DEATH IS JUST THE BEGINNING

Kataklysm | Hypocrisy | The spirit

15.11.2018 - Dresden @ Eventwerk


Als Dritter aus der Redaktion musste ich bis fast zum Ende der Tour und der damit für mich langersehnten Wiederkehr von HYPOCRISY warten. Die Berichte von anderen Magazinen, Freunden und Bekannten, sowie einige Videos auf YouTube machten mich als Tägtgren Fan mehr als hibbelig. Und dazu erhielt ich noch während des Packens meiner 7 Sachen am Abend zuvor die Nachricht „Du wirst heulen“ (vor Freude) von unserem Redaktionschef. Anscheinend haben HYPOCRISY also auch in Berlin die Hütte abgerissen. Mit solch einem Wissen und der riesigen Vorfreude kann also doch gar nichts schief gehen, oder?

Also schnell schlafen und am nächsten Tag ab nach Dresden eiern, wo meine restlichen Bandkollegen unserer HYPOCRISY Tribute Band warteten, da wir uns dieses Spektakel natürlich zusammen auf der Zunge zergehen lassen wollten.

Den Anfang machten THE SPIRIT, welche ich im Gegensatz zum Cheffe in Berlin mir komplett anschauen konnte. Vorab aufgrund des leichten Hypes um die Band habe ich mir die Platte zuvor schnell reingezogen, war aber gespannt wie die Saarländer ihre Musik live rüberbringen. Denn ich muss nämlich zugeben, dass mich die Platte im Gegensatz zu vielen Rezensionen nicht wirklich umgehauen hat und selbiges bestätigte sich für mich auch nach dem Konzert. Klar, die Jungs beherrschen ihr Werk und haben solide Songs, die man ohne Langeweile sich anhören kann. Aber viel Energie kam dabei nicht rüber und ich weiß nicht ob es an der teilweise lahmen Bühnenpräsenz oder dem schlechten Sound lag. Schwer zu sagen, gut ist die Truppe und perfekt, um für das kommende Headliner-Duo anzuheizen, aber als eigenständigen Headliner sehe ich persönlich THE SPIRIT leider nicht. Vielleicht war aber auch die kommende Schwedentruppe ein wenig mit Schuld, dass sich mein Fokus einzig und allein auf HYPOCRISY selbst konzentriert hat.

Und diese sollten jetzt gleich loslegen nachdem das Bühnenbild hergerichtet wurde. Und dieses hatte es wie gewohnt in sich. Der typische Drumraiser mit dem Bandlogo und Schriftzug, welches die Truppe schon seit Anbeginn der Zeit begleitet. Dazu jeweils noch links und rechts das typische Hypo-Kreuz und der Backdrop mit dem wohl extra für die Tour erstellten neuen Design. Untermalt wurde die Umbaupause ausschließlich von Musik von LINDEMANN, was für ein wenig Schmunzeln bei einigen gesorgt hatte und dann war es endlich soweit…Fractured Millenium“ eröffnete das Set und die Menge begann zu toben und die Haare kreisten und kreisten. Nach einigen Songs flaute die Stimmung aber bei einigen im Publikum merkbar ab, da die Band leider mit Soundproblemen zu kämpfen hatte, Peter des Öfteren zur Seite verschwand und gegen Mitte des Sets letztendlich sogar das Mikro tauschen ließ. Irgendwie war der Wurm drin und das obwohl das abgespeckte „Hell over Sofia“-Set so ziemlich alles beinhaltete, was man sich als Fan wünschen konnte.

Okay, leider beinhaltet das auch das Meldey um „Pleasure of Molestation“ - „Osculum Obscenum“ und „Penetralia“, welches mir persönlich überhaupt nicht zusagt und man auch im Nachhinein draußen oft gehört hatte, dass sich viele zumindest einen der Songs in kompletter Länge gewünscht haben. Aber man kann nicht alles haben und die auf die Songs abgestimmten Lichter, sowie die gespielten Titel an sich konnten natürlich überzeugen. Irgendwie ist ja auch eh jeder Titel ein epischer Klassiker und die Band hat ihren Status und Ruf nicht umsonst, was sich auch am Merchstand mit den ausverkauften Standartgrößen bemerkbar machte. Insgesamt war das Ganze also ein Wechselbad der Gefühle und man hätte wirklich heulen können, da es teilweise wirklich phänomenal gut war, aber auch an anderen Ecken ein wenig träge wirkte, oder sagen wir mal zumindest nicht so wie erwartet. Ob die Erwartungshaltung zu hoch war, oder die Tour doch ihre logischen Spuren gegen Ende bemerkbar machte weiß ich nicht. Aber im Vergleich zu den Gigs die ich von HYPOCRISY damals besucht habe, oder die etwas aktuelleren beiden PAIN Touren der letzten beiden Alben, wirkte Herr Tägtgren am heutigen Tage nicht so zufrieden und energiegeladen.

Das Wechselbad der Gefühle ist also überstanden, bzw. ging viel zu schnell vorbei und schon standen die Kanadier KATAKLYSM auf der Bühne. Und für mich war es das erste Mal, dass ich die Truppe mir anschauen konnte, was bei ihrer Aktivität irgendwie schon verwunderlich ist. Das dargebotene Set war ähnlich wie bei ihren Vorgängern mit Klassikern geschmückt und hat bis auf wenige Ausnahmen alles beinhaltet, was auf meiner Wunschliste stand. Die im Gegensatz zur vorherigen Truppe recht minimalistische Bühnendeko legte den Fokus direkt auf die Band und schaffte daher vom Grundansatz her eine wirklich andere Art des Entertainment rund um die Musik, sodass man als Publikum am Abend mit den beiden Co-Headlinern 2 wirklich unterschiedliche gute Shows genießen durfte. Die Jungs haben es sogar geschafft mit ein wenig mehr Interaktionen mit dem Publikum die leicht gedrückte Stimmung doch ein wenig zu heben und glänzten mit einer wirklich abgestimmten Show. Man muss die Musik schon mögen und jeder der das tat, kam auf seine vollen Kosten. Und das auch mit den ebenso hier auftretenden Problemen mit dem Sound, den letztendlich alle 3 Bands hatten. Ob es an der Halle lag, oder andere Gründe hatte kann ich nicht genau definieren, aber der „Fehler“ lag bei keinen der 3 Bands.

Und ähnlich schnell wie ein Wimpernschlag war dann auch das ganze Spektakel schnell vorbei. Unglaubwürdig zu schnell und ich verließ den Veranstaltungsort daher nicht ganz zufrieden gestellt, oder sagen wir es mal so, irgendwie in der Luft hängen gelassen. Vielleicht war es einfach nur Pech oder FEAR FACTORY haben mich damals in Hamburg mit ihrer genialen Show, besonders in Bezug auf den Gesang, verflucht (soll ja nicht so oft vorkommen).


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