CD-Reviews K-M

MAGNA MORTALIS – Procreation of the plague (2021)

(6.922) Olaf (8,4/10) Death Metal


Label: Kernkraftritter Records
VÖ: 19.03.2021
Stil: Death Metal

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Auch wenn ich dafür einen Shitstorm ernte, doch Hannover hat nicht viel zu bieten. Kein vernünftiges Bier, keinen halbwegs konkurrenzfähigen Fußball Club und ein gewaltiges Ego, seitdem man im Jahr 2000 die Expo ausrichten durfte und man danach meinte, eine Weltstadt zu sein. Ich darf das sagen, denn ich habe dort fast 8 Jahre verbracht und war danach heilfroh, dies halbwegs unbeschadet überstanden zu haben. Auch musikalisch ging in der niedersächsischen Landeshauptstadt nicht unbedingt viel. Nun allerdings schickt sich die seit 2006 existierende Formation Magna Mortalis an, diesen weißen Fleck auf der deutschen Death Metal Landkarte ein wenig auszufüllen, denn ihr drittes Werk „Procreation of the plague“ ist ein ziemlich fesches Ding geworden, dem man(n) ohne zu zögern anerkennend hinterherpfeift.

Dieser hier dargebotene Todesstahl hat einen arschvoll Groove zu bieten und auch wenn mir das Gesamtgebilde zuweilen ein wenig zu modern rüberkommt, so wissen die Protagonisten an ihrem Handwerksgerät genau, wie sie dies zu bedienen haben, so dass ein adäquater Mix an Melodie, Härte und Bounce Elementen entsteht, ohne zu sehr in die Metalcore Ecke abzudriften, obwohl manche Stellen sich ein wenig in diese Richtung bewegen. Doch alles in allem ist das immer noch bärbeißiger Death Metal, der gut und gerne auch aus Skandinavien hätte stammen können, ohne sich dabei bei den augenscheinlichen Vorbildern wie At the gates anzubiedern. Auch die beiden auf Deutsch verfassten Songs klingen in keinster Weise aufgesetzt oder anbiedernd, sondern frisch, fromm, fröhlich, frei. Naja…fromm vielleicht nicht, doch es macht Spaß, den klar artikulierten Textzeilen zu lauschen und insgeheim frage ich mich immer wieder, warum nicht viel mehr Bands aus Deutschland den Arsch in der Hose haben, in ihrer Muttersprache zu singen, denn das knallt ordentlich und man versteht, was einem der brummelige Sänger da vermitteln will.

Ok, an manchen Stellen wiederholt sich mal ein Riff oder ein Lead und zum Ende hin kann man schon ein gewisses Muster in den Songstrukturen erkennen, doch langweilig wird der ganze Braten zu keinem Zeitpunkt. Schon gar nicht, wenn Magna Mortalis auch mal die dunkle Keule schwingen und sich beim Rausschmeißer „Epitaph“ ganz klar auf der dunklen Seite der Macht positionieren. Alles in allem ein starkes Album und durchaus dazu geeignet, dem Nachbarn mal gehörig einen auf den Latz zu geben, denn der Bass wummert herrlich gewaltig, gerade beim gigantischen Titeltrack. Gut gemacht, die Herren!


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Deadborn in submission
02. Septic dawn
03. The green sea
04. Procreation of the plague
05. Antoniusfeuer
06. The wendigo psychosis
07. Ganz unten
08. Crown of discreation
09. Epitaph




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