RAMMSTEIN | PEACHES

09.07.2016 - Berlin @ Waldbühne

JA !!! NEIN ??? RAMMSTEIN !!!!!!!!!!!!!

Unbeschreiblich, einfach unbeschreiblich und ein Erlebnis, welches ich persönlich nicht vergessen kann, werde und will. Aber wie kam es dazu und vor allem warum? Was ist so besonders daran? Also bevor einige sich gleich aufregen bzgl. Ticket-Schmarotzer oder ähnlichem, ich kann euch beruhigen und versichern das auch meine Wenigkeit vor dem PC, gleichzeitig am Handy und mit so vielen anderen Internetfähigen-Geräten die es nur gab, ab Vorverkaufsstart aller 30 Sekunden auf "noch einmal probieren" geklickt habe. Und es hat sich gelohnt, bzw. habe ich wohl vielmehr Glück gehabt. Aber auch wenn es wirklich Nervtötend und ein Ding der Unmöglichkeit war, so konnte ich 2 Tickets insgesamt für mich ergattern und zugleich die Chance nutzen im Namen von Zephyr´s Odem euch einen Bericht im Nachhinein zu hinterlassen und auf einige Fragen und Kommentare einzugehen, welche bei dem Thema Rammstein gerne mal aufkommen.

Für alle, für die die Band natürlich auf den Zeiger geht und immer noch der Meinung sind, dass die Jungs um Till Lindemann ohne die Show nichts wären, oder sie hätten keine gute Songauswahl mehr, oder der Klassiker: "Ich mag eh nur die alten Sachen", denen kann ich vielleicht einige andere Ansichten, Fakten und vor allem die selbst erlebte Erfahrung kundtun und sie damit vielleicht ggf. überzeugen. Wer aber strickt darauf besteht, der sollte spätestens JETZT aufhören weiter zu lesen. Also los geht´s!

Endlich! Und das dachten sich wohl viele der knappen 22000 Fans in der Waldbühne Berlin mit mir zusammen, nachdem man schließlich nach dem stürmenden Einlass um kurz nach 17:00 Uhr zur Bühne gerannt ist, um einen Platz vor seinen Lieblingen zu ergattern. Ich selber habe mich direkt in die erste Reihe der Sitzränge begeben um direkt, etwas höher als die Band selber, einen perfekten Blick auf das Geschehen auf und vor allem um die Bühne herum mitzubekommen. Bis es dann letztendlich los ging schlug die Uhr 19:30 und das Intro samt der skurril aussehenden Peaches legte los. Oh mein Gott, die Gesichter der Leute um mich herum waren durchweg kreidebleich, bis kurz vor dem explodieren. Selbst großzügig hochgerechnet konnte wohl kaum jemand etwas mit der Bums-Bratz- Drum & Bass Mukke, der wie ein Pokemon aussehende Dame, Peaches anfangen. Wenn überhaupt etwas zum lang ersehnten Headliner Rammstein gepasst hat, dann die kontroversen, tabulosen Texte (welche sich ausschließlich um Sex drehten und der dafür wichtigen Körperteile handelte), sowie die Perfomance der beiden Künstler zur Peaches Unterstützung. Und diese hat es in sich, ohne evtl. jemanden alles vorab zu verraten, möchte ich kurz einen Auszug der Show schildern und vorallem für all die, welche es "verpasst" haben ;). Es handelte sich um den Song "Vaginoplasty", bei denen ein männlicher und eine weibliche Darstellerin in einem Rosa Ganzkörperkondom über die Bühne gerannt sind und um Takt zum Refrain ihre !!!Körpergroßen!!!, vorne aufgenähten Scharmlippen geöffnet und geschlossen haben. Getoppt wurde das letzendlich gegen Ende des Songs, als die Darsteller ihren Kopf durch die gewisse auch detailgetreute Öffnung gesteckt haben und schlussendlich sich an Peaches die letzten Sekunden Musik gerubbelt haben.

Ach ja, was hat man gelacht, war geschockt oder total enttäuscht oder entsetzt. Es gab viele unterschiedliche und vor allem negative Reaktionen darauf, was man davon halten soll. Schlussendlich ist es jedem selbst überlassen. Ich selber bin kein Fan dieser Musik, muss aber sagen es hat besser gepasst als irgendeine andere Metal oder Rock Band, welche ähnlich harte Musik, oder sogar noch Stilähnlichen Metal wie Rammstein selbst gemacht hätten. Ein perfekt inszeniertes Kontrastprogramm, welches die Gemüter wach gerüttelt hat und die volle Aufmerksamkeit auf sich zog. Wer sich jetzt musikalisch also noch mehr als ein Bild von Peaches machen möchte, dem empfehle ich den Titel "Dig In The Air". Dieser zeigt das musikalische Spektrum der Musik perfekt auf und ich zitiere zum Abschluss von dem Peaches Live-Review auch gerne mit einem Textauszug aus dem genannten Stück, damit auch die lyrischen "Raffinessen" euch ohne es hören zu müssen, oder gehört zu haben klar werden:"Whose jizz is this? Whose jizz is this? Dick in the air, let me see you put your– Put your dick in the air, Dick, dick, dick" xD

