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EVERGREY – Escape of the phoenix (2021)

(6.821) Olaf (6,5/10) Progressive Power Metal


Label: AFM Records
VÖ: 26.02.2021
Stil: Progressive Power Metal

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Einmal mehr geht das Fleißbienchen nach Göteborg, denn 12 Alben seit 1998 ist in dieser schnelllebigen Zeit ein durchaus respektabler Arbeitsnachweis. Allerdings muss ich bei Evergrey da ein wenig einschränken, denn leider klingen die Schweden seit 2014 immer irgendwie gleich, was natürlich bei der potentiellen Käuferschicht durchaus positiv zu bewerten ist, braucht man sich beim Kauf jedenfalls keine Gedanken darüber zu machen, was einen erwartet.

Natürlich ist die musikalische Komponente auch auf „Escape of the phoenix“ weitaus höher anzusiedeln als bei vielen anderen Bands, denn die Jungs sind Könner an ihren Arbeitsgeräten und natürlich ist Tom S.Englund ein mehr als versierter und guter Sänger, doch wenn man alles zusammen in einen Topf packt, umrührt und ausschüttet bleibt bei mir zumindest immer so ein wenig der fade Beigeschmack von kompositorischer Ideenlosigkeit. Doch wenn man eine Schablone hat, die scheinbar funktioniert, warum sollte man aus wirtschaftlichen Gründen irgendetwas ändern? Richtig und somit werde ich mich auch zukünftig mit dem Evergrey Dilemma auseinandersetzen müssen, richtig gute, aber bandintern aufgewärmte Musik hören zu müssen.

Ok, malen wir mal nicht alles zu schlecht, denn mit „Where august mourn“ hat man eine wirkliche Hitsingle auf dem Album und auch der Gastbeitrag von Dream Theater Frontmann James LaBrie ist aller Ehren wert, doch bei 11 Songs erwarte ich von einer technisch so gut beschlagenen Band einfach mehr. Natürlich ist die Produktion gut, klingt aber auch wie immer, ohne wirkliche Überraschungen und das Coverartwork ist ebenfalls sehenswert, doch auch hier scheint man auf Nummer sicher gegangen zu sein und das altbewährte Schema „Never change a running system“ bemüht zu haben. Nein, ich werde in diesem Leben mit Evergrey wohl nicht mehr warm, außer die Jungs lassen sich diesmal ein wenig mehr Zeit zum komponieren und überraschen mich irgendwann mal wieder.

So, jetzt könnt Ihr mich alle schelten und mit Häme überziehen, denn ich weiß, wie viele meiner Freunde die Schweden gnaden- und kompromisslos abfeiern.


Bewertung: 6,5 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Forever outsider
02. Where August mourn
03. Stories
04. Dandelion cipher
05. The beholder (feat.James LaBrie)
06. In absence of sun
07. Eternal nocturnal
08. Escape of the phoenix
09. You from you
10. Leaden saint
11. Run




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