CD-Reviews K-M

MANIMAL - Armageddon (2021)

(7.508) Olaf (8,0/10) Heavy Metal


Label: AFM Records
VÖ: 03.12.2021
Stil: Heavy Metal

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Warum eine Band wie Sabaton solch immensen Erfolg weltweit einheimst, wenn es doch weitaus bessere Acts aus den Elchlanden gibt, bleibt mir wohl für ewig ein Buch mit sieben Siegeln. Bestes Beispiel hierfür sind Manimal, die mit ihrem vierten Album seit ihrer Gründung 2001 zwar nicht unbedingt als Arbeitstiere [oder Work (M)animals, höhö] verschrien sind, dennoch mit jedem Album eine immense Steigerung vorweisen können, die nun in „Armageddon“ gipfelt und dem interessierten Hörer eine schöne Facette an rifflastigem Power/Heavy Metal zu bieten hat.

Mit einer gehörigen produktionstechnischen Portion haariger Eier schreddert sich der Vierer durch zehn wirklich anhörbare Songs, bei denen musikalisch vielleicht nicht immer sofort der Funke überspringt, doch in solchen Fällen hat man halt Frontmann Samuel Nyman in der Hinterhand, der gesanglich eine überragende Leistung abliefert, oft variiert und durchaus in Halford’sche Dimensionen vorstößt, manchmal seine Stimmbänder etwas tiefer vibrieren lässt, um sich dann wieder in ungeahnte Höhen aufzuschwingen. Das ist abwechslungsreicht und macht mächtig Spaß zuzuhören.

Ja, an manchen Stellen ist das Material ein wenig cheesy und wirkt etwas überfrachtet, doch wenn man solche Granaten wie den Titeltrack, den Opener „Burn in hell“ (Ripper Owens lässt herzlich grüßen) oder „Forged in metal“ im Ärmel versteckt hat, kann man sein Blatt gewinnbringend ausspielen.

Was mir nicht so gefällt ist der Umstand, dass Manimal durchaus fähige Komponisten zu sein scheinen, dann aber bei „Chains of fury“ so dermaßen offensichtlich das Riff von Rammsteins „Mutter“ klauen und zu einem eigenen Brei zusammenrühren (inklusive dem gerollten Rrrrrr) oder sich ab „Path to the unknown“ ein wenig Monotonie breitmacht und sich die Produktion zu sehr an einen solch unwichtigen Act wie Five Finger Death Punch orientiert, was zu einem lütten Identitätsverlust führt.

Dennoch ist „Armageddon“ immer noch um Längen besser als das, was sonst normalerweise so aus dem IKEA Ländle im Bereich Power Metal zu uns rübergeschwappt kommt und dafür kann ich Manimal nur meinen Dank aussprechen.

Ja, es ist nicht alles Gold was glänzt, doch die Scheibe macht Spaß und wären es nicht gerade Minus 3 Grad, könnte man getrost bei heruntergelassenem Fenster seinen Ellbogen in den Fahrtwind halten und fröhlich mitträllern.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Burn in hell
02. Armageddon
03. Slaves of Babylon
04. Forged in metal
05. Chains of fury
06. Evil soul
07. Path to the unknown
08. Master of pain
09. Insanity
10. The inevitable end



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