CD-Reviews A-D

CORROSIVE – Death as a process (2022)

(7.825) Olaf (9,0/10) Death Metal


Label: MDD Records
VÖ: 03.06.2022
Stil: Death Metal

Facebook | Kaufen | Metal Archives | Spotify | Instagram | Bandcamp





Das Marburger Todesblei Kommando sind mir vielleicht ein paar Vögel. Erst dauert es von Album eins bis zur zweiten Scheiblette geschlagene 13 Jahre und nun rotzt der Fünfer seit 2017 fast im Einjahres-Takt neue Gemeinheiten in den Äther, ohne dabei aber in Langeweile oder Agonie zu erstarren.

Und aus unserem ausführlichen Gespräch mit Frontmann Andy und Basser Sascha in Ausgabe 13 von Tales from the hard side-Der Zephyr’s Odem Audio Show weiß man, dass bereits Album 6 fertig und das siebte in der Mache ist. Ich sagte ja…Vögel.

Doch mein Augenmerk liegt auf dem fünften Rundling namens „Death as a process“, auf dem sich Corrosive einmal mehr herrlich abwechslungsreich präsentieren und nicht nur stumpf auf die Kacke hauen. Natürlich gibt es weiterhin Bronto-Death Metal, der fett und sauber produziert einem die Knochenstückchen aus dem Schädel pult, doch die Jungs haben diesmal ein wenig weiter über den Tellerrand geschaut und sich auf mehrere Terrains gewagt, die für die musikalischen Verhältnisse des Quintetts durchaus unerforschtes Land darstellen.

Bei „Romance for Barbecue“ beispielsweise frönt man ein klein wenig dem Viking-DM der Marke frühe Amon Amarth und mit dem fast balladesken (sic) „Necroloveicon“ hat man einen absoluten Superhit auf dem Album, der für verdammt viel Aufmerksamkeit sorgen wird. Für mich mit weitem Abstand das Beste, was die Marburger in ihrer bisherigen Karriere komponiert haben. Auch wenn es um den Song einige bandinterne Kontroversen gab, wie Ihr ebenfalls in unserer Show nachhören könnt.

Natürlich gibt es auch nette Schlechtigkeiten wie „When she smells like warm butter“ oder „Human puzzle“, die nicht nur textlich für ein Schmunzeln sorgen, sondern vor allem musikalisch grandios intoniert werden.

Dennoch bleibt Fakt, dass ich den Vorgänger „ED“ ein klein wenig stärker fand und dennoch empfinde ich „Death as a process“ als eine Weiterentwicklung einer Band, die so langsam aus dem Untergrund hervorkriecht und mit solch einer an den Tag gelegten Konstanz und Kontinuität irgendwann aus dem Schatten hervortreten und einigen etablierten Kollegen gehörig den Pöppes versohlen wird.


Bewertung: 9,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Death as a process
02. Presreved behind glass
03. Human puzzle
04. Welcome to your autopsy
05. When body and mind are separated
06. Romance for barbecue
07. Necroloveicon
08. Deathbedvisions
09. When she smells like warm butter
10. Your pain is my gain
11. Demon



Album der Woche

Album des Monats

Album des Jahres

The new breed

VERLOSUNGEN

wo wir sind

P P P

Schrod's...

ZO SONGCHECK

V.I.P.

alter Z.O.F.F.

Join the Army

Damit das klar ist

Unsere Partner