KAMPFAR | VREID | DREAMARCHER

23. Oktober 2016 – Erfurt @ Club From Hell

Ein schöner Sonntag im Herbst und wir verbringen fast 3 Stunden davon auf der Autobahn, um ins Land der Bratwurst zu reisen. Der Club From Hell in Erfurt taucht seit ein paar Jahren immer wieder in den Tourdaten namhafter Bands auf, oft genug als einziges Date im ost-/mitteldeutschen Raum und nun endlich war ich auch mal dort. Gemütliche Größe (um die 200 Leute passen wohl rein), im Verhältnis dazu eine große Bühne, freundliches Personal, dem man anmerkt, dass sie nicht nur Aushilfsjobber für unter-Tariflohn sind, sondern mit Herzblut bei der Sache, eine gut sortierte Bar mit menschlichen Preisen, Parkmöglichkeit im direkten Umfeld – der Club hat alles, was man sich als Metaller wünschen kann. Selbst die Klos sind kultig.

Pünktlich um 20 Uhr eröffneten Dreamarcher den Abend. Das sind junge Bubis, Musikstudenten mit kurzen Haaren, die etwas sehr seltsames spielen. Kunst, eine Mischung aus Brit Pop und Black Metal, sehr dicht und auf unheimlich hohem Niveau, nur nicht unbedingt das, was ich an so einem Abend hören wollte. Dreamarcher haben allerdings grad frisch ihr Debütalbum draußen und, kommen genau wie Kampfar und Vreid aus Norwegen und sind auch auf Indie Recordings zuhause, also durften sie mal Tourluft schnuppern. Überraschend war es allemal, wie der kleine Schreihals mit den Lackschuhen nach dem Intro hinterm Schlagzeug verschwand und trommelnd weiterschrie, während der Zweitsänger für die poppigeren Töne zuständig war.
Vreid hingegen war einer der Gründe, warum ich unbedingt dieses Tourpackage sehen wollte. Das aktuelle Album „Solverv“ erschien vor rund einem Jahr und wie ich schon damals im Review angedeutet hatte, das Ding ist ein Grower. Inzwischen würde ich nicht 7,77 sondern mindestens 8,88 Punkte vergeben und die starke Live-Performance ließ keine Wünsche offen. Bassist und Mainman Hvall hat sich zu der Aussage hinreißen lassen, dass dieses das beste Konzert in Deutschland auf der Tour war und das könnte zu einem gewissen Anteil daran liegen, dass mein Männe und ich ab dem ersten Ton direkt mittig vor der Bühne standen und die Haare haben fliegen lassen. Keine Chance dem verfluchten Halbkreis aus verschränkten Armen! Die Songauswahl war bunt, jedes Album war mit mindestens 1 Song vertreten, das aktuelle sogar mit dreien und es passte einfach alles zusammen.

Helvete
Geitaskadl
The Red Smell
Vaepna Lengsel
Speak Goddamnit
Then We Die
Sights Of Old
Når Byane Brenn
Sólverv
Pitch Black
Nach diesem grandiosen Konzert waren wir uns gar nicht so sicher, ob Kampfar das noch toppen oder zumindest das Niveau halten können wird, ist deren Musik doch viel weniger verspielt und roher gehalten. Doch auch hier war jeder Zweifel ab der ersten Sekunde weggeblasen. Eingerahmt in die beiden „Profan“-Übersongs „Gloria Ablaze“ und „Tornekratt“ spielten Kampfar ein Set, das einige Old School-Perlen von den Alben der 90er aufwies und nach Dolks Outfit-Wechsel (Jacke aus, Unterarm-Igel an) sich auf das Beste der letzten 10 Jahre konzentrierte. Kampfar waren ebenso wie Vreid in super Spiellaune und auch wenn der Club From Hell nur reichlich zur Hälfte gefüllt war, gingen die Anwesenden ab wie die Luzie, was sich natürlich wiederum auf die Band übertrug. Dolks Ansage ging frei übersetzt ungefähr so: „Nach Städten wie Frankfurt, Paris und Wien dachten wir…hmmm, ok, Erfurt (nie davon gehört) an einem Sonntag, mal sehen, was das wird. Aber ihr Verrückten, das ist geil! Danke!“ Das kam von Herzen und ich kann es nur genauso zurückgeben. Danke Kampfar, danke Vreid und danke Club From Hell. Es war uns ein Fest!
Valgard
Gloria Ablaze
Ravenheart
Troll, Dod Og Trolldom
Swarm Norvegicus
Hymne
Lyktemenn
Til Siste Mann
Vettekult
Altergang
Tronekratt
Mylder
Our Hounds, Our Legion


Referenzlinks:
Review KAMPFAR   Review VREID   Review DREAMARCHER

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