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THE BOOK – Forgotten Art Of Old (2022)

(7.776) Maik (8,7/10) Epic Heavy Metal


Label: Rafchild Records
VÖ: 27.05.2022
Stil: Epic Heavy Metal

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Da schwätze ich immer irgendwas davon, dass man in den einzelnen Subgenres unser geliebten Stromgitarrenmusik nicht mehr viel Neues zusammenmischen kann, ohne den Fokus auf die klassischen Metalstile zu verlieren, und dann straft mich ein Newcomer aus Tschechien mal eben Lügen.

Die Rede ist von THE BOOK, die am 27. Mai 2022 ihr erstes Album „Forgotten Art Of Old“ veröffentlichen. Die Band wird unter dem Etikett ‚Epic Heavy Metal‘ gehandelt, was die Mucke der vier Mähren allerdings recht ungenau bezeichnet. Allerdings dürfte eine kategorische Schubladisierung von THE BOOK wohl kaum möglich sein, denn die Gruppe bedient sich aus Elementen der verschiedensten Stilrichtungen, teilweise wechselt das innerhalb der Songs von jetzt auf gleich.

Das Abgefahrene ist, dass das beim ersten Kontakt erst einmal verwirrend wirkt, mit jedem Durchlauf aber mordsinteressant und cool wirkt. Mal scheint man sich in doomigen Gefilden wohlzufühlen, was durch den entspannt getragenen Gesang verstärkt wird, mal agiert man fast progressiv, und mal wird auch mal ordentlich losgebrezelt, wie am Anfang von „Sculptures Of The Gods“. Thrashriffs findet man ebenso wie epische Parts, gesanglich wird auch mal in die Growlkiste oder in höhere Regale gegriffen.

„Ancient Steel“ präsentiert uns am Anfang sogar fernöstliche Gesänge, die man von Bands wie TENGGER CAVALRY kennt. Der Song ist auch der epischste des ganzen Albums, und kann sich ohne Frage mit Mucke aus dem Hause ETERNAL CHAMPION und Konsorten messen. Zwischendrin bekommt man sogar noch ein Stück Hackbraten der Marke tschechischer Black Metal a la MASTER’S HAMMER oder ROOT serviert.

Da passt dann auch der okkultistische Eindruck, den Bandlogo und Cover entstehen lassen. Doch die Jungs aus Brno verweilen nie zu lange bei einem Stil, und blättern recht schnell die nächste Seite um.

Gerade der Song „Sculptures Of The Gods“ stellt eine tour de force durch die Stilrichtungen dar. Es ist wirklich interessant, wieviel Abwechslung und Vielfalt man in einen Song packen kann, ohne den Eindruck des Richtungsverlustes zu erwecken. Mit „Man Of Iron“ gibt es auch ein recht interessantes Cover eines BATHORY-Songs vom „Blood On Ice“- Album. Das Stück wurde nicht einfach nachgespielt, sondern von THE BOOK umarrangiert, und mit viel Gitarrenarbeit versehen, ohne die ursprüngliche Stimmung zu sehr zu verändern.

Ich bin jedenfalls recht angetan von dem Album, welches sich gegen jegliche Kategorisierung wehrt, und dennoch nicht unnachvollziehbar wirkt. Zugegeben, anfangs war ich etwas ratlos, was die Musik auf „Forgotten Art Of Old“ anging, besonders der entspannte Gesang war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch letztlich muß ich sagen, das Album wächst mit jedem Durchlauf, man entdeckt immer wieder etwas Neues und findet sich dabei immer wieder in ein Wechselbad aus treibendem Metal und melodisch/gefühlvollen Elementen getaucht.

Fehlt immer noch eine genaue Beschreibung. Wie wäre es mit ‚Progressive Epic Black Doom Heavy Metal‘?

Anspieltipp: „Sculptures Of Gods“ und „Ancient Steel“


Bewertung: 8,7 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Serpent Baron
02. Striking Solar Force
03. Sacrificer
04. Sculptures Of The Gods
05. Man Of Iron (BATHORY-Cover)
06. Ancient Steel
07. Master Of The dawn



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