CD-Reviews E-G

GREY AURA – Zwart Vierkant (2021)

(7.253) Niclas (7,0/10) Progressive Black Metal


Label: Onism Productions
VÖ: 07.05.2021
Stil: Progressive Black Metal

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Progressive und Black Metal sind eigentlich zwei Genres die nur selten wirklich zusammenfinden. Schon allein in ihrer Konzeption scheinen Welten zwischen ihnen zu liegen, schließlich basiert das eine auf tonaler Vielfalt und rapiden Taktart- und Tempowechseln und das andere auf monoton hypnotischer Atmosphärik mit viel Wiederholung. Da ist es nicht verwunderlich, dass die wenigen Bands denen die Überbrückung dieses tiefen Spalts zwischen den Genres gelingt in komplett unvorhersehbaren Gefilden landen und sehr oft in recht merkwürdige Klangwelten abdriften.

So ist es auch bei GREY AURA. Das geistige Kind des Niederländers Ruben Wijlacker hat mit „Zwart Vierkant“ (zu Deutsch „schwarzes Viereck“) gerade sein zweites Album herausgehauen. Schon das bunte Albumcover lässt aber darauf schließen, dass die Klänge auf der Scheibe vielleicht nicht ganz so düster sein werden, wie es der Titel andeutet. Kontrast ist hier Programm. GREY AURA ziehen alle Register, um den Hörer ins auditive Schleudertrauma zu versetzen. Dominierend ist hier energiegeladener Black Metal, gekennzeichnet durch Gitarren, die dröhnen wie ein Schwarm wütender Bienen und Wijlackers wütenden und verzerrten Screams. Klingt erst mal nicht allzu außergewöhnlich.

Doch dann plötzlich ändern sich Lautstärke und Tempo der Musik abrupt und man hört plötzlich smoothe Jazzeinlagen wie auf  „Parijs is een portaal“ oder  „Sierlijke schaduwmond“ oder gar Flamenco-Einflüsse mit Kastagnetten und spanischen Gitarren („El Greco in Toledo“). Langweilig wird einem beim Anhören von „Zwart Vierkant“ sicher nicht, auch wenn die tonale Vielfalt, die hier dargeboten wird sicher nicht jedermanns Sache ist und der geneigte Black Metal-Hörer wohl den ein oder anderen Durchlauf brauchen wird, bevor er das Album richtig verinnerlicht hat. Vor allem Fans der Sonderlinge des Genres, wie SOLEFALD oder IHSAHN werden mit „Zwart Vierkant“ aber sicher ihre Freude haben.


Bewertung: 7,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Maria Segovia
02. Rookslierten, flessen
03. Het schuimspoor van de ramp
04. El Greco in Toledo
05. Parijs is een portaal
06. De onnoemelijke verleidelijkheid van de bezwijkende deugd
07. Sierlijke schaduwmond




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