CD-Reviews H-J

THE HELLACOPTERS – Eyes of oblivion (2022)

(7.744) Olaf (8,0/10) Punk’n‘Roll


Label: Nuclear Blast
VÖ: 01.04.2022
Stil: Punk’n‘Roll

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Da isses also nun doch! Das Reunion Album der Schweden Punk’n‘Roll Pioniere und sogleich das erste ohne den langjährigen Gitarristen Robert Dahlquist, der ja 2017 mit lediglich 40 Jahren vom Schnitter heimgesucht wurde, doch durch Gründungsmitglied Degen kurz vor seinem Ableben adäquat ersetzt werden konnte, so traurig die Umstände auch gewesen sein mochten.

Dennoch dachte selbst ich als Berufsoptimist nicht im Traum daran, mal wieder neue Songs von den Hellacopters zu Gehör zu bekommen, doch Bandboss Nicke Andersson belehrte mich eines Besseren und haut nun mit seiner Truppe nach dem 2008er „Head off“ das achte Studioalbum raus und glücklicherweise hat sich im hause der Skandinavier nichts, aber auch gar nichts verändert. Warum auch? Never change a running system.

Eyes of oblivion“ nennt sich das Teil und man bekommt als Kenner der Hellacopters exakt das geboten, was man erwarten konnte. Rotzige Mitsing-Hymnen, herrliche bluesige Schmusenummern du einfach grandios rockenden Scheiß, der einfach zeitlos ist und immer wieder gerne aufgelegt wird. Doch natürlich muss sich jedes Album des Fünfers mit dem Klassiker „Supershitty to the Max!“ messen, was eine schier unüberwindbare Hürde darstellt, doch dieser 10-Tracker kann durchaus an der selbst unermesslich hoch auferlegten Messlatte schnuppern, ohne diese allerdings auch nur annähernd zu überspringen.

Das liegt vor allem daran, dass die Schweden mir zu oft am Thin Lizzy’schen Rock-Zipfel hängen, anstatt sich auf ihre Eigenständigkeit zu verlassen. Gerade ein Song wie „A plow and a doctor“ hätte aus der Feder von Phil Lynott stammen können und zeugt von daher nicht unbedingt von Einfallsreichtum.

Dennoch machen The Hellacopters immer noch Spaß und wenn es nicht immer noch so barbarisch kalt wäre, könnte man locker bei 160 Sachen den Ellbogen aus dem Fenster hängen lassen, ohne sich Erfrierungen dritten Grades zuzuziehen. So müssen wir uns allerdings ein paar warme Gedanken machen und bei Songs wie „Try me tonight“ oder „Beguiled“ den Sommer herbeisehnen.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Reap a Hurricane
02. Can I wait
03. So sorry I could die
04. Eyes of oblivion
05. A plow and a doctor
06. Positively not knowing
07. Tin foil soldier
08. Beguiled
09. The preassure’s on
10. Try me tonight




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