06. - 09.07.2016 - Ballenstedt

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Der erste offizielle Festival Tag war der Donnerstag. Die meisten Besucher waren bereits vorher angereist, aber richtig eingeläutet wurde das Rock Harz dieses Jahr erst von den New Roses, die das Festival mit ordentlichem Hard Rock bereicherten. Direkt im Anschluss stand nun schon mein erster Pflichttermin auf dem Zettel. Hackneyed spielten eine ihrer letzten Shows, bevor die Band sich wohl für immer auflöst und nachdem sie mich erst auf dem Metal Frenzy 2015 als Fan gewonnen haben, wollte ich die letzte Gelegenheit auf jeden Fall nutzen. Was soll ich sagen, es hat sich mehr als gelohnt. Death Metal, mal melodischer, mal mit grindigem Einschlag aber immer auf dem Punkt und unterhaltsam. Ich hoffe doch sehr, dass man sich bald wieder als Band zusammen findet, denn ich will unbedingt mehr davon!

Als nächstes legten sich Deadlock ins Zeug. Auf musikalischer Ebene keine schlechte Band aber für mich persönlich ist hier einfach zu viel Tralala in den Songs. Zwischendurch gab es Passagen, die ich wirklich genossen habe, andere waren mir einfach viel zu soft. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, und das Infield füllte sich zusehends. Ein lohnender Auftritt, am Ende jedoch einfach nicht wirklich meins.

Nun waren Grand Magus an der Reihe. Die Schweden sorgten ordentlich für Stimmung und ich bereute es etwas diese Band im Vorfeld sehr oft nicht beachtet zu haben. Der Mix aus Doom und Old School Heavy Metal zündete auch im Publikum und sehr vielen schien es ähnlich wie mir zu gehen. Scheinbar Desinteressierte blieben auf einmal stehen und gaben sich die Show dann bis zum Ende. Diese Jungs kommen definitiv auf mein Konzert Radar, denn das muss wiederholt werden.

Eines meiner fest geplanten Highlights des Festivals waren auf jeden Fall Illdisposed. Unser Siggi gab ihnen nicht zu Unrecht nahezu die Höchstpunktzahl für das letzte Album und auch ich hatte die schwulen Dänen schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Ich bin jedes Mal sehr davon angetan, wenn eine Band aus dem Ausland der deutschen Sprache mächtig ist und insbesondere Frontmann Bo Summer wusste mit dem Publikum zu interargieren. So gab er unter anderem bekannt, dass Entombed A.D. Frontmann Petrov bereits jetzt im Backstagebereich mehr als voll sein soll. Na, dass konnte ja später noch lustig werden. In der Setlist waren sowohl alte als auch einige neue Songs und als dann noch mein Illdisposed-Liebling „A child is missing“ gespielt wurde, war ich mehr als zufrieden. Auf einen weiteren Song musste leider aus Zeitgründen verzichtet werden. Sehr schade eigentlich. Enttäuscht war ich auch, dass Frontmann Summer zur Autogrammstunde bereits wieder abgehauen war.

Mittlerweile war es dann auch Zeit für mich, den Grill anzuwerfen und eine Pause einzulegen. Die Spiritual Beggars mussten so aus meinem Plan gestrichen werden. Zugegeben, dieses Opfer war für mich nicht schwer zu bringen, Stoner Rock ist einfach nichts für mich.

Death Metal schon eher, dennoch lies ich mir etwas Zeit und sah lediglich die letzten Minuten von Entombed A.D – Petrov schien tatsächlich in alter Manier weiter gekippt zu haben, aber was anderes war nicht zu erwarten. Davon kann man halten was man will, ich bereue es jedenfalls nicht diese Show größtenteils verpasst zu haben. Schon auf der Tour mit Behemoth waren die Schweden nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Nun waren Annihilator angesagt und zerlegten die Bühne in einem feinen Thrash-Feuerwerk. Ohne die Kanadier im Vorfeld großartig verfolgt zu haben, war ich doch zuerst etwas enttäuscht. Mir hat hier das gewisse Feuer gefehlt, dass ich von einer Band dieser Größe erwartet hätte. In der zweiten Hälfte des Sets schienen sie aber kräftigere Songs ausgepackt zu haben, was mich dann doch noch zufrieden stellte. Insgeheim freute ich mich dann aber doch mehr auf Soilwork.

Der schwedische Death Metal ist einfach das, womit ich mich am wohlsten mit fühle und Soilwork machten dem Ganzen alle Ehre. Ballernde Riffs, unterlegt mit passenden Melodien – so muss das sein. Mann, ich freue mich auf das kommende Album im August!

Weniger ballernd, dafür umso melodiöser waren nun Gamma Ray dran. Als Urgesteine der Metalszene waren die Herren augenscheinlich nicht mehr die jüngsten, wirkten aber dennoch recht fit. Eine witzige Einlage war auf jeden Fall das Halloween-Cover „I want out“. Insgesamt eine runde Sache, doch es war offensichtlich, dass hier vor allem die älteren Semester angesprochen wurden, wenn auch nicht ausschließlich.
Bei ASP schien sich nun das gesamte Infield zu verwandeln. Die Anzahl der Herren nahm bereits während der Umbauarbeiten ab, während immer mehr weibliche Besucher dazu kamen. Wer die Musik von ASP kennt, kann sich vermutlich denken wieso. Mir selbst sind einige Songs ebenfalls etwas zu schnulzig gewesen, dennoch konnte die Band um Alex Spreng bei mir punkten, denn die Show war perfekt durchgeführt ohne allzusehr gestellt zu wirken. Gerade das zum Schluss gespielte „Ich will brennen“ machte Spaß, auch wenn ich allmählich müde wurde.
Saxon legten sich ebenfalls ins Zeug und wirkten dabei deutlich fitter als Gamma Ray. Von Altersermüdungen war nichts zu sehen, auch nach gut 40 Jahren auf den Bühnen der Welt. „Battering Ram“, „Battalions of Steel“ oder auch „Dogs of War“ konnten noch immer überzeugen. Enslaved packten zum Ende des ersten Tages hin dann einen Querschnitt durch die gesamte Bandgeschichte aus. Während zu Beginn die älteren Song mit hartem Black Metal Einschlag abgefeiert wurden, widmete man sich später dann den neueren mit Cleangesang und allgemein progressiveren Tönen. Ein würdiges Ende des ersten Tages.

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