntnis…immer diese aufdringlichen und profilneurotischen Fans…tztztz [od]
Den Reigen des dunklen Line-Up‘s für diesen Abend eröffneten die Jungs aus Seattle (USA – Inquisition. Auch wenn mir persönlich die Mucke nicht so zusagt, muss ich zugeben, aber das Duo aus den Staaten hat seine Sache sehr gut gemacht. 40 Minute lang prügeln und shredden sich Dagon und Incubus sehr präzise durch die Hölle. Meine Güte, zwei Mann und eine derartige Energie ist schon krass. Mir selbst fehlt Bass und zweite Gitarre, aber dem Großteil der schwarzmetallischen Meute scheint es durchaus zu gefallen und die Haare kreisen. Black Metal der schnelleren Natur, ohne Schnörkel und ohne überladenen Technikeinlagen, straight in die Fresse – die Fans im Astra Club wollten zu Beginn wohl auch genau das.

Es ist undankbar, Opener zu sein, aber Inquisition haben diese Hürde gemeistert und ein solides Konzert gespielt. Sound war ok, wenn auch sehr laut und zunehmender Dauer immer lauter werdend.[ds]
Nein, das sind nicht mehr Entombed und selbst das hinten angefügte Kürzel a.d. kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine dritt- wenn nicht sogar viertklasssige Coverband auf Biegen und Brechen versucht, aus dem alten, längst vergangenen Ruhm noch ein paar Kröten abzuschöpfen, was ich persönlich als komplette Verarsche der alteingesessenen Fans ansehe.

Versteht mich nicht falsch…“Left hand path“ oder „Clandestine“ gehören bis zum heutigen Tage zum Besten, was der Schwedische Death Metal jemals ausgekotzt hat, was vor allem daran lag, dass die Gitarren so tief wie der Mariannengraben gestimmt waren und einem fast die Boxen aus den Regalen ballerten, wenn man nicht richtig aufpasste. Heute allerdings kreischen die Gitarren 3 Oktaven höher und ein mehr als „gutgelaunter“ L.G.Petrov röhrt Textzeilen, die nicht so ganz zu den Songs zu passen scheinen. Ok, das hat Karl Willets beim letzten Bolt Thrower Gastspiel in Berlin auch gebracht, nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die Mucke der Mannen aus Coventry um ein tausendfaches besser ist, als das hier und heute Dargebotene.

Rein objektiv betrachtet gab es für mich nichts positives über diese Verschwendung kostbarster Zeit zu berichten. Na gut…vielleicht das, dass es tatsächlich einige gab, die die Schweden tatsächlich abfeierten, was ich allerdings der Jugend zugute schreiben muss, die Entombed niemals in ihrer Hochphase erleben durften. Eine mir wohlbekannte und geschätzte Dame jedenfalls ging mächtig steil, was ich nicht unbedingt guthieß. Daumen runter in der Hoffnung, dass die Jungs sich irgendwann endlich wieder ihrer musikalischen Wurzeln besinnen oder die Band endlich würdevoll zu Grabe tragen, denn das hier ist in meinen Augen derbste Leichenfledderei. Oder steht das A.D. für „absoluten Dünnpfiff“? Dann würde es passen… [od]

Midas in reverse
Stranger aeons
Second to none
Living dead
Pandemic rage
Chaos breed
I for an eye
Revel in flesh
Wolverine blues
Left hand path
Pünktlich zur Primetime gegen 20:15 ertönt das Intro zum Song "To War!" und ABBATH und Co. betreten die Bühne unter dem Jubel der Fans und legten sofort mit dem Song los. Links und rechts 2 schwarze Banner mit jeweils 2 weißen Raben, umrandet von Lichtern…ein optisches Spektakel in Kombination mit dem frostigen Black Metal von ABBATH. Frontmann Olve Eikemo in kompletter Montur hatte ersichtliche Lust und Energie der Bude und den Fans einzuheißen, seinen Thron zu verteidigen und allen Anforderungen gerecht zu werden.

Der Hit der neuen Platte "Winterbane" folgte und es wurde ohne Gnade weitergemacht. Sehr zur Freude der Fans! Auch der Bonustrack und IMMORTAL Track "Nebular Ravens Winter" fand an dritter Stelle Platz auf der Setlist und zog das Tempo erheblich an. Es mangelte meines Erachtens etwas am Sound, welcher dem Gesang nicht viel Raum und vor allem Lautstärke lies, sodass man schon den ein oder anderen Song vorab kennen musste, um den maximalen Spaß an der Show genießen zu können. Dieser Vorraussetzung wurden aber zu 100% über der Hälfte der im Publikum anwesenden Gäste zurecht. "Warriors" von I wurde von Abbath mit einem smarten Spruch angekündigt und erfüllte wohl nicht nur mir einen großen Wunsch damit, auch aus diesem Projekt zumindest einen Track zu spielen.

