D.R.I. | REACTORY

31.07.2018 - Berlin @ BiNuu


Warum muss ausgerechnet am heißesten Tag des Jahres ein Konzert stattfinden, welches schon im Vorfeld für verstärkte Hitzewallungen und Hektoliterweise Transpiration eine Garantieerklärung abgab? Gut, konnte man im Vorfeld nicht ahnen und somit stand bereits 3 Stunden vorher fest, die eigentlich anvisierte Dusche ans Ende des heutigen Abends zu verlegen. Weise Entscheidung, wie sich im Laufe des Abends herausstellen sollte.

Vor dem Bi Nuu ging es zu wie bei einem Klassentreffen von 1988, denn gerade die Altvorderen pilgerten in Scharen ins Herz von Kreuzberg, vernichteten ein paar Töpfe, plauschten über längst vergangene Tage, begutachteten Shirts des Hauptacts, die zum Teil nur noch durch den Achselschweiß des jeweiligen Trägers zusammengehalten wurden und freuten sich auf das nun kommende. (Olaf)

So lieber Olaf, dann übernehme ich mal das Ruder. Kaum drin stellten wir fest, dass das Bi Nuu schon angemessen gefüllt war und es im Club nicht wesentlich kühler war. Wir nahmen zunächst den Merchandise der beiden Bands ins Visier und konnten die Aussage von Heiko zuvor bestätigen, dass Kurt Brecht himself seine Leibchen an die Frau/den Mann brachte. Schnell noch ein Selfie gemacht und da legten die Lokalmatadore von Reactory auch schon los.

Eigentlich ist es Perlen vor die Säue, wenn Reactory in Berlin als Opener fungieren. Aber wer kann es den vier Jungs es verdenken, die Chance einen kleinen der Tour mit der Crossover Legende aus Housten/Texas wahrzunehmen. Berlin und drei weitere Shows standen auf der Speisekarte von Reactory und Berlin war der zweite Gig davon.

Als erste Band kann man leider nicht aus den Vollen schöpfen, so dass die Zuhörerschaft ein 35 min. langes und knackiges Potpourri aus dem bisherigen Schaffen von Reactory zu hören bekamen. Gestartet wurde mit dem Eröffnungsstück des Demos „Don´t Play With Madness“, gefolgt von einem neuen Song mit Namen „Speedboat Pirates From Hell“. Klang schon mal vielversprechend und lässt auf ein neues Album in der nächsten Zeit hoffen. Das letzte Album „Heavy“ ist ja auch schon wieder zwei Jahre her. Den Maniacs vor der Bühne machte das herzlich wenig aus und die ersten Stagediver waren schon am Start. Wurde zunächst noch teils ins Leere gesprungen, füllte es sich vor der Bühne zum Ende des Gigs doch merklich. Die Thrasher „Metal Invasion“ und „Shell Shock“ lockten doch das ein oder andere heftige Kopfschütteln hervor. Geiler Gig und mehr als nur ein Opener Slot!

Don‘t Play With The Master
Speedboat Pirates from Hell (Neu)
Monolith
Viral Overdrive
Metal Invasion
Pleasure Seeker
Shell Shock

Die Umbaupause nutzten der ZO-CEO und meine Wenigkeit für ein bisschen frische Luft schnappen. Pustekuchen, außerhalb des Bi Nuu waren immer noch über 30°! Das rief ja förmlich nach einem isotonisch-hopfigen Ausgleich. Im Späti um die Ecke entdecken wir doch tatsächlich Bier der Brauereien Iron Maiden und Motörhead. Nicht lang schnacken, Kopf in Nacken! Aber Fuck, war dieses Ale teuer! Schwamm drüber und wieder rein ins Bi Nuu, wir wollten zu D.R.I. einen guten Platz vor der Bühne ergattern.

Rechtzeitig drin, wunderten wir uns zunächst über das Outfit des Guitar-Roadie. Der hatte doch tatsächlich Shorts und Opi´s graue Wollsocken an, mit den „passenden“ Old-School Adidas Schlappen dazu – das sah vielleicht skurril aus! Uns fiel natürlich ein Schleier von den Augen, als wir wenig später feststellten, dass die selbe Person Spike Cassidy war… tz tz tz!

Die Dirty Rotten Imbeciles legten gleich mal mächtig los und machten ordentlich Alarm. Es war eine wahre Offenbarung, den unverkennbaren Gitarrensound von Spike Cassidy zu hören und dazu Kurt Brechts Organ. Die nächsten 75 Minuten gab es eine Lehrstunde von originalem Old School Crossover, der sich unverändert zeitlos anhörte. D.R.I. hauten ein Hammer nach dem anderen raus und immer wenn Hits wie „Violent Pacification“, „Acid Rain“ oder „Slumlord“ erklangen, war das Freiflugaufkommen im erhöhten Maße im Gange. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus und es war ein regelrechter Kampf in den vorderen Reihen, weil das Slamdancen und Moshen förmlich aus den Fugen geriet.

Äußerst sympathisch fand ich die sehr reduzierten Ansagen von Mr. Brecht. Es war eine Seltenheit, wenn er sich mal zu einer Songansage hinreißen ließ, oder zu einem kurzen „Thanks“. Trotz das D.R.I. an die 36 Jahre im Amt sind, war das der Band an diesem Abend nicht anzumerken. Dazu waren die endlos aneinander gereihten Crossover Salven zu mitreißend. Housten´s finest verbreiten eine unglaubliche Aura, die andere, sogenannte Hardcore Bands, nie erreichen werden.

Selbstredend war das Abschlussintermezzo mit u. a. „Thrashard“, „Manifest Destiny“, „Beneath The Wheel“ und „TheFive Year Plan“ unschlagbar. Am Ende gab es zwar die üblichen Zugabe-Rufe, die Dirty Rotten Imbeciles hatten jedoch ihr komplettes Pulver verschossen und kamen nicht mehr zurück. Das war auch gut so, denn im Prinzip war jeder Anwesende vollends bedient und trat somit auch glücklich beschwingt die Heimreise in der immer noch heißen Sommernacht an.

The Application
Hooked
How To Act
Commuter Man
Problem Addict
Snap
Sleeping
I´d Rather Be Sleeping
Soup Kitchen
Violent Pacification
Against Me
Anonymity
As Seen On TV
Mad Man
Couch Slouch
Acid Rain
Probation
Abduction
Argument Then War
Equal People
Yes Ma´am
Karma
Who Am I?
Slumlord
Dead In A Ditch
Suit And Tie Guy
Syringes in the Sandbox
Thrashard
All For Nothing
Manifest Destiny
I Don´t Need Society
Beneath The Wheel
The Five Year Plan

Ein dickes Dankeschön geht raus an beiden Bands und die Veranstalter dieses äußerst denkwürdigen Abends! Ein fetter Gruß geht noch raus aus Jörg Harley, denn ich doch nach langer Zeit endlich mal wieder traf!

Das Zephyr's Odem Team

Marky | Olaf

Social Media

Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

P P P

Z.O.F.F. 2020

alter Z.O.F.F.

On Tour

VERLOSUNGEN

ZO SONGCHECK

V.I.P.

Schrod's...

wo wir sind

Der Patch

Join the Army

Damit das klar ist