THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA

20.12.2017 - Berlin @ Frannz Club

Was ist es? Ist es Pop? Rock? Metal? So richtig definieren kann und konnte man bislang die Mucke vom The night flight orchestra nicht...und das ist als Qualitätsmerkmal anzusehen. Eins jedenfalls ist klar und unbestreitbar: Die Schweden machen Spaß und Laune! Nicht nur das überragende dritte Album "Amber galactic", welches im Mai erschien und knapp eine Woche später seine livehaftige Premiere beim Rock Hard Festival in Gelsenkirchen feierte, zeugt von der Qualität dieser Ausnahmemusiker, auch die an den Tag gelegte Spielfreude auf der großen Bühne des Amphietheaters war ansteckend und ein Grund dafür, weshalb ich mir die Bande um Soilwork Frontmann Björn Strid unbedingt mal in einem kleinen Club geben musste.

Nach einem kurzen und knackigen Interview mit dem überaus freundlichen Schweden und einem schicken Abendessen mit meiner Perle, traf ich mich mit Christian in unserem neuen Lieblingsclub, der mit seiner Ausstattung und seinem Ambiente vollkommen perfekt zum nun folgenden Auftritt dieser famosen Band passte. Das Bier im Glas, der Champagner im Kelch und eine aufgeheizte Meute, die in freudiger Erwartung schon ungeduldig mit den Hufen scharte und dann gleich mit dem Opener "Midnight flyer" komplett flachgelegt wurde. Ein wahnsinnig guter Sound, eine perfekt aufeinander eingespielte Truppe und ein Sharlee D'Angelo, den ich noch nie so energetisch habe spielen sehen. Jedem in der achtköpfigen Band (inklusive der beiden singenden Stewardessen im Hintergund) sah man den Spaß an. Da wirkte nichts gekünstelt, zwanghaft einstudiert oder auf dem Reißbrett konzipiert. Im Gegenteil. Zuweilen konnte man denken, dass viele der Songs aus spontanen Jamsessions entstanden und nicht einem kompositorischen Reifeprozess unterzogen worden sind.

Die Setlist war eine gelungene Mischung aus allen drei Alben, wobei natürlich der Fokus auf dem aktuellen Rundling lag, bei mir vor allem "Gemini", "Star of Rio" und natürlich "Josephine" am besten den Gehörgang hinunter rutschten. Erstaunlich fand ich den Fakt, dass die Leute vor der Bühne eine unfassbare Textsicherheit an den Tag legten und fast jeden Song fehlerfrei mitsangen. Das merkte auch Björn, der sein Mikro das eine ums andere Mal vor die Futterluken der soeben angesprochenen Protagonisten hielt und somit für eine Entlastung seiner Stimmbänder sorgte.

Nein, das hier Gesehene und Erlebte machte vom ersten Takt an mächtig Spaß und ich hätte keinesfalls etwas dagegen gehabt, wenn die Band noch 2 weitere Stunden gespielt oder einfach den ganzen Set noch einmal intoniert hätte. Wirklich einmalig, ein großartige Umsetzung, musikalisch ein wahrer Hochgenuss und eine umwerfende Band bescherte mir zu solch einem späten Zeitpunkt im Jahr 2017 ein Highlight, welches ich noch flugs in meinen Jahrespoll aufnehmen musste.

Ebenfalls erwähnenswert muss der Umstand sein, dass sich die Band direkt nach ihrem schweißtreibenden Auftritt noch unters Publikum mischt, quatschte, ein Bier trank, massig Autogramme gab, für Fotos posierte und einfach dem zahlenden Volk das Gefühl von Wertschätzung gab. Das war ganz großer Sport und bedarf einer baldigen Wiederholung!
Midnight flyer
California morning
Stiletto
Star of Rio
Domino
Transatlantic blues
Montreal midnight mysterious
Sail on
Gemini
The heather reports
Living for the nighttime
Josephine
West ruth ave

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