DECEMBRE NOIR | ROGASH

11.03.2017 – Wriezen @ Rolling Wheels MC

Bei dem Ort Wriezen klingeln Eingeweihten natürlich die Öhrchen, ist diese Perle im märkischen Oderland doch die Homebase von FDA Records und die Heimat von Labelchef Rico und seinem „Handlanger“ Ronny, der als Mitglied des dort ansässigen Motorradclubs, der Rolling wheels, deren Clubhaus in Beschlag nahm, um dort eine Neuauflage des Metaltresen zu veranstalten, zu dem er sich mit dem thüringischen Doppelpack Rogash und Decembre Noir feinstes Fleisch eingeladen hatte. Da konnte die Berliner DN Fanfraktion, allen voran die Zander Familie, nicht fehlen und auch meine Wenigkeit freute sich, dieses Package in einem absolut coolen und entspannten Rahmen begutachten zu dürfen.

Das Clubhaus entpuppte sich als absolut gemütliche Einrichtung und die Mitglieder der Rolling wheels als fantastische Gastgeber, was die Bands auch zu jeder Gelegenheit bestätigten. Tolle Bühne, guter Sound, kostengünstige Getränke und Sanitäreinrichtungen, von denen man locker den Sonntagsbrunch hätte verzehren können. Der erste Eindruck: Grandios!

Dementsprechend in Feierlaune freute ich mich nun auch auf Rogash, die ich letztmals auf dem Stromgitarrenfest 2015 vor die Linse bekam und wunderte mich erstmal über deren Truppenstärke, denn neben Drummer Ahephaim fehlte ebenso die zweite Gitarre, die scheinbar nichts Besseres zu tun hatte, als mit seiner Frischangetrauten die Flitterwochen zu bestreiten. Ist das Metal? Definitv nicht und somit durfte Basser Flo von den vier auf sechs Saiten wechseln, was er erstaunlich gut machte und den Bass ziemlich vergessen ließ. Braucht den noch jemand? Wurscht, denn Frontgrunzer Erik machte mit der verbliebenden Rumpftruppe alles richtig und ballerte so derbe in die Hütte, dass selbst meine Madame nach etlichen Jahren der Abstinenz (und einem etwas gröberen Bandscheibenvorfall) kräftig die Matte schwang. Die Leute fanden es scheinbar ebenfalls knorke und ließen dies die Band durch kräftigen Applaus auch spüren. Natürlich stieg zum Schluss der Stimmungslevel noch ein paar Skalen nach oben, als die zum Quartett Geschrumpften mit dem Sepultura Klassiker „Refuse resist“ die letzten Reserven mobilisierten und einen rundum großartigen Gig beschlossen. Klasse Sache das….

Ok, dass diesen wirklich tollen Gig die Jungens von Decembre Noir noch würden toppen können, stand vorab niemals infrage, denn dafür spielt die Doom Death Kapelle trotz erst zweier veröffentlichter Alben in einer gänzlich anderen Liga. Mit einem klaren und fetten Sound im Rücken wälzte sich die Thüringerische Lava-Maschine durch ihren Set, der, sehr zur Freude, das komplette und in unserer Redaktion im letzten Jahr mit dem dritten Platz im Jahrepoll veredelte Scheibchen „Forsaken earth“ zur Gänze beinhaltete. Sebastian und Martin riftten sich in Ekstase, die Rhytmusfraktion Kevin und Mike legten einen undurchdringlichen Teppich und Frontmann Lars veredelte den Gig mit seinem tiefen und klar akzentuierten Gesang. Können DN eigentlich einen schlechten Gig hinlegen? Nein, können sie nicht und bewiesen heute erneut, warum sie im Gegensatz zu Rot-Weiß Erfurt nicht in der dritten, sondern in der 1.Liga spielen und sich so langsam aber sicher zu einer der besten Bands Deutschlands mausert, falls sie dies nicht schon längst sind.

In this greenhouse of loneliness and clouds
Small.town.depression
The forsaken earth
A discouraged believer
Waves of insomnia
Resurrection
Escape to the sun
Ghost dirge
Distant and unreachable

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