CD-Reviews K-M

LUZIFER – Iron shackles (2022)

(7.725) Olaf (9,5/10) Heavy Metal


Label: High Roller Records
VÖ: 25.03.2022
Stil: Heavy Metal

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Alter…da höre ich seit Wochen kaum etwas anderes, mache mit den Jungs ein ausgiebiges Interview in der fünften Ausgabe von unserer Audioshow "Tales from the hard side" und verpeile völlig, das dazugehörige Review hinterherzuschieben. Mea Culpa an die drei Bengels von Vulture, die sich mit Luzifer ein zweites und leider auf ein Studio begrenztes Projekt aufgebaut haben, welches lediglich Spaß machen soll. Und ja, das tut es von der erste bis zur letzten Note.

Luzifer spielen total nerdigen und oldschooligen 70/0er Jahre Metal, der eigentlich schon mehr in den Hardrock abdriftet, dennoch eine schöne dunkle Kante besitzt. „Iron shackles“ nennt sich der erste vollständige Rundling, der allerdings an zwei entscheidenden Faktoren krankt, die die Höchstnote verhindern. Das Teil ist einfach zu kurz und ja, ich nehme es Stefan, Gereon und Leo verdammt übel, dass sie diese überragende Mucke nicht auf die Bühne bringen werden. Die Pest auf Eure Häuser!

Das Rückgrat dieses megageilen Albums bildet aber das immer im Hintergrund eingesetzte Keyboard, bei dem ich sofort an alte Edgar Wallace Klassiker UND an den „Wixxer“ denken musste. Warum? Hört einfach mal rein und Ihr werdet vielleicht verstehen, was ich damit meine. Gerade der zweite Vergleich sorgte jedenfalls in unserem sehr launigen Gespräch für grandiose Lacher. Doch weiter im Text.

Die fünf Eigenkompositionen sind verdammt erdig, kernig und sorgen bei mir seit Wochen für anhaltend gute Laune. Und gerade, wenn die Jungs auf Deutsch singen, geht bei mir der Gaul durch. Die Lyrics von Iron Kobra Frontmann Sir Serpent auf „Hexer“ sind keineswegs 08/15 Lala-Gedöns, sondern vielmehr ein herrlich und überragend konzipierter Text, den man quasi als Visitenkarte für Luzifer nehmen könnte. Ja, ich gehe soweit zu sagen, dass mit komplett deutschen Texten die Platte definitiv noch weiter höher von mir bewertet worden wäre.

Auch der im Original von NDW Legende Joachim Witt eingesungene Gassenhauer „Der goldene Reiter“ reiht sich nahtlos in die Riege der tollen Kompositionen ein und könnte bei völliger Unwissenheit durchaus für ein eigener Song gehalten werden.

Iron shackles“ ist ein verdammt geniales Hardrock/Metal Album, welches nicht ungehört bleiben darf und bei mir in meinem Jahrespoll lobende Worte finden wird. Den fehlenden halben Punkt gibt es, wenn das zweite Album meinen nun immens hohen Erwartungen standhält und Ihr faulen Säcke den Arsch aus dem Studio auf die Bühne bewegt, herrschaftszeitennochmal….


Bewertung: 9,5 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Iron shackles
02. Barrow downs
03. Faltige Schwingen über Loudun
04. Hexer (In Dreiteufelsnamen)
05. Wrath of the sorcerers
06. Der goldene Reiter
07. Attila (Blazing hooves)



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