Ja das muss man erstmal verdauen und verstehen, aber deshalb habe ich mich und so gut wie jeder andere dem Tag auch nicht an der legendären Waldbühne an diesem Samstag zusammengefunden, an der einige Wochen zuvor Bands wie Black Sabbath und Iron Maiden die Erde zum beben brachte. Wir waren da für Rammstein und nachdem das Warten eigentlich ein Ende hatte, der Kessel am vor Vorfreunde und Ungeduld am überkochen war, wurde die letzte Minute (die wohl längste Minute des Abends für viele) durch einen Countdown der beiden Anzeigetafeln vor der Bühne mit einem grellen Ton pro Sekunde eingeläutet. Um einen drauf zu setzten wurden schließlich die letzten 10 Sekunden nochmals anders vertont und das Publikum zählte fleißig und lautstark mit bis zur 0. Und dann ging es los! Endlich, Schlagzeug und Gitarren setzten ein und die Jungs werden von oben herab gefahren um den "neuen" Song "Ramm 4" zu performen. Lindemann selber torkelte später mit weißem Anzug und Hut zum Bühnenbild hinzu, lies diesen explodieren und los ging das musikalische und bildliche Feuerwerk von gut 1ner Stunde und 30 Minuten (inklusive Zugabe).

Ich muss und möchte nicht jeden Song und dessen Show einzeln beschreiben, denn wer jetzt diesen Text noch liest kennt Rammstein und die typischen Showelemente zu den speziellen Songs auswendig. Aber genau das ist schon einer der Punkte, welche so ein Konzert speziell machen und auf den man eingehen sollte. Wenn man einer von 22000 Fans ist und jeder jedes einzelne Wort kennt und mitsingt und auf sämtliche Interaktionen sicher reagiert. So ist das ein einmaliges Erlebnis, welches ich bisher in der Art noch nie erlebt habe. Dies führte wiederum zu einer Spürbaren Energie und Power der Band, welche sich an dem Publikum genährt hat und andersherum, sodass das gesamte Konzert durchweg von purer Magie durchtränkt war. So etwas erlebt man meines Erachtens mehr als selten. Unterstützt wurde dies dann natürlich durch die Pyrotechnik, welche nicht ausschließlich aus Feuer bestand, nein, es gab Nebel und Rauchfontänen, sowie etliche Feuerwerkelemente auf (Pyrobogen, Armbrust) und um die Bühne herum, welche taktsicher die Optik und sogar das ein oder andere Riff und Drumfill zusätzlich untermalt hat. Ein Rundumsorglospaket sozusagen. Nicht eintönig ein paar Flammen und das war es, nein, es wurde bei vielen Songs sogar auf derartige Unterstützung verzichtet. Denn entgegen den Aussagen, dass ohne dem Tam-Tam drummherum alles nichts Besonderes wäre, kann ich aufgrund dieser erlebten Tatsache und Songs sicher dementieren. Man muss dabei gewesen sein um es zu verstehen.

Aber die Titel wirkten auch durch die Präsenz der Musiker allein und der übrigen Lichtshow der beweglichen Traversen, die sich pro Song neu sortiert und ausgerichtet haben um je nach Stimmung das Bühnenbild zu komplettieren. Dazu gab es neben einigen kleinen Neuerungen (z.B. dem Sprengstoffgürtel, brennendes Herz) im Bühnenbild eine leicht neu angeordnete Setlist. Klar, sie war für jeden zu kurz und selbst wenn alle Titel, welche die Band innerhalb ihrer Geschichte geschrieben hat gespielt worden wäre, wäre es immer noch zu wenig gewesen. Aber die Titel wurden wirklich super gewählt und neben einigen typisch plazierten, aufeinanderfolgenden Tracks, auch neue und seltene Stücke wie z.B. "Halleluja" von der limitierten Japan Edition von "Mutter" und das seit einiger Zeit herausgenommene und mein persönlicher Favorit "Seemann" gespielt. Rammstein haben schon immer um die ca. 90 Minuten gespielt und wenn man betrachtet, was dort auf der Bühne passiert, ist es auch meines Erachtens mehr als genug und jeder Musiker weiß wie anstrengend so eine lange Show ist, zumal Pyroshow, Umziehen etc noch dazu kommen. Es kann eben nicht unendlich langgehen, auch wenn wir es uns alle gewünscht hätten. Fest steht das die Setlist passend für Junge und Alte Fans gestaltet war, gemessen an der Zeit des Release der jeweiligen Alben. In Zahlen, es wurden 3 Titel von dem Erstling "Herzeleid", 2 von "Sehnsucht", 4 von "Mutter", wiederum 3 vom "Reise, Reise" Album, 1 Track von "Rosenrot", genau so viel, wie von dem letzten Album "Liebe ist für alle da" und natürlich als Opener der "neue" Song "Ramm 4". Letzterer muss ich zugeben hat wirklich seinen Reiz, ob es wirklich ein richtiger neuer Song eines neuem Album wird wag ich zu bezweifeln, aber es ist der ein guter Start, da dieser aus so ziemlich jeder bekannten Textzeile aller anderen Songs besteht und somit nicht besser ein Konzert eröffnen könnte.

Es könnte noch endlos so weitergehen, Konfettiregen zu "Amerika" und natürlich der stählernde Engel zu "Engel". Jeder ging mit einem grinsen die Stufen hinauf und war mehr als zufrieden. So muss ein fast perfekter Abend laufen, wenn man von den 2-3 Mikroaussetzer absieht. Aber Live ist eben Live und diese kleinen Fauxpas ließen die Show eher sympathischer wirken, als das diese gestört hätten. Aber schließlich steht Rammstein auch genau für dieses und sie wurden dem mehr als gerecht. Also wer sich selber ein Bild davon machen will oder immer noch schwankt ob sich ein Ticket lohnt, dem ist geraten die Chance zu nutzen, so lange sie noch besteht.

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