CD-Reviews T-V

THUNDEROR – Fire it up (2022)

(7.657) Olaf (8,0/10) 80er AOR/Metal


Label: Boonsdale Records
VÖ: 25.02.2022
Stil: 80er AOR/Metal

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Scheinbar haben die aktuellen und ehemaligen Mitglieder von Skull Fist in ihrer Freizeit zu viel Miami Vice geschaut und sich Videotechnisch vom Schwurbler-Wendler beeinflussen lassen, denn wie sonst ist solch eine Platte wie „Fire it up“ zu erklären? Ach, warum sollte man das versuchen, wenn die Mucke auf diesem Neun-Tracker so herrlich launig daherkommt, dass man sich stanta pede den Sommer herbeiwünscht? Eben!

Weiße Anzüge, ein umgeschnalltes Keyboard und weiße Leinenanzüge. Ja, ist das noch Metal? Nee, isses nicht, aber dennoch macht die Achtziger Mucke der Kanadier höllisch Spaß und vertreibt die dunklen Gedanken in diesen schweren Tagen. Und isses nicht das, was Musik erreichen soll?

Ok, die Stimme von Johnny Nesta ist manchmal auf einem Level, welches ein wenig die Nerven belasten könnte, doch dann reißen seine Mitstreiter dies wieder mit einem fetten Groove Teppich raus und auch der Mastermind selbst weiß, wie er mit seiner Sechssaiter das manchmal etwas ausufernde Timbre einfangen kann.

Spaß machen vor allem Songs, die in den späten Siebzigern, frühen Achtzigern entstanden zu sein scheinen wie beispielsweise „Dangerous times“ oder das schicke ein wenig an Journey erinnernde „On the run“, die aber beide nicht an den Überhit „Fire it up“ heranreichen, der ein wenig flotter daherkommt und schon zeigt, wo die Musiker ihren Ursprung haben. Das Gleiche gilt für „All or nothing“, der statt sanfter Keyboardklänge als Untermalung mit einem ziemlich fetten Riffing ein wenig aus dem Rahmen fällt, aber nicht minder stark ist.

Klar, Thunderor darf man nicht allzu ernst nehmen und schon gar nicht erwarten, dass sie in eine ernsthafte Konkurrenz für eine Band wie The Night Flight Orchestra eintreten werden, dennoch sind Kanadier durchaus für die eine oder andere Party ein Garant für gute Laune, Stimmung und literweise bunte Getränke mit Schirmchen.


Bewertung: 8,0 von 10 Punkten


TRACKLIST

01. Fire it up
02. How we roll
03. All or nothing
04. Dangerous times
05. Thunderor
06. On the run
07. Into the storm
08. We can make it
09. Cold tears



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