MASS CONFUSION TOUR 2016

DUST BOLT | REACTORY | INSANITY ALERT | BLOODBEAT

10.11.2016 - Berlin @ Cassiopeia

Was für ein geiles Thash Metal Billing, in einer kalten Novembernacht in Berlin! Wer nicht da war, der hat definitiv was verpasst!

Stellt euch vor es ist anno 1987 und Suicidal Tendencies, Exodus, Gang Green und Death spielen gemeinsam an einem Abend. Ihr würdet euch doch glatt standrechtlich selbst erschießen, wäret ihr nicht Zeuge diese phänomenalen Events gewesen. Das soll jetzt kein Vergleich eines plumpen Abklatsches sein, keinesfalls! Es soll euch mehr die Stilrichtung und die juvenile Agilität dieses einzigartigen Abends vermitteln, der im Folgenden beschrieben wird.

Den Anfang machten Bloodbeat aus Berlin. Aus Berlin? Yes! Ich kannte die vier Jungs auch noch nicht, so wie die meisten im Publikum. Die Newcomer sind seit 2014 zusammen und haben mit „Murderous art“ im September ihr Debüt Album rausgebracht. Bloodbeat spielten Old School Death Metal der meist walzenden Art, wobei immer wieder schnelle Ausbrüche, bis hin zu Blastbeats Geballer, die Meute eins ums andere Mal Verzückte, so auch mich! Geiler Auftakt, der nach Wiedersehen growled!

Dann kamen meine Vorab-Faves des Abends – Insanity Alert, um Meister-Psychopath Heavy Kevy. Sie boten eine gewohnt sehr gute und sehr bewegungsfreudige Show, bei er es wieder viel Unterhaltung gab. Entweder witzelte Mr. Kevy im Ösi-Dialekt, über seine multinationalen Mitstreiter, oder er verarschte sich selbst nach Strich und Faden. Natürlich gab es auch die bekannten Showeinlagen mit Spruchtafel, die zum Mitmachen animierten. Und siehe da, die ersten Circle Pits mischten das Publikum auf und es wurde heftig gepogt und gemoshed, zu so Thrash-Hardcore Granaten wie „Crucified by zombies“ und „Glorious thrash“, oder zu Gassenhauern der neuen Platte wie „Life´s too short for longboards“ oder „Why is David Guetta still alive“. Auch das obligatorische „Run to the pit“ am Ende durfte natürlich nicht fehlen. Die Metalhaeds waren nun jedenfalls ordentlich warm gelaufen und definitiv bereit für mehr.

Was dann kam, blies mich doch tatsächlich weg! Klar kennt man die Berliner Thrash Metal Institution Reactory und klar kennt man ihren anspruchsvollen und intensiven Thrash Metal. Hatte bei mir ihr aktueller Output „Heavy“ bisher noch nicht zu 100% gezündet, so wurde ich durch die heutige Livepräsenz völlig eines anderen belehrt. Vor allem Gitarrist Jerry beeindruckte mich förmlich. In bester Gary Holt-Manier, haute er ein technisch feines Riff nach dem anderen Raus und bangte dazu, ob es ein leichtes wäre, beides zu kombinieren. Auch die anderen drei Bandkollegen spielten hoch professionell und wie aus einem Guss. Richtig fetter Gig, von einer Band die nach mehr schreit! Ich auch!

Sichtlich gezeichnet vom ständigen Nackenmuskel Training in Hochgeschwindigkeit, waren immer noch genug Leute vor Ort, um nun den Headliner des heutigen Abends – Dust Bolt – zu bestaunen. Man weiß um die intensive Liveperformance der Landsberger Bajuwaren und besonders heute war zu erwarten, dass Sie nochmal alles in die Waagschale werfen würden. Dem war auch so, denn die komplette Mannschaft war sehr wild am Bangen und auf der kleinen Bühne umherhuschen, als ob es keinen Morgen gäbe. In dieser Kategorie gehen Dust Bolt definitiv als Gewinner des Abends vom Platz! Was mir mit der Zeit etwas auf den Keks ging, war das überambitionierte Gehabe von Basser Bene. Etwas Rockstar-like ließ er sich gerne zu sehr von der Zuschauern feiern, was in einem Bad in der Menge gipfelte, in dem er die Meute einen Circle Pit um sich laufen ließ. Den Anwesenden Bangern schien es zu gefallen und ohne Zweifel war der gesamte Aufritt von Dust Bolt einem Headliner würdig, was sich auch in der Spielzeit von gut 80 Minuten auch wiederspiegelte. Neben bekannten Hits der Marke „Agent Thrash“ und einer besonders langen Version von „Distant scream“, gab es natürlich hauptsächlich Material vom neuen Album „Mass confusion“ zu hören. Wovon der Titelsong, wie auch „Sick x brain“ richtig gut knallten und „Mind the gab“ zum Ende hin, frenetisch gefordert und umjubelt wurde.

Nach annährend 5 Stunden Death-Thrash-Hardcore Gebäsche war auch ich glatt gebügelt und reif für die Insel. Wer nicht da war hat eine erst- und hochklassige Thrash Nacht verpasst. Mit diesen „Nachwuchs“-Bands ist mir um die Thrash Metal Zukunft wahrlich nicht bange. Alle vier Bands konnten an diesem Abend ihre neuen Longplayer präsentieren (siehe unten!) und überzeugten Live durchgehend, wobei, wie schon erwähnt, Reactory für mich als die Gewinner des Abend von Platz gehen. Bitte mehr von solchen Killer Billings!

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