Die Bühnenshow war von Seiten Abbath‘ selbst zumindest sehr IMMORTAL typisch, bzw. eben mit dem persönlichen Flair ausgestattet, den Abbath wohl schon immer prägte. Man bekam, was man erwartet hatte und es war großartig. "Ashes Of The Dead", "Oceans Of Wounds" und "Fenris Hunt" brachten dann den typischen Stil und klang des neuen Soloprojektes zurück. Leider makelte es etwas an der Performance des Restes der Band, welcher mich störte, da ich mit dem Metalcore ähnlichen auf und ab Gespringe zum Monitor und zurück von King einfach nicht wirklich was anfangen konnte. Hinzu kam der irgendwie mir neu vorkommende 2te Gitarrist fast wie angewurzelt vor und war schon so sehr auf dem Griffbrett und das von Eikemo gebunden, dass ich meinte, seine spielerische Unsicherheit zu sehr zu merken, wodurch für mich die Show einfach irgendwann zu sehr litt. Trotzalledem riss Abbath persönlich alles wieder raus und zusätzlich zur Unterstützung kamen auch noch 2 weitere, nicht auf dem Album vorkommende IMMORTAL Klassiker "Tyrants" und "One By One".

Vom Liveerlebnis nicht ganz so magisch wie zu IMMORTALs Zeiten, aber dennoch großartig zu hören und ein totaler Stimmungsschub weiter gen oben! Es kam einfach keine Schwankung auf und ABBATH wechselte wieder zu den Songs aus dem Album "Count The Dead", "Root Of The Mountain" und "Endless", welche zum Teil mit den teils lustigen Ansprachen des Frontmannes nicht besser hätten eingeleitet werden können. Der Abschluss wurde dann mit dem gleichnamigen Song "All Shall Fall" von IMMORTALs letzter Platte gekrönt und ließ somit nichts mehr offen und man sah viele glückliche Gesichert in den Reihen! Unfassbar und besser als gedacht präsentierte sich eben die neue Formation rund um und mit Abbath. Ich war für meinen Teil mehr auch trotz der 2-3 kleinen Mankos mehr als zufrieden und würde mir selbiges sofort noch einmal auf die Ohren geben![ct]

To war
Winter bane
Nebular ravens winterm (Immortal)
Warriors (I)
Ashes of the damned
Fenrir hunts
Tyrants (Immortal)
One by one (Immortal)
Count the dead
Endless
Root of the mountain
All shall fall (Immortal)
Links und rechts Podeste mit dahinter befindlichen Videoleinwänden, die obligatorisch mit Feuerschalen ausgestatteten Mikroständer, weißes Stroboskoplicht und eine Band, die majestätisch unter dem frenetischen Jubel der Fanschar die Bühne betrat und sogleich mit „Blow your trumpets Gabriel“ ihr Unterfangen, das komplette „The Satanist“ Meisterwerk zu performen, in Angriff nahmen. Behemoth machten gleich in den ersten Minuten klar, warum man dieser unfassbar elegischen Band einfach aus der Hand fressen muss, denn die Präsenz der Polen ist einfach unfassbar, man blickt gebannt zur Bühne und muss sich das Pissen verkneifen, um nicht eine Sekunde des hier Dargebotenen zu verpassen. Der Sound kam klar und differenziert aus den Boxen und überall wo man hinschaute wiegten sich die Häupter im Takt zur…äääh….göttlichen Mucke des Quartetts. Es ist einfach unfassbar, wie großartig Behemoth sind und ich persönlich gönne Nergal, Inferno, Seth und vor allem dem ständig großartig posenden Orion diesen Erfolg. Klar muss man erwähnen, dass solch Überhits wie „Christian to the lions“ (nee, ich meine nicht unseren Christian…) in der Setlist heute keinen Platz fanden, doch dann müssten Behemoth einen Gig von mindestens zweieinhalb Stunden aufbieten, um alle wirklich zufrieden zu stellen. Ist es eigentlich unangemessen davon zu sprechen, dass nach dem Konzert 95% aller Gesichter in die ich blickte ein fettes Grinsen aufwiesen? Behemoth sind eine andere Liga und hoffentlich noch lange nicht am Ende ihrer Schaffenskraft. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen![od]

Blow your trumpets Gabriel
Furor divinus
Messe noir
Ora pro nubis Lucifer
Amen
The Satanist
Ben Sahar
In the absence ov light
O father O Satan O sun
Pure evil and hate
Antichristian phenomenon
Conquer all
Chant for eschaton

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