Q-S

STREAMS OF BLOOD – Erløsung (2020)

(6.596) Maik (8,4/10) Black Metal


Label: The Hidden Art
VÖ: 29.10.2020
Stil: Black Metal

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Wir erinnern uns an die Zeit, als Black Metal noch, dreckig, räudig und fies zu klingen hatte. An eine Zeit, in der barocker Bombast und stylische Modepüppchen zu dieser Mucke passten wie Scholokadensauce auf Räuchermakrele. Eben an diesen Zeiten orientiert sich das bayrische Black Metal Projekt STREAMS OF BLOOD. Diese haben nun mit „Erløsung“ ihr mittlerweile viertes Langspielscheibchen aus dem dornenstarrenden  Schwarzmetalldickicht gewuchtet, und bieten dem geneigten Dunkelheitsfreund eben jenen altschuligen Schwarzmetallsound, der sich von den Vorbildern nur durch eine bessere Produktion unterscheidet.

Stilistisch findet man natürlich starke Reminiszenzen an die Frühwerktätigen dieses Genres. Besonders DARKTHRONE und GORGOROTH kann man heraushören doch auch leichte Anklänge an IMMORTAL und alte ANCIENT sind nicht vollends von der Hand zu weisen. Vor allem der Song „Declaration“ hat etwas von GORGOROTHs „Possessed (By Satan)“, ohne jedoch zu kopieren. Recht getragen beginnt „Die Ablehnung, Das Opfer“, der dann aber stückweise an Intensität zunimmt, und dann zu einem riffgewaltigen Geschwindigkeitsmonster mutiert. Auch ansonsten wird größtenteils recht heftig dahergebrezelt. Ehrlich gesagt, fand ich das Album beim ersten Durchhören gar nicht so interessant, da es doch recht oft Riffzitate der Schwarzmetallklassiker offenbart, aber mit mehrmaligem Hören gefällt mir das Scheibchen immer besser. „Erløsung“ klingt ein wenig wie aus der Zeit gefallen, und wäre, anno 1993 erschienen, heute vielleicht sogar ein Referenzwerk. Zum jetzigen Zeitpunkt stellt es allerdings immer noch eine Verbeugung vor dem Black Metal dar, wie er mal war, bevor er teilweise zum Zirkus mutierte.

Hier treffen sich bösartige Schwärze mit exzellentem Riffing, stilistisch typische Höhenlastigkeit mit glasklarer Produktion. Jedem Schwarzmetaller, der auf die Klassiker des Black Metal aus den frühen 90ern abfährt, und eher ratzige, bratzige, bösartige Satanshuldigungen den hochglanzpolierten Porzellanfiguren vorzieht, sollte hier sofortigst das nötige Kleingeld zusammenkratzen, und dieser finsterbösen Scheibe einen Platz am heimischen Altar freiräumen.

Anspieltipp: „Freitodmaschine “ und „Die Ablehnung, Das Opfer“


Bewertung: 8,4 von 10 Punkten


Tracklist:
01. Freitodmaschine
02. Declaration
03. Die Ablehnung, Das Opfer
04. Nychts
05. Days Of Immortality
06. The Complex
07. Pigture
08. The Herd




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