TRIBULATION | GRAVE PLEASURES | VAMPIRE

,,Musik und Frieden” klingt irgendwie nach einer Hippiveranstaltung, aber nein, das sollte am 14.1.16 mit Sicherheit nicht der Grund warum sich so mancher gegen 20:00 Uhr in die Kolchose des MagnetClubs an der Oberbaumbrücke eingefunden hatte. Auslöser waren nämlich 3 ganz besondere Kapellen, auf deren Gig man schon Monate hin fieberte und schließlich handelte es sich ja auch nicht um irgendwelche abgedroschenen Rockstars, die man alle Neese lang zu sehen kriegt, sondern um Bands an deren Authentizität man nicht zweifelte und deren Alben man sowieso schon inhaliert hatte.

Obwohl ich mir einbildete urpünktlich da zu sein und die Uhr Punkt acht anzeigte, waren die Veranstalter noch pünktlicher als ich und hatten die Fete schon ein paar Minuten früher eingeläutet. Kaum hatte ick die Türklinke in der Hand, kam mir schon die Tür entgegen. Das war auch kein Wunder, denn unsere Schwedenjungs von Vampire standen auf der Stage und machten kräftig Rabatz. Songs wie ,,Howl from the coffin”, ,,At Midnight I´ll possess your corpse” und,,Pyre of the harvest Queen” wirkten mit jeder Note wie ein Faustschlag in die Fresse. So hatte man sich ein Opener auch gewünscht und das Publikum grölte lautstark mit und eigentlich sah man nur noch schwingende Haare. Man haben die ein Krawall gemacht und die Bude war so gut gefüllt, dass ich mir das Spektakel in den letzten Reihen ansehen musste, weil absolut kein durchkommen mehr war. Obwohl ich auf die hintersten Plätze verdonnert wurde, konnte ich das rege Treiben auf der Bühne trotzdem hervorragend mit ansehen und die Wilde Horde auf der Bühne beim abfeiern beobachten. Ja, ja die Schweden, da kennen sie nüscht.

Während der Umbaupause erst einmal mehrere Stadtbekannte Nasen begrüßt und das eine oder andere Schwätzchen am Tresen abgehalten, bis Grave Pleasures als zweite Vorband die Bühne betraten. Ich muss zu meiner Peinlichkeit gestehen, ich hab bei der Band noch nicht so oft reingehört und nicht alle Songs auf dem Schirm, umso gespannter war ich nun auf den Gig. Ist ja auch immer noch ein Unterschied, ob man das Album einer Band hört oder diese live auf der Bühne betrachten kann. Schon beim ersten Song der Helsinkier Death Rock Truppe fiel mir sofort auf, dass deren Mucke unheimlich viele Einflüsse hat. Ich musste irgendwie die ganze Zeit an Bands wie zum Beispiel The Cure denken. Für mich als Kind der 80iger Jahre ist das kein Problem, zwischen Metalbands auch mal musikalisch eine andere Band zu sichten. Sänger Mat hat eine unglaublich prägnante Stimme, die mich irgendwie auch etwas an die Voice von Dave Gahan von Depeche Mode erinnerte. Grave Pleasures schlagen eine eher düstere, rockigere Richtung mit einem Hauch von Punk ein, wobei die Bezeichnung Death Rock überwiegend aber eher den Nagel auf den Kopf trifft. Insgesamt gesehen kann man von einem interessanten Gig sprechen, denn all die verschiedenen musikalischen Einflüsse dieser Truppe zeigten mir, dass sie stets bereit sind neue Wege einzuschlagen.

Einen anderen Weg schlug auch ich dann während der Umbaupause ein und setzte mich erst einmal in die Lounge, um eine zu paffen. Ich muss ja sagen, dass Ambiente des Magnet-Clubs ist echt Klasse, sooft bin ich in dieser Hütte noch nicht eingekehrt. Nach ein paar Gesprächen mit ein bekannten Gesichtern und einem flotten Kaltgetränk, ging ich wieder rüber in die Halle und sicherte ich mir schon mal einen Platz vor der Bühne, denn diesmal ließ ich mich nicht noch einmal mit der letzten Reihe abspeisen…und schon gar nicht bei einer Band wie Tribulation. Minuten um Minuten vergingen. Das Publikum fing langsam an zu zappeln, denn unsere Jungs aus Schweden ließen uns erst einmal ein bisschen vor der Bühne schmoren. …bis die Nebelmaschine angeworfen wurde und die Tür vom VIP sich öffnete.

Die 4 Black Metal Grazien im fetten düster Outfit, stürmten plötzlich durch den Nebel auf die Bühne und legten sofort den höchsten Gang ein. Der Sänger, mit seinen fetten langen Dreadlocks, ergriff das Mikro und rotzte mit seiner monstermäßig rauen Stimme wie der Teufel voll drauf los und seine Mitstreiter fegten über die Bühne, wie wilde Vampire. Mit Songs wie ,,Strange Gateways Beckon” und ,,In the Dreams of the Dead“ aus dem neuen mördermäßigem Album ,,TheChildren of the Night“ haben sie das Publikum so dermaßen in Schach gehalten, das sogar einige Gäste notgeil über die Reeling hingen und fast auf die Bühne gesprungen wären. Die Band zeigte sich als so ein fantastisch eingespieltes Team…. der Drummer klotzte derbst in die Felle und die Gitarristen legten einige fette Riffattacken hin, so das meinen könnte, sie sind mit ihren Instrumenten auf die Welt gekommen. Auch die Performance der Band während des Auftritts muss unbedingt noch einmal zur Sprache kommen, denn unter den Gitarristen war die prima Ballerina in blond, der aufregendste von allen. Er legte eine Tanzeinlage auf der Bühne hin… so federleicht und mit grazilen Schritten…..der Typ war einfach nur herrlich, ich feiere den immer noch ab. So war die Band nicht nur musikalisch voll der Reißer, sondern auch noch ein absoluter Hingucker. Mit dem Schmettersong ,,Winds“ hatte das Publikum so verdammt viel Wind in den Haaren, das hielt ja keiner mehr aus, so genial war das, aber mit ,,Melancholia” verpassten uns Tribulation den absoluten Gnadenschuss….der absolute Abräumer des Abends. Das 2016 mit so einem hammermäßigen Konzert beginnt, hätte ich mir ja nicht träumen lassen. Ich kann euch nur wärmstens ans Herz legen….schaut euch um Himmels Willen oder sollte ich sagen, um des Teufels Willen Tribulation an.